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Willkommen – im „Urwald vor den Toren der Stadt“

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Das URWALD-Projekt

Seit 1997 gibt es das Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“
im Saarkohlenwald im Herzen des Saarlandes. „Die Natur Natur sein lassen“, lautet das Ziel in diesem etwas mehr als 1.000 ha großen Wald-Naturschutzgebiet. Auf eine wirtschaftliche Nutzung des Rohstoffes Holz wird hier ganz verzichtet, die Motorsägen schweigen zu Gunsten von Wildnis. Wildnis bedeutet: umgefallene Bäume, zuwachsende Wege, Baummoose und eine immer ursprünglich werdende Vegetation überwuchern langsam die Zivilisation. Der natürliche Entwicklungsprozess verändert langsam, aber stetig die Tier- und Pflanzenwelt.
Der Mensch wird aus diesem Schutzgebiet, welches als so genanntes NATURA 2000-Gebiet (nach der Europäischen Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) auch Teil des europäischen Naturerbes ist, aber nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: die Menschen sollen an der natürlichen Entwicklung des Urwaldes vor den Toren der Stadt Saarbrücken teilhaben – sie sind willkommen im Urwald.
Allerdings gelten hier andere Regeln als in sonstigen Wäldern. Nicht alle Wege sind gut ausgebaut, manche bilden nur schmale Pfade oder wiederum andere Wege müssen selbst erkundet und erforscht werden. „Abstimmung mit den Füßen“ nennen das die Urwald-Macher.

 

Holzstamm
Im „Urwald vor den Toren“ ruhen seit über 10 Jahren die Motorsägen. „Natur Natur sein lassen“ lautet die Devise im rd. 1.000 ha großen Wald-Naturschutzgebiet.

Der „Urwald vor den Toren der Stadt“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, SaarForst Landesbetrieb und dem Naturschutzbund (NABU) Saarland e.V. Im Jahre 2002 wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen, der die Zusammenarbeit, Organisation und Einrichtung des Projektes beschreibt.  Zur Begleitung des Projektes wurde eine „Urwaldkooperationsgruppe“ eingesetzt.
Als eine wichtige Informations- und Orientierungshilfe für die Besucherinnen und Besucher des Urwaldes ist die Urwald-Erlebniskarte erschienen. Damit werden das Wanderwegenetz und die vielen besonderen Erlebnisorte des „Urwaldes vor den Toren der Stadt“ übersichtlich dargestellt.

URWALD mit UN-Auszeichnung

Das Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“ erhielt erstmals im Jahre 2006 und dann nochmals 2008 die Auszeichnung als offizielles „UN-Dekade-Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Damit wurde insbesondere das Wildnispädagogik-Projekt „URWALD macht Schule“ ausgezeichnet. In diesem Projekt werden Kinder und Jugendliche auf eine einzigartig intensive und damit nachhaltige Art und Weise gleichermaßen erreicht. Auch der Grundsatz „Jeder Fußgänger darf jederzeit an jeden Ort des Urwaldes laufen“ als Weg zur Integration von Mensch und Natur wurde von der UN mit dieser Auszeichnung gewürdigt.

„URWALD macht Schule“ im WildnisCamp

„Urwald macht Schule“ sind halb- bis mehrtägige Veranstaltungen mit Übernachtung im Urwaldrevier, in der Scheune Neuhaus und dem WildnisCamp als Basislager und zentraler Ort. Je nach Alter gibt es unterschiedliche Themenschwerpunkte zum Ökosystem Wald und seiner sukzessiven Entwicklung zum wilden (Ur)Wald.
„Urwald macht Schule“ hat unmittelbaren Bezug zum Ökosystem Urwald und der Wildnis. Die Gruppen arbeiten unter fachkundiger Anleitung am Thema „Biologische Vielfalt“. Eingebettet in das WildnisCamp kommt natürlich der Abenteuer- und Spaßfaktor nicht zu kurz. Die Teilnehmer müssen ihre Bleibe herrichten und sich Gedanken über die Zubereitung ihrer Verpflegung machen. Wie können wir ohne Feuerzeug Feuer machen und am Brennen halten, ist eine bedeutsame Frage und eine Nacht im WildnisCamp wird sicherlich gänsehautschaurig schön werden. Die Klassen werden von der Saarbahn-Haltestelle Heinrichshaus abgeholt werden. Unsere fachkundigen Betreuerinnen und Betreuer begleiten und verpflegen die Gruppe.
Allen Maßnahmen gemeinsam ist ein sinnlich-emotionaler Ansatz mit Freude und Spaß am gemeinsamen Erleben eines „anderen, wilden“ Wald-Ortes. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Liebe zur Natur geweckt.

Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur –

Im Herzen des Saarkohlenwaldes und inmitten des „Urwaldes vor den Toren der Stadt“ liegt die „Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur“.
Die Scheune Neuhaus entstand aus einer Einzelspende eines ehemaligen Hüttenarbeiters und Mitglieds des Pfälzer Waldvereins aus Neunkirchen. Aus „Sorge um den Wald“ der Forstverwaltung hinterließ er einen bedeutenden Nachlass. Diese Sorge bezog sich auf das Waldsterben. Neben dieser großzügigen Spende stellte das Land in der Folgezeit weitere Mittel bereit.
Heute ist die Scheune Neuhaus vielen Besucherinnen und Besuchern schon seit vielen Jahren als „Zentrum für Waldkultur“ bekannt, wo zahlreiche Veranstaltungen in den Wald locken. Hier erfahren die Menschen mehr zur werdenden Wildnis inmitten einer Stadtlandschaft.

Scheune Neuhaus
Die Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur – liegt zwischen Riegelsberg und Fischbach und ist der zentrale Veranstaltungsort des SaarForst Landesbetriebes für vielfältige Veranstaltungen, die sich mit dem Thema Wald, Urwald, Wildnis beschäftigen.

 

In den Jahren 2005 und 2006 wurde die Scheune Neuhaus im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „Innovatives Kommunikationskonzept“ zum Informations- und Aktionszentrum ausgebaut.
In der Scheune werden Vorträge, Diskussionsforen, Führungen, Wildnis-, Kunst-Workshops mit Bürgerbeteiligung und Fortbildungen für Multiplikatoren angeboten.
Die Scheune Neuhaus steht darüber hinaus für private Veranstaltungen (Familienfeiern, Betriebsfeste u.ä.) zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Urwald-Projekt und zum Veranstaltungsprogramm unter www.saar-urwald.de

 

Dr. Volker Wild
SaarForst – Öffentlichkeitsarbeit
Von der Heydt 12
66115 Saarbrücken
Tel.: 0681/9712-01
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Leben mit Hochsensibilität

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Typische Situationen im Leben eines hochsensiblen Menschen könnten sein:

Es gibt Menschen, die an ihrer Arbeitsstelle viel schneller als ihre Kollegen zwischenmenschliche Prozesse erfassen und so merken, was dem Arbeitsablauf gut tut und was nicht. Oft genug werden sie dafür mit Argwohn betrachtet, weil sie so unkompliziert erfassen können, was andere vielleicht lieber im Verborgenen gehalten hätten.

Es gibt Menschen, denen große Menschenansammlungen wie in Fußballstadien oder anderen öffentlichen Veranstaltungen wenig Freude bereiten. Schon das Fahren in einem voll besetzten Zug ist für sie unangenehm, wenn nicht gar eine Qual. Die Nähe so vieler anderer Menschen, deren Stimmungen und Verfassungen ein hochsensibler Mensch wahrnimmt, kann ihn schnell überfordern und schwächen.

Viele hochsensible Menschen verurteilen sich für die so leicht und rasch eintretende Reizüberflutung. Sie brauchen mehr Regeneration, mehr Auszeiten. Aber genau das lässt sie nach gültigen gesellschaftlichen Wertmaßstäben weniger leistungsfähig und damit in den eigenen Augen als weniger “wertvoll” im Dienste der Gemeinschaft erscheinen. Für Hochsensible ist es deshalb sehr wichtig zu verstehen, woher diese Überreizung rührt, was wie bewirkt und welche Wege es gibt, die individuelle Kapazität zur Reizverarbeitung zu erhöhen.

Alle Menschen sind einer ständig wachsenden Flut von Informationen ausgesetzt. Bei hochsensiblen Menschen jedoch treffen diese auf ein reduziertes Reizfiltersystem in ihrem Körper. Seine Reaktionen berichten vom Ausmaß seiner Beschäftigung in der Reizverarbeitung. Sie lassen sich nicht ausblenden und können damit zu einer Belastung werden – es sei denn, es gelingt, sie als Richtung weisende Signale zu verstehen.
Die Krankheitsdisposition der Hochsensiblen ergibt sich als Folge der ständigen Inanspruchnahme des gesamten Systems durch die Reizverarbeitung. Alle Erkrankungen, die in Zusammenhang mit Dauerstress erwähnt werden, gehören daher zu den “Gesichtern der Hochsensibilität” (www.aurum-cordis.de/gesichter-und-schaetze-der-hochsensibilitaet) wie z.B. Bluthochdruck, chronische Magen-Darm-Erkrankungen, chronische Muskelverspannungen und Schmerzzustände, Erkrankungen des Bewegungsapparates, ein reduziertes Immunsystem mit einer erhöhten Neigung zu Entzündungen, Depressionen, Burn-out, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen und vieles mehr. Die Therapie dieser Erkrankungen ist langwierig, kostenintensiv und schenkt den Betroffenen all zu oft keine nachhaltigen Heilungserfolge. Bei diesen Menschen versagen häufig klassische Behandlungsmethoden und Medikamente rufen nicht selten das Gegenteil ihrer eigentlich heilsamen Wirkung hervor. Daher ist der Weg zu alternativen Heilmethoden oft die Alternative.

