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Antibakterielle, natürliche Mittel aus dem Garten

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Die Natur hält viele antibakterielle Heilmittel bereit, die eine gute Alternative zu den chemischen Medikamenten aus der Apotheke sind. Viele dieser Heilmittel können im Garten angebaut werden.

Antibakterielle, natürliche Mittel aus dem Garten
Pixabay.com / stevepb / https://pixabay.com/de/photos/zwiebel-scheibe-messer-lebensmittel-647525/

Bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit müssen synthetische Medikamente aus der Apotheke nicht immer die erste Wahl sein. Viele Heilmittel aus der Natur wirken genauso intensiv, sind aber für den Körper deutlich sanfter. Heilpflanzen und Heilkräuter können ähnlich wirken wie Schmerzmittel und tragen damit erheblich zum individuellen Wohlbefinden bei. Weiterhin haben sie entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. Aufgrund ihrer Wirkweise und Zusammensetzung kommen die Heilpflanzen für unterschiedliche Beschwerden infrage.

Zwiebel ist ein unterschätztes Heilmittel

Sie darf in keiner Küche fehlen und verleiht so manch einem Gericht die nötige Würze. Darüber hinaus ist die Zwiebel aber auch ein ausgesprochen beliebtes Heilmittel. Sowohl bei Hals- und Ohrenschmerzen als auch bei Insektenstichen verspricht die Zwiebel wertvolle Hilfe und kann die Schmerzen effektiv lindern. Zudem haben die enthaltenen Säfte eine entzündungshemmende und keimabtötende Wirkung. Die Zwiebel ist antibakteriell und wird seit Jahrhunderten als Erkältungsmittel eingesetzt. So kann aus einer Zwiebel und ein wenig Zucker ein süßer Hustensaft hergestellt werden, der bei starkem Reizhusten für eine schnelle Linderung sorgt.

Als Alternative zum Zucker kann auf Honig zurückgegriffen werden. Die Wirkung ist die Gleiche. Auch die Behandlung von Ohrenschmerzen mit einer Zwiebel gestaltet sich sehr einfach. So wird die Zwiebel hierfür zunächst klein geschnitten und in ein Tuch gewickelt.

Hibiskusblüten besitzen blutsenkende und antibakterielle Eigenschaften

Sehr beliebt sind heute auch Hibiskusblüten, die als Heilmittel immer häufiger zur Hand genommen werden. Die Blüten der Hibiskuspflanze sind in jedem Garten ein echter Blickfang. Sie können, wenn sie richtig verarbeitet werden, als Heilmittel Anwendung finden und bieten sich beispielsweise für die Zubereitung eines Tees an. Hibiskusblüten sind in erster Linie für ihre krampflösenden und harntreibenden Eigenschaften bekannt, weshalb sie beispielsweise bei Nieren- und Blasenbeschwerden eine Hilfe sein können. Sie haben aber auch blutdrucksenkende Wirkweisen. Weiterhin sind sie antibakteriell und können auf einen hohen Vitamingehalt verweisen.

Hibiskusblüten lassen sich nach der Ernte vielseitig verarbeiten. Neben dem beliebten Tee, für den sie gern mit Hagebutten gemischt werden, bieten sie sich für Cocktails an. Auch ein angenehm fruchtiger Sekt lässt sich aus den Blüten herstellen. Sollen die Hibiskusblüten vorwiegend als Heilmittel genutzt werden, empfiehlt sich die Verwendung in Umschlägen. Da sie ein reines Naturprodukt sind, sind sie frei von Nebenwirkungen.

Pfefferminze begeistert mit ihrem angenehmen Duft

Ein weiteres Heilmittel, das im heimischen Garten hervorragend wachsen kann, ist die Pfefferminze. Aus den Blättern der Pfefferminze lässt sich ein Öl herstellen, das sich hervorragend als natürliches Schlafmittel anwenden lässt. Das Öl enthält vorwiegend Menthol, was sich deutlich an dem Geruch erkennen lässt. Durch das Menthol hat das Pfefferminzöl eine leicht betäubende Wirkung, die lokal entsteht. Weiterhin beeinflusst es die Bildung von Serotonin. Serotonin ist ein Botenstoff, der an der Kopfschmerzentstehung beteiligt ist. Das Pfefferminzöl hat in Studien eine ähnlich intensive Wirkung an den Tag legen können wie Paracetamol. Vor dem Auftragen sollte es mit anderem Öl verdünnt werden.

 

Erntefrisches für den Winter konservieren

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Wenn im Spätsommer und Herbst die Erntezeit die Gartenarbeit prägt, bietet es sich an, Obst und Gemüse durch Einmachen zu konservieren. So kann auch im Winter frisches Essen aus dem Garten verzehrt werden.

