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Eine Brise Meerluft gefällig?

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Wände aus reinem Bergsalz

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Wohnzimmer, schließen die Augen und haben das Gefühl Strandluft in die Nase geweht zu bekommen. Sie riechen das Salz in der Luft und fühlen die befreiende Wirkung bei jedem Atemzug. Klingt nach viel Phantasie könnte aber tatsächlich möglich sein.

Die meisten von Ihnen kennen sicher Salzlampen, kleine Tischlampen, die äußerlich einen felsstückähnlichen Salzbrocken aufzeigen und von innen her beleuchtet sind.  Eben dieses Salz gibt es nun auch als Wandplatten zum Verkleiden von Innenwänden.  Visuell nahe einem rötlichen Marmorgestein mit seiner typischen Maserung und dem feinen Glitzern von Salzkristallen und dem großen Vorteil, dass eine Wand aus diesen Bergsalzelementen bei weitem nicht so teuer ist, wie echter roter Marmor und all die Vorteile von Salz mit sich bringt, wie wir sie großteils schon kennen. So bindet Salz mitunter Gerüche, wirkt antibakteriell und reinigt somit auch die Raumluft. Manche von Ihnen werden wohl die diversen Angebote von Salztherapien kennen, eine schon in der Antike genutzte Methode, die das Salz als Heilmittel einsetzt. So wird oftmals beschrieben, dass Salz die Heilung von Atemwegserkrankungen, Entzündungen des Halses, der Nasennebenhöhlen oder auch Stirnhöhlen, Neurodermitis, Kopfschmerzen, rheumatische Erkrankungen, Pilzerkrankungen oder allgemein Schwächungen des Immunsystems und einiges Weitere unterstützt, zumindest jedoch lindernd wirkt. Viele gesundheitliche Vorteile, von denen einige wohl auch mit Hilfe solcher Salzplattenwände in den eigenen Wohnraum geholt werden könnten. Für Freunde des Feng-Shui sei hierzu editierend erwähnt, dass Salz gerne bei der sogenannten energetischen Raumreinigung eingesetzt wird.

Für Bergsalz gibt es einige Bezeichnungen, die zumeist aber auch recht fragwürdig sind. So wird gerne mal mit der Handelsbezeichnung Himalayasalz geworben, was rein von der Bezeichnung jedoch recht irreführend ist, denn das Salz stammt keinesfalls aus dem Himalayagebirge sondern tatsächlich aus Pakistan oder sogar Polen. Es mag viele schöne Dinge im Himalayagebirge geben, vor allem viele Berge, aber Salz wurde bis dato noch keines gefunden. Es handelt sich hier rein wissenschaftlich betrachtet auch nicht um ein besonderes Salz, sondern schlicht und einfach um ein Bergsalz (Steinsalz), das von der stofflichen Zusammensetzung ebenso in Frankreich, Deutschland und anderen Ländern dieser Welt vorkommt. Berg- oder genauer Steinsalz besteht grob beschrieben aus ca. 97 % Natriumchlorid und weiteren Mineralien, wie beispielsweise Anhydrit. Die charakteristische rötliche bis orangene Färbung entsteht durch das in sehr geringen Mengen beinhaltete Eisenoxid bzw. deren Eisenionen. Der Ursprung des Steinsalzes ist in vor vielen Millionen Jahren gewesenen Ozeanen zu finden. Damit liegt auch der Vorteil des Pendants aus den heutigen Meeren auf der Hand. Während das heute aus Meeren gewonnene (Meer-)Salz durch die unterschiedlichen Umweltverschmutzungen oftmals mit Schadstoffen verunreinigt ist, ist das Steinsalz durch dessen Ursprung und die langen Zeit in der es in der Tiefe magazinierte, relativ „sauber“.

Aber zurück zur Salzwand, deren Salz übrigens aus den pakistanischen Steinsalzbergen stammt. Es wurde zwar Versuche mit europäischem Bergsalz durchgeführt, allerdings weist dieses nach Angaben des Herstellers nicht die für Wandbausteine nötige Festigkeit auf. Die Salzwand selbst wird kleberfrei aufgestellt. Dies ist äußerst vorteilhaft, denn somit bleiben gerade für sehr sensible Menschen Stoffe außen vor, die etwaige allergischen Reaktionen auslösen könnten. Es handelt sich um eine selbsttragende Wand, deren Aufstellung mit Hilfe eines Holzrahmens, den Platten aus Bergsalzen und kleinen Plexiglasverbindungsstücken vollzogen wird. Die Bergsalzplatten bzw. –steine  können in unterschiedlichen Formaten bezogen werden, wobei die Elementstärken in 2 und 5 cm beziehbar sind.  Auch wenn ich anfangs mit rotem Marmor verglichen habe, kann man die Salzplatten selbst neben einem roten auch in einem weißen oder orangen Grundton erhalten. Um eine noch wärmere Stimmung erzeugen zu können, besteht auch die Option, die aufgebaute Wand, ähnlich der Salzlampe, mit LED-Lichtern zu beleuchten.  Der Hersteller bietet hierzu nicht nur das Material, er bietet auch den Aufbau der Wand mit oder ohne Beleuchtung an und das auch speziell auf das von Ihnen gewünschte Maß.