Gerade hier kommt die Gabe der Hochsensibilität zum Tragen. Die starke Wahrnehmungs- und Reflexionsfähigkeit hochsensibler Menschen eröffnet ihnen die Möglichkeit zur Aktivierung ihrer Selbstheilungskräfte sowie neue Wege zur Selbstregulation und Selbstwirksamkeit. Eine Neubewertung ihres Lebens und ihrer Situation im Lichte einer übergeordneten Sichtweise (Metareflexion!) kann eine neue Perspektive auf ein sinnerfülltes Leben mit einer entwickelten empathischen Wahrnehmungskompetenz eröffnen. Sinnerfahrung jedoch trägt zur Wandlung des krankmachenden Di-Stresses in beflügelnden Eu-Stress bei!

Autorin: Jutta Böttcher, Aurum Cordis | Kompetenzzentrum für Hochsensibilität | www.aurum-cordis.de

bioRe Stiftung – Menschenrechte durch BIO-Baumwolle

bioRe Stiftung

Menschenrechte durch BIO-Baumwolle – unsere Mission

Durch den Anbau von Bio-Baumwolle und damit zusammenhängende Entwicklungsprojekte im sozialen Bereich sichert die bioRe® Stiftung Familien im Süden das grundlegende Menschenrecht auf ein würdiges Leben und eine langfristig gesicherte Existenz in einer intakten Umwelt. Menschenrechte verstehen wir gemäss dem erweiterten Menschenrechtsbegriff der UN Earth Charta, der auch zukünftige Generationen und natürliche Lebensräume umfasst.
www.biore-stiftung.ch

Murks? nein danke!

Murks nein danke

Zahllose Produkte gehen kurz nach Ablauf der Garantie kaputt. Dieser Murks muss aufhören!

Wir fordern nachhaltige Produktverantwortung der Hersteller! Wir machen den Murks für alle sichtbar.
Dazu brauchen wir viele Meldungen. Melde jetzt Deine Murkserlebnisse!

„MURKS? NEIN DANKE!“ setzt sich als Verbraucherorganisation für nachhaltige Produktqualität ein.

Die Konferenz der Tiere

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Parallel zum Klimagipfel 2011 im schönen Durban, Südafrika, fand eine weitaus bedeutendere Konferenz statt, die im Gegensatz zu denen der Menschen sofort zu Ergebnissen führte und diese wurden auch sofort umgesetzt. Die Tierwelt dieser Erde hat sich unter Vorsitz von Mutter Natur und den Beisitzern der Pflanzenwelt auf ein grundlegendes Protokoll geeinigt, welches das auslaufende Kyoto-Protokoll in seiner Effizienz weit übertrifft. Da die Menschen noch streiten, ob sie sich a) anpassen müssen an das Klima, Adaption genannt, oder ob man b)Staaten, die bisher weniger an der Atmosphärenverschmutzung beteiligt waren, nicht erst auch mal die Gelegenheit dazu geben sollte, Klimagerechtigkeit genannt, oder ob man c) Gegenmaßnahmen einleiten sollte,

See auf Amrum
See auf Amrum – noch ohne Anopheles

Migitation genannt, will man hier bis zum nächsten Klimagipfel im Dezember 2012 in Katar nicht warten.
Einige Auszüge aus dem Protokoll sollen hier seine Auswirkung in diesem Jahr belegen. Um den Klimakiller Nr.1 (Mensch lat.: homo sapiens) sofort an seinen akuten Wirkungsstätten in seiner Tätigkeit zu behindern, wollen die Untergattungen Anopheles (auch Malaria-, Gabel- oder Fiebermücke genannt) und Aedes, Haemagoggus und Sabethes (gemeine Stechmücken) ihre Populationen in dessen noch subtropische und gemäßigte Hemisphäre ausweiten und nicht nur Drittstaaten in tropischer Umgebung das Leben schwer machen (Klimagerechtigkeit).