Erntefrisches für den Winter konservieren
Pixabay.com / Catkin / https://pixabay.com/de/photos/ernte-herbst-frucht-früchte-482617/

Noch vor wenigen Jahrzehnten war es fester Bestandteil der Ernte, proteinreiches Obst und Gemüse aus dem Garten einzuwecken, um es für den Winter haltbar zu machen. Erst in den letzten Jahren verlor sich das Einmachen ein wenig aus den Augen, erlebt aber mittlerweile eine echte Renaissance. Der Vorteil des eigenständigen Einweckens liegt auf der Hand: Zuckergehalt und andere Zutaten können individuell bestimmt werden. Außerdem spart das Einwecken Transportwege und ist nachhaltig. Unter Berücksichtigung einiger Tipps und Ratschläge ist es auch nicht schwer, das selbst geerntete Obst und Gemüse auf diesem Weg haltbar zu machen.

Obst und Gemüse müssen einwandfrei sein

Grundsätzlich lassen sich alle Obst- und Gemüsesorten durch Einwecken haltbar machen. So können Äpfel und Birnen ebenso eingeweckt werden wie beispielsweise Kirschen und Beeren. Wichtig ist immer zu prüfen, ob das Obst wirklich einwandfrei ist. Es sollte keine Schadstellen aufweisen. Weiterhin muss der Sud, der für das Einwecken verwendet wird, immer das komplette Obst bedecken. Ist das nicht der Fall, leidet die Haltbarkeit darunter und es besteht die Gefahr, dass die Früchte schimmeln.

Die Gläser, die zum Einwecken verwendet werden, werden vorher gründlich gereinigt. Um Keimen und Bakterien keine Chance zu geben, werden sie am besten 10 Minuten in heißem Wasser ausgekocht. Dadurch werden mögliche Keime beseitigt. Anschließend können Obst und Sud auch direkt eingefüllt werden. Beim Einwecken muss berücksichtigt werden, dass der Glasrand sauber ist. Hier dürfen keine Reste zurückbleiben, da die Deckel sonst nicht richtig schließen und die Haltbarkeit darunter leidet. Um auf Nummer sicher zu gehen, werden die Gläser nach dem Schließen des Deckels gestürzt, also auf den Kopf gedreht. Das Eingekochte kann damit auch die letzten Keime erfolgreich abtöten.

Haltbarkeit wird oft unterschätzt

Einmal eingeweckt, sind Obst und Gemüse sehr lange haltbar. Wenn kein Fehler passiert, können Marmelade und Kompott auch nach einem Jahr noch verzehrt werden. Wichtig ist aber immer, dass Beides geprüft wird, bevor der Verzehr erfolgt. Bei der Lagerung gilt es darauf zu achten, dass Kompott und Marmelade kühl stehen. Ideal ist zudem ein dunkler Raum. Trotz aller Vorsicht kann beim Einwecken natürlich immer etwas schiefgehen.

Grundsätzlich sollte Kompott, dessen Deckel nicht mehr richtig verschlossen ist, auch nicht verzehrt werden. Auch wenn der Inhalt der Gläser eine unnatürliche Färbung angenommen hat oder sich der Geruch als penetrant erweist, muss von einem Verzehr abgeraten werden. Das Einwecken hat eine lange Tradition, erklärt Sven Schröder von STERNEFOOD: “Die Anfänge reichen bis in die Zeit Napoleons zurück. Napoleon war während der Kriegszüge auf der Suche nach einer Möglichkeit, seine Soldaten auch unterwegs möglichst gut und vollwertig zu ernähren. Hierfür schrieb er schließlich einen Wettbewerb aus, an dem sich Nicolas Appert, ein angesehener Konditor beteiligte. Er war der Erste, der Lebensmittel haltbar machte, indem er sie stark erhitzte.”

Tipps gegen Stress: 4 starke Helfer aus der Pflanzenwelt für mehr Gelassenheit

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Zeit ist in der modernen Gesellschaft ein knappes Gut. Obwohl der Tag stets 24 Stunden hat, scheint er vielen Menschen nie lang genug zu sein. Stattdessen ist der Alltag geprägt von Hektik, Stress und Unzufriedenheit. Es mangelt an Pausen zum Erholen und Innehalten. Folgende Vertreter aus der Pflanzenwelt können beim Entspannen helfen.

Lavendel

1. Lavendel – mehr als ein wohltuender Duft

Dass die dekorativ anmutenden Lavendelblüten in der Aromatherapie eine zentrale Rolle spielen, kommt nicht von ungefähr. Die im ätherischen Öl der Mittelmeerpflanze enthaltenen Substanzen nehmen positiven Einfluss auf Psyche und Schlaf. Besonders erwähnenswert sind die folgenden Inhaltsstoffe:

  • Linalool
  • Linalylacetat
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe

Lavendel kann mit seiner beruhigenden Wirkung Schlafstörungen lindern und Entspannung fördern. Die natürliche Pflanzenkraft lässt sich unter anderem in Form von Ölen, Sprays und Tabletten nutzen. Wer den im Mittelmeerraum beheimateten Halbstrauch im Garten hat, kann mit getrockneten Lavendelblüten Lavendelsäckchen herstellen und diese einfach im Schlafzimmer beziehungsweise überall dort platzieren, wo eine entspannende Atmosphäre gewünscht ist. Vorsicht geboten, ist bei einigen körperlichen Beschwerden. Bei der Apotheken Umschau (Beitrag unter https://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/lavendel) heißt es beispielsweise: „Wer Krampfadern hat, einen fiebrigen Infekt durchmacht oder an Herz-Kreislauf-Krankheiten leidet, sollte ein Vollbad mit ätherischen Ölen nur nach Absprache mit dem Arzt anwenden.“ Weitere spannende Informationen zur Heilpflanze Lavendel liefert der NDR Ratgeber:

2. Cannabidiol (CBD) – entspannt Körper und Geist

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Wirkstoff der Cannabispflanze, des weiblichen Hanfs. Hinsichtlich der medizinischen Wirkungsweise ist CBD nicht nur ein Entzündungshemmer und praktischer Helfer gegen Übelkeit. Die natürliche Substanz wirkt außerdem angstlösend, entkrampfend und kann zur Linderung von Stress beitragen. Anders als Tetrahydrocannabinol (THC), hat CBD keine berauschende Wirkung. Die Darreichungsformen reichen von getrockneten Blüten über Tropfen bis hin zu Pollen. Im Vergleich zu Ölen, Liquids, Kapseln oder sonstigen CBD-Produkten ist das Risiko einer chemischen Verunreinigung bei Blüten gering, weil sie keine Verarbeitung erfordern. Stattdessen lassen sie sich in ihrer natürlichen Form direkt verwenden.

Lediglich die sorgfältige Trocknung ist für die Haltbarkeit ein Muss. Um sich die Wirkung des enthaltenen Cannabidiol zunutze zu machen, werden die Blüten beispielsweise als Tee, Gewürz oder mit Hilfe sogenannter Vaporizer konsumiert. Bei Letzterem handelt es sich um spezielle Geräte zum Verdampfen von Wirkstoffen, um diese wiederum über die Atemwege aufzunehmen. Hinsichtlich der Legalität ist der THC-Gehalt entscheidend. „Die verwendete Hanfpflanzensorte sollte im Idealfall immer Industriehanf sein, denn dieser hat einen äußerst geringen THC-Gehalt. Er wird somit auch von den deutschen Behörden als legal eingestuft“, so der Hinweis einer Ratgeberseite zum Thema Nahrungsergänzungsmittel, die in einem Beitrag CBD Blüten thematisiert (Quelle: https://www.supplements.de/cbd-blueten-kaufen-deutschland/). Um Probleme mit Behörden vorzubeugen, muss der THC-Gehalt unter 0,2 Prozent liegen. Der Kauf sollte bei seriösen Händlern erfolgen, die nicht nur die Legalität der Naturprodukte gewährleisten, sondern auch den Verzicht auf Pestizide oder chemische Düngemittel.

Weitere informative Beiträge über CBD finden Sie in dieser Übersicht.

 

Flowers

3. Zitronenmelisse – gut bei nervösen Zuständen

Stress geht oft mit einer nervösen Stimmung einher. Innere Unruhe plagt den Körper und sorgt für ständige Gereiztheit. Zitronenmelisse ist dahingehend ein zuverlässiger Unterstützer. Die Wirkstoffe beruhigen nachweislich und können unter anderem nervös bedingte Störungen beim Einschlafen eindämmen. Der erfrischende Duft nach Zitrone lässt sich durch den Anbau der Pflanze auf Balkon, Terrasse oder direkt im Garten unkompliziert einsetzen. „Pharmazeutische relevanter Pflanzenteil sind die Blätter. Sie haben vor der Blütezeit die höchsten Wirkstoffkonzentrationen“, lautet die Erklärung im Pflanzenportrait der Deutschen Apotheker Zeitung (Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/melisse-mehr-als-nur-einschlafhilfe). Die Blätter können als Tee kinderleicht zubereitet und genossen werden.

Melisse

4. Baldrian – effektiv, aber sorgsam einzusetzen

In Kombination mit Melisse kommt gern Baldrian zum Einsatz. Das seit Jahrhunderten bekannte Heilkraut mit ihren rosafarbenen Blüten ist für seine positive Wirkung bei Schlafstörungen, Unruhe und Nervosität bekannt. Die entsprechenden Wirkstoffe stecken in der Wurzel. Die ätherischen Öle interagieren mit Nervenzellen, genau genommen mit dem Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA) und beruhigen sanft. Wie das Nachhaltigkeitsportal Utopia online (https://utopia.de/ratgeber/baldrian-wirkung) erklärt, entfaltet Baldrian seine Wirkung aber nicht sofort, sondern erfordert eine regelmäßige Einnahme. Letztere gelingt mit Tabletten, Saft, Badezusätzen, Tropfen und Tee. Von einer dauerhaften Einnahme über sechs Wochen ohne ärztliche Beratung ist allerdings abzuraten, da Baldrian Nebenwirkungen wie Schwindel, Juckreiz und Kopfschmerzen verursachen kann.

Fotos 1 bis 3 pixabay.com (Hans / SeaweedJeezus / MAKY_OREL)