Neben dem häuslichen Wohnraum werden die Salzbauwände mittlerweile auch in Wellnessbereichen wie Saunen, Infrarotkabinen, diversen Therapieräumen aber auch in Geschäftsräumen und in der Lebensmittelproduktion, hier vor allem in Metzgereibetrieben, eingesetzt. Sie werden sich nun vielleicht über die Erwähnung des Metzgereibetriebes wundern. Gerade hier erfüllt die Salzwand ganz spezielle Aufgaben, denn neben der Bindung von Gerüchen, die wir hier häufig und zahlreich haben, kann und wird der Baustoff für Räume genutzt, in denen zum Beispiel Rindfleisch trocknet. Durch die antibakterielle und vor allem auch den hygroskopischen Effekt des Salzes, wirkt ein mit Salzplatten ausgestatteter Raum wie eine Trockenkammer. Ohne Impfungen und in nahezu geruchsfreier Umgebung kann das Fleisch in einem solchen Raum ausgezeichnet trocknen, wobei bei Rindfleisch mitunter das sogenannte Dry Aged Beef entsteht.

Um Sie nun nicht mit dem Gedanken an getrocknetes Fleisch zu verabschieden, sei erwähnt, dass die Salzwand mit dem „Wellness Innovation Award 2012“ ausgezeichnet wurde und zwar in der Kategorie „Wellness Zu Hause“. Für weitere Fragen rund um das Thema Salzwände aber selbstverständlich auch andere Baustoffe und deren fachgerechte Anwendung steht Ihnen das Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung gerne bundesweit und natürlich auch vor Ort zur Verfügung (Tel.: 08293 – 96 56 48).

Autor: Ing. Gerhard Holzmann, Sachverständigenbüro Holzmann – Bauberatung/Augsburg

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Gräser aus den Meeren als umweltfreundlicher Dämmstoff

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So manch einer wird sich in letzter Zeit schon abwenden, wenn er einen Bericht zur Gebäudedämmung sah, denn so gut wie alle kommerziellen Buntblattillustrierten schrieben über Wärmedämm-Verbundsysteme (kurz: WDVS). Manche seriös, manche weniger seriös, die meisten jedoch zählten nicht Alternativen zur energiesparenden Gebäudedämmung auf, sondern kritisierten, wiesen auf mögliche Brandrisiken, Schadstoffe oder gar die später in manchen Fällen als kritisch zu bewertenden Entsorgungsmöglichkeiten hin. Viele denken mittlerweile im Zusammenhang mit der Wärmedämmung eines Hauses nur noch an etwaige Kunstschaumplatten, wie zum Beispiel solche aus Polystyrol (Markenbezeichnung: Styropor). Klar, ungefähr 70 % der Fassadendämmungen werden mit diesem Stoff ausgeführt und fast jedes Boulevardmagazin sowie einige Tageszeitung berichteten über Dämmmaßnahmen mit einem solchen Produkt. Ein Produkt, das nicht ohne Grund in die Missgunst der Bauwilligen und sogar von manch Fachkollegen geraten ist, denn die Nachteile sind im Gros zahlreicher als die Vorteile. Aber ich will nun nicht wieder all die Eigenschaften eines solchen Produktes aufzählen, denn als neutraler Bausachverständiger, der bundesweit und oft auch über die Grenzen Deutschlands hinaus in Sachen Bauschäden und Baumängel unterwegs ist und sich über Jahre hinweg auch auf natürliche Baustoffe spezialisiert hat, will ich natürlich auf Alternativen hinweisen. Alternativen, die nachhaltig sind und das nicht nur auf dem Papier. Alternativen, die möglichst keinerlei Abdruck in der Umwelt hinterlassen, weder in der Gewinnung, der Produktion, dem Einsatz auf der Baustelle noch bei der später kommenden Entsorgung. Vor allem aber auch Alternativen, die auch für Mensch und Tier keinerlei Risiken darstellen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, denn solche Produkte sind nicht all zu zahlreich.