Die Rippenqualle Mnemiopsis leidyi, die zuvor aus wärmeren Meeren wie dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer bekannt war, gründet Filialen (Migitation) in der Ostsee und Nordsee und hat Fischlarven traditionell auf dem Speiseplan – der Mensch eher die daraus entstehenden Fische. Offen gelassen hat man im Protokoll, welche Quallen es sich neben Mnemiopsis noch bequem machen an den Badestränden und nicht nur den Restaurantbesuch teuer machen, sondern – wenn schon, denn schon – auch das Badevergnügen parallel vermiesen.
Eine besonders hinterlistige Form der Anpassung (Adaption) hat die beisitzende Pflanzenwelt in das Protokoll eingebracht. Viele Menschen, zu denen die Befürworter für gleichbleibenden oder steigenden CO2-Ausstoss gehören, argumentieren mit höheren Erträgen der Biomasse, denn „ für die Pflanzen ist das Treibhausgas ein wichtiger Rohstoff für ihre Photosynthese.“ Ja nee, is` klar sagten die Pflanzen und schon heute ist belegt: „Bei CO2-Konzentrationen von 550 ppm, dem Wert, der in etwa 50 Jahren erwartet wird, sank der Eiweißgehalt vieler Kulturpflanzenarten deutlich ab. Beim Weizen waren gerade die für die Brotherstellung wichtigen Gluten-Eiweiße um 20 Prozent reduziert.“ (Vgl.: http://scinexx.de/dossier-detail-424-8.html)

Na ja, in 50 Jahren…

Trotz dieser Maßnahmen – genau wie das Kyoto-Protokoll bleibt auch das Protokoll der Konferenz der Tiere global wirkungslos. „Die ständig wachsende Menschheit hat dafür gesorgt, dass immer mehr Naturlandschaft neuem Ackerland, Städten oder Straßen weichen muss. Rund ein Viertel der jährlichen Biomasseproduktion weltweit wird vom Menschen geerntet, verbrannt oder durch

Biotop auf Spiekeroog
Biotop auf Spiekeroog – Oktober 2012, 20° C Außentemperatur

Landnutzung verändert. Dadurch schrumpfen die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten oder werden so verändert, dass sich ihre Bewohner nicht mehr anpassen können….. Rund ein Drittel aller Tier und Pflanzenarten gelten heute bereits als bedroht.“
Parallel zum Klimagipfel in Katar wird es übrigens wieder eine Konferenz der Tiere geben. Da man dazugelernt hat, wird sie allerdings umgetauft: Konferenz der Arten soll sie heißen und in einem Symposium will man darauf eingehen, wie man der letzten bedrohten Art auf diesem Planeten helfen kann: Dem homo sapiens, mutiert in wenigen Generationen vom homo oeconomicus zum dankbaren homo oecologicus reciprocans, idealtypisch rücksichtsvoll und menschlich.

Text und Bilder: Jürgen Beckmann, 59174 Kamen, 0163 391 63 99, Fachjournalist (FJS), Dipl. Kfm.(FH), www.beratung-kamen.de

Biosphärenreservat Bliesgau

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Biologische Vielfalt im Bliesgau

Im Gebiet des Biosphärenreservat Bliesgau ist die höchste Dichte an europa-, bundes- und landesweit bedeutsamen Lebensraumtypen und Arten im Saarland zu verzeichnen. Deshalb liegen hier auch viele der vom Saarland gemeldeten NATURA 2000-Gebiete.

Orchideenwiese

Bildautor Axel Krieger: Das Orchideengebiet in Gersheim im Frühsommer

Prägend für das Gebiet ist die Blies und ihr Tal mit den naturnahen Auenwäldern, in denen sich der Biber seit der erfolgreichen Wiederansiedlung wieder flächendeckend ausgebreitet hat, den Röhrichten, Hochstaudenfluren und den großflächigen Auwiesen. Auch viele schutzwürdige Amphibien und Libellenarten sind in den feuchteren Gebieten des Bliesgaus zu finden. Größer und auffälliger in den Auwiesen bei Beeden sind jedoch die Wasserbüffel, die Heckrinder und seit diesem Frühjahr auch die Konik-Pferde, die hier Flächen beweiden, um sie so freizuhalten, dass auch die Störche genügend Nahrung für ihre Jungen finden.
Daneben gibt es gerade im südlichen, ländlichen Bereich viele Orchideen- und Waldmeister-Buchenwälder und die für den Bliesgau typischen Salbei-Glatthaferwiesen, Streuobstwiesen und Halbtrockenrasen mit ihren reichen Orchideenvorkommen. Schöne und individuenreiche Populationen gibt es z.B. von Ohnsporn, Pyramiden-Orchis, Bocks-Riemenzunge und Hummelragwurz unter anderem im bekannten Orchideengebiet bei Gersheim.
Ganz in der Nähe des Orchideengebiets, im ehemaligen Kalkbergwerk in Gersheim haben sich auch Fledermäuse angesiedelt. Hier sind 11 der 19 im Saarland nachgewiesenen Arten vertreten z.B. die Breitflügelfledermaus oder die Bechsteinfledermaus, die hier eines ihrer deutschlandweit größten Winterquartiere besitzt. Sie nutzen die alten Schächte und Höhlen als Unterschlupf.
Bemerkenswert sind aber auch die Tagfalter-Arten im Bliesgau. Alle aktuell im Saarland nachgewiesenen FFH-Arten der Tagfalter sind in der Region vertreten. Der Große Feuerfalter ist eher in etwas feuchteren Bereichen zu finden, seine Raupen fressen an großblättrigen Ampferarten. Der Dunkle Wiesenknopfameisenbläuling ist an die Vorkommen vom Großen Wiesenknopf gebunden, Goldener Scheckenfalter und Thymian-Ameisenbläuling sind in den Halbtrockenrasen zu finden.

Goldener Schneckenfalter
Bildautor Anita Naumann: Der Goldene Scheckenfalter
kommt im Bliesgau vor allem in den orchideenreichen
Halbtrockenrasen vor

Doch auch weniger gefährdete Arten wie Ochsenauge, Schachbrett, Großer Perlmuttfalter, Wiesenvögelein, Ehrenpreis-Scheckenfalter und die Widderchen fliegen zurzeit in großer Zahl über die blühenden Wiesen.
Beim Fliegen und auf Futtersuche kann man auch Heidelerche, Rotkopfwürger, Neuntöter oder Rotmilan beobachten. Typisch für die alte Kulturlandschaft der Streuobstwiesen ist auch der Steinkauz, der in den Höhlen von alten Obstbäumen seine Jungen großzieht.
Auch Heuschrecken sind in den mageren Wiesen häufig. So gibt es im Bliesgau u.a. große Populationen der Feldgrille, des Weinhähnchens (eine Art aus dem Mittelmeerraum) und des Warzenbeißers.

www.biosphaere-bliesgau.eu

Der Wetterfrosch und seine Helfer

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Das digitale Zeitalter hat dem allseits beliebten, zuverlässigen und putzigen Gesellen Wetterfrosch den Kampf angesagt.  Großrechner und immer raffiniertere Technik der Wetterbeobachtung gefährden seine Existenz und die Art gilt als bedroht. Hat der Wetterfrosch wirklich ausgedient? Kann man unseren Großeltern noch trauen, die präzise Angaben zur Wetterentwicklung am hundertjährigen Kalender festmachen konnten? Zur Beantwortung dieser Fragen muss man schon eigene Beobachtungen machen und seine Schlüsse ziehen. Eine bekannte Boulevardzeitung

Hamburger Erklärung
Unterzeichnung der „Hamburger Erklärung“ – Foto: J. Beckmann

fühlte sich bereits im April 2011 kompetent, das Wetter für den gesamten Sommer voraus zu sagen. Ob raffinerte Technik dahinter steckte, die versagte oder Inkompetenz, weiß man nicht. Vorbeugend realistisch waren da einige Meteorologen, unter ihnen die beliebten TV-Moderatoren  Inge Niedeck und Sven Plöger, die in der „Hamburger Erklärung“ die Grenzen der langfristigen Vorhersagemöglichkeiten aufzeigten.

Danach ist es nur eingeschränkt möglich, Prognosen über einen Zeitraum von mehr als vier bis sechs Wochen als zuverlässig hinzustellen. Eines steht jedenfalls fest, der Jo-Jo-Sommer 2011 hat unseren Wetterfröschen – den Profis aus den Wetterredaktionen, Hobbymeteorologen und unserem Original im Glas – alles abverlangt. Es gab den Sommer im April und den Herbst im August.  Des einen Freud, des anderen Leid . Missernten gingen einher mit der Freude über den „Weinherbst“ im August, die Tourismusbranche freute sich über regen Flugverkehr gen Süden, aber der lang ersehnte Urlaub an den Küsten Deutschlands fiel für viele Familien ins Wasser.
Auf eine Veränderung der klimatischen Verhältnisse müssen wir uns in Deutschland mittelfristig einstellen, da sind sich die Meteorologen einig. Wer dem Wetterbericht nicht traut, kann das als Einstieg sehen für ein spannendes Hobby – die Betätigung als Wetterbeobachter und Wettermelder. Im Internet stehen Einsteigern und Profis viele hilfreiche Werkzeuge zur Verfügung. Die meteorologischen Dienste, u.a. die Unwetterzentrale der Meteomedia AG, bieten Radaranalyse, umfangreiche Wetterkarten, Meldesysteme und Tools für die eigene Homepage weitestgehend kostenfrei an. Wer Spaß an der eigenen Wetterstation hat, und deren Daten auch im Internet präsentieren möchte, kann eine durchaus semiprofessionellen Ansprüchen genügende Hard – und Software beispielsweise der Firma Davis Instruments verwenden, muss dafür aber je nach Ausstattung 300 bis 800 € kalkulieren. Kostenlose und durchaus fähige Software, kompatibel mit vielen Wetterstationen, gibt es aber auch im Netz.
Will man sich mit anderen austauschen, lernen, über das Wetter klönen oder sogar Analysen liefern zu Extremwetterereignissen, stehen viele Foren und Communities im WorldWideWeb bereit, in denen man auch weitere wertvolle Tipps zur Wetterbeobachtung, Naturfotografie und der Unwetterjagd (engl.: Stormchasing) bekommt.

Gewitterfront
Gewitterfront mit Regenkern – Foto: J. Beckmann

Auf keinen Fall sollte man ohne entsprechende Kenntnisse das Dokumentieren von Unwettern zu seiner Passion machen. Wer daran Interesse verspürt, sollte sich mit dem Gefährdungspotential von Gewittern und Stürmen auseinandersetzen und niemals sich und andere in Gefahr bringen. Wie man sich korrekt verhält und alles, was man sonst noch wissen muss, kann man beim Verein Skywarn Deutschland e.V. erfragen und ggf. eine Prüfung als „Advanced spotter“ ablegen.
Hat man sich mal eine Saison lang damit beschäftigt, wird man die Freude an der Natur nicht mehr los. Unser Wetterfrosch im Glas hat nicht ausgedient, sondern wird zum ständigen, zumindest symbolischen Begleiter bei einer aufregenden Beschäftigung mit dem komplexesten und am meisten diskutierten Thema in der Gesellschaft – dem Wetter.

Autor: Jürgen Beckmann, 59174 Kamen, 0163 391 63 99, Fachjournalist (FJS), Dipl. Kfm.(FH), www.beratung-kamen.de

Wie verreise ich richtig

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Wie verreise ich richtig oder: müssen wir jetzt alle zu Hause bleiben?

Als reflektierte, gebildete und sozial engagierte Menschen liegen uns das Wohl aller, der Umweltschutz, die Artenvielfalt und globale Fairness am Herzen. Wir kaufen Bio-Kost aus dem Hofladen, fahren möglichst mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, meiden Kleidung, die in Billiglohnländern produziert wurde, kaufen fair-trade Kaffee und – wollen manchmal in den Urlaub fahren. Doch schon beim Blick auf die verlockenden Reiseziele kommt das schlechte Gewissen. Fliegen ist doch falsch, oder? Erderwärmung, Co2, das weiß inzwischen jeder. Bleibt jetzt nur noch die Radtour durch die heimischen Weinberge?

Eine schnelle Recherche im Internet lässt einen tatsächlich zu diesem Schluss kommen. Viele Seiten, die sich mit dem Thema des verträglichen Reisens beschäftigen, empfehlen den „Urlaub zu Hause“. Ganz unberechtigt ist das nicht. Denn natürlich ist es ökologisch bedenklicher, einen dreitägigen Kurzurlaub in New York City zu machen, als die heimische Natur wandernd zu erkunden. Und eine Woche in einer Bettenburg in der Dominikanischen Republik hat natürlich eine schlechtere Ökobilanz, als eine Woche im Ferienhaus auf Sylt.

Die Auswirkungen des Reisens lassen sich nicht allein in CO2-Emissionen messen

Eine pauschale Empfehlung zum „Urlaub um die Ecke“ ist dennoch sehr unüberlegt. Richtig ist, dass das Flugzeug den größten CO2-Ausstoß unter den gängigen Vermitteln verursacht. Fliegen ist ökologisch bedenklich. Die Auswirkungen des Reisens lassen sich aber nicht allein in CO2-Emissionen messen. Reisen bedeutet auch kulturellen Austausch, Inspiration, Lernen, Erleben und nicht zuletzt: Konsumieren.

Entwicklungs- und Schwellenländer nicht mehr zu besuchen, wäre eine wirtschaftliche Katastrophe

Es gibt viele Länder, die in einer vertretbaren, dem normalen Arbeitnehmer zumutbaren Zeit nur per Flug zu erreichen sind. Dazu zählen beliebte Reiseziele wie der südostasiatische Raum, Südamerika und Afrika. Industriestaaten wie Frankreich, Italien und England sind auch anders zu erreichen. Doch gerade Entwicklungs- und Schwellenländer profitieren vom Tourismus. Sie sind auf diesen Wirtschaftszweig angewiesen. Werden in den Industrienationen „nur“ zwischen 2% und 10% des Bruttoinlandsproduktes durch die Tourismusbranche generiert, sind es in vielen Entwicklungsländern 25-40%. Diese Länder nicht mehr zu besuchen, wäre eine wirtschaftliche Katastrophe. Der Tourismus sorgt für Arbeitsplätze, nicht nur in Entwicklungsländern. Pro 1 Mio. US-Dollar, die weltweit im Tourismus umgesetzt werden, entstehen 50 Arbeitsplätze. Außer im Bildungssektor sind nirgends mehr Menschen direkt beschäftigt, als im Tourismus. Es sind sechsmal so viele Menschen im Tourismus tätig, wie in der Automobilbranche und ein Drittel mehr als in der Finanzwirtschaft. Einen Zusammenbruch dieses Wirtschaftszweiges kann kein Weltverbesserer wollen.

In finanzschwachen Ländern ermöglichen Besucher die Finanzierung von Nationalparks und einer modernen Infrastruktur. Reisen kann sich positiv auf angrenzende Industriezweige wie Landwirtschaft, Transportwesen und die Baubranche auswirken. Wenn man ein wenig mithilft jedenfalls.

Wichtig ist, dass das Reiseland maßgeblich von den Besuchern profitiert

Inzwischen haben das viele Reiselustige erkannt und achten bei ihren Urlauben darauf, Angebote dem Bereich des nachhaltigen Tourismus zu buchen. Aber was ist das eigentlich genau?

Wie so oft gibt es hier verschiedene Definitionen, die sich jedoch in den Kernpunkten gleichen. Wichtig ist, dass das Reiseland maßgeblich von den Besuchern profitiert. Dazu gehört, dass Lebensmittel aus der Region bezogen werden, die Freizeitangebote die Kultur und Religion der Einheimischen respektieren, dass Regelungen für den Besuch von besonderen Naturräumen vereinbart werden und dass Einheimische einer Beschäftigung mit vertretbarem Gehalt nachgehen können. Auch sollten die Besucher viel über Kultur, Natur und Geschichte des Landes lernen und in Austausch mit der Bevölkerung kommen.

Viele klassischen Angebote, die den Besuch wichtiger, schöner und besonderer Orte eines Landes vorsehen, sowie Erholung am Strand und die Teilnahme an Kulturveranstaltungen, sind inzwischen in der verträglichen Variante buchbar. Die Veranstalter kaufen ihre Dienstleistungen nicht mehr möglichst billig, sondern möglichst gerecht ein. Das kostet den Verbraucher zwar etwas mehr, aber glücklicherweise sind viele Menschen mittlerweile so gut informiert, dass sie bei der Wahl des Urlaubs nicht nur auf Preise schauen. Dafür erhalten sie dann ein Angebot, das sie guten Gewissens genießen können und das qualitativ überzeugt.

Ecotraining – mehr als eine Auszeit

Noch weiter gehen Reiseveranstalter bei einem neuen Trend des verträglichen Tourismus: Sogenannte „Ecotrainings“  sind immer mehr im kommen. Bei dieser Art Urlaub geht es den Reisenden nicht mehr nur um Abwechslung, Erholung und neue Eindrücke. Sie wollen persönlich weiterkommen, etwas lernen, sich mit dem Reiseziel tief verbinden. Die Ecotrainings sind kleine oder größere Ausbildungen zu verschiedenen Themen. Ob Vogelbeobachtung, Wildtierfotografie, Spurenlesen oder eine Fortbildung zum Wildnisführer: In Phasen von mindestens zwei Wochen bis hin zu Angeboten, die ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr dauern, wird der Urlaub genutzt, um sich selbst in ein neues Thema einzuarbeiten. Für manche Reisenden wird daraus weit mehr als eine Auszeit. Die Begeisterung, die durch die wirkliche Kenntnis des Landes und seiner Natur und Kultur entstehen kann, ist so groß, dass nach dem Besuch des Trainings einige ein neues Berufsfeld für sich entdeckt haben und als Reiseleiter selbst Touren in die entsprechende Region anbieten.

Diese Angebote erfüllen gleich zahlreiche Bedingungen für verträgliche Reisen: Bei einer Ausbildung zum Wildnisführer beispielsweise werden Einheimische gebraucht, die ihre traditionellen Wildnistechniken weitergeben können. Sie erhalten in der lehrenden Funktion gute Löhne und können gleichzeitig ihr Brauchtum auf eine natürliche Weise am Leben erhalten, die sich deutlich von den bekannten Vorführungen für Touristen unterscheidet.

Die Besucher bekommen durch den sehr persönlichen Kontakt eine direkte Verbindung zur Tradition des Landes, die weit über „angucken“ hinausgeht. Sie verstehen, warum bestimmte Bräuche existieren und dass es wichtig ist, Räume frei zu lassen, in denen Traditionen weiter gelebt werden können, ohne Zäune, Hotelanlagen und Souvenirstände. Sie begreifen die Zusammenhänge des besonderen Lebensraumes, in dem sie sich befinden.

Außerdem sind die Teilnehmer hinterher in der Lage, zu Hause als Botschafter dieser Kultur im eigenen Bekanntenkreis Wissen weiter zu geben.

Reisen ist toll!

Wir können also aufatmen: Reisen ist toll! Wie aber erkenne ich als Laie, welches Angebot tatsächlich nachhaltig ist?

Ein entscheidender Faktor ist der Preis. Wenn eine Reise inklusive Flug, Unterkunft und Vollpension für 10 Tage nicht mehr kostet, als drei größere Familieneinkäufe im Bio-Supermarkt, dann kann da etwas nicht ganz sauber sein. Wo Flüge Co2-kompensiert werden, MitarbeiterInnen in der Gastronomie und Raumpflege vernünftige Löhne erhalten und nachhaltig produzierte Lebensmittel zum guten Ton gehören, ist der Preis meist vierstellig. Billig ist nicht gut. Wirklich nicht. Geht gar nicht.

Andersherum ist leider nicht alles nachhaltig, nur weil es teuer ist. Um Abzocke von Qualität unterscheiden zu können, gibt es mittlerweile aufwändige Zertifizierungsverfahren. Bekannt ist beispielsweise das CSR-Zertifikat. Es wird Reiseunternehmen ausgestellt, die nachweisen können, dass sie eine nachhaltige Unternehmensstruktur haben und Reisen anbieten, von denen das Reiseland maßgeblich profitiert.

Wie sieht es also aus, das perfekte Reiseangebot? Hier ein paar Tipps:
  • Wenn sich das Reiseland nur per Flugzeug erreichen lässt, sollte die Reisedauer die Emissionen rechtfertigen. Fernreisen unter 14 Tagen sind zu vermeiden. Machen Sie nur hin und wieder einen langen Urlaub in der Ferne und steigen sie für Kurzurlaube tatsächlich auf das Fahrrad in den Weinbergen um.
  • Kompensieren Sie den Flug. Bei Atmosfair (www.atmosfair.de) können Sie berechnen, wieviel CO2 ihr Flug verursacht. Durch einen freiwilligen Aufpreis unterstützen Sie klimaschonende Projekte und können den negativen Einfluss des Fluges etwas abfangen.
  • Es ist ok, wenn Sie nur am Strand liegen wollen. Überlegen Sie aber bitte, welches der nahegelegenste Strand ist. Nur für ein bisschen Sand muss man wirklich nicht um die halbe Welt fliegen.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Menschen im Reiseland von Ihrem Besuch profitieren, indem Sie in lokalen Geschäften einkaufen, Cafés besuchen und zu Kulturveranstaltungen gehen.
  • Bringen Sie Interesse für das Land mit und nicht nur den Wunsch nach schönem Wetter und Strand. Wenn Sie viel über Land und Leute lernen, können Sie dazu beitragen, dass zu Hause mehr Verständnis für diese Kultur entwickelt wird.
  • Fragen sie bei der Reisbuchung nach Zertifikaten. Hotels können ebenso wie Reisebüros und Tourenanbieter ihre Produkte zertifizieren lassen. Das fängt beim Fisch in der Hotelküche an, der mehr oder weniger nachhaltig gefangen werden kann und geht über faire Arbeitsbedingungen weiter bis zur Programmgestaltung, die möglichst respekt – und rücksichtsvoll mit der Kultur und den Ressourcen des Landes umgehen sollte. Ein guter Reiseveranstalter weiß, aus welchem Garn seine Produkte gestrickt sind und kann Sie aufklären.

Autorin: Lilith Chromow, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsreferentin bei Aventerra e. V.

Quellen: www.aventerra.de, www.wikipedia.de, www.giz.d