Ein hervorragendes Beispiel ist die Wiederbelebung der Nutzung von Seegräsern als Rohstoff für unterschiedliche Produkte, hier vor allem für die Gebäudedämmung. Das Prinzip der Rohstoffnutzung ist bei beiden bis dato genutzten Seegrasarten sehr identisch und könnte mit nur einem Satz erklärt werden: „Das an die Küsten gespülte Seegras wird aufgesammelt, gereinigt, aufgefasert oder geschnitten, getrocknet und schon ist es als Baustoff nutzbar.“ Bleibt bei den Dämmmaßnahmen etwas übrig, düngt man sein Gemüsebeet damit. Die schwarze Tonne oder die Sondermülldeponie bleiben ungenutzt. Die chemische Industrie hat nicht den geringsten Zusatz geleistet. So einfach und auch natürlich kann Dämmstoff sein. Soweit die Theorie! Die Praxis ist zwar ein wenig umfangreicher, schon aus dem Grund, da es Technik und Manpower benötigt und natürlich auch ein wenig Logistik. Aber auch dies hat seine Vorteile, vor allem wenn man sieht, dass hierbei mehr als nur ein Laborarbeitsplatz geschaffen wird.

Aber beginnen wir von vorne und hierbei erst einmal bei den genutzten Seegräsern, als da wären:

Das Neptungras, botanisch korrekt als Posidonia oceanica betitelt. Diese Seegrasart wächst ausschließlich an den küstennahen Bereichen des Mittelmeers und Australiens. Das Neptungras wird in Form von kleinen oder auch größeren Kügelchen an die Küsten gespült. Die Formgebung erhält dieses Seegras von den Meeresbewegungen. Die abgestorbenen Pflanzenteile werden am Meeresboden so lange hin und her bewegt bis alle verrottbaren Teile der Laubblätter abgerieben sind und nur noch die stabilen Rippen der Blätter übrig bleiben. Diese Blattrippen wiederum werden über die vorgenannte Bewegung des Meerwassers zu Bällchen gerollt. An anderer Stelle habe ich diesen Vorgang mit dem Formen von Semmelknödeln zwischen den Händen beschrieben. Ich denke das erklärt die Sache einfacher. Die nun am Meeresboden geformten Bällchen, man nannte sie in früheren Zeiten auch Gamsballen, werden aber nicht nur von den Bewegungen des Meeres geformt, sie werden dadurch, vor allem bei stürmischem Wetter, auch an die Strände getragen, von wo sie dann aufgesammelt werden. Der Universitätsprofessor und Architekt Richard Meier aus Karlsruhe hat die Eigenschaften dieses im Grunde fast schon fertig aufbereiteten Faserstoffes erkannt und nutzt diesen zur Herstellung eines losen Dämmstoffes. Er lässt die Bällchen an mehreren Orten rund ums Mittelmeer aufsammeln, womit er unter anderem an so manch Ort Arbeitsplätze schafft, wo es ansonsten eher kaum Beschäftigung für die Anwohner gibt. Dann transportiert er sie nach Karlsruhe und geht dort die weiteren Schritte der Aufbereitung an. Klingt nach viel, ist es aber nicht, denn die Bällchen werden im Grunde nur auseinander „gezupft“, von Sand und anderen Verunreinigungen gesäubert und sind dann ohne etwaige Zusätze als naturreiner Dämmstoff nutzbar. Bis dato gibt es diesen Dämmstoff als bauaufsichtlich zugelassenen Schütt- und auch Einblasdämmstoff, allerdings laufen bereits die ersten Versuche für einen Plattendämmstoff. Es kann nach heutigem Stand durchaus davon ausgegangen werden, dass es auch bald einen solchen auf dem Markt gibt.

Die zweite Seegrasart, die aktuell als loser Dämmstoff zu haben ist, ist das „Gemeine Seegras“ mit der botanischen Bezeichnung Zostera marina. Dieses Seegras wächst an vielen küstennahen Bereichen auf unserer Welt, u.a. an der Ostsee, von wo aus ein Händler im Schleswig-Holsteinschen Westerau auch seinen Seegrasdämmstoff bezieht.  Im Grunde geschieht hier ähnliches wie beim Posidonia, nur dass das Zostera nicht in Bällchen an die Küsten gespült wird, sondern die abgestorbenen Blätter nahezu im Ganzen an die Strände gelangen. Auch hier wird dann das angespülte Strandgut aufgesammelt, gereinigt, geschnitten und getrocknet, bevor es bautechnisch genutzt wird. Da das ans Ufer gespülte Seegras aufgrund der vielen Verunreinigungen im Meer bis dato in vielen Bundesländern als Sondermüll gilt, war und ist es teilweise ein erheblicher Aufwand die Strände zu reinigen. Mit Sondergenehmigungen gelangt zwar einiges von dem Naturgut auch als Dünger auf die Felder oder in Kompostieranlagen aber eben nur ein Teil. Die stoffliche Nutzung zu der das Naturprodukt gereinigt wird, bietet hierbei die Möglichkeit hohe Auslagen für die Strandreinigung und –pflege zu kompensieren. Diese Vorteile wurden ab 2003 auch ein paar Jahre lang über ein Forschungsprojekt verwirklicht, vermutlich aber aufgrund eines Investorenmangels später wieder eingestellt. Herr Jörn Hartje hat mit seinem Seegrashandel die Rohstoffnutzung mit dem Seegras aus der Ostsee aber just in diesem Jahr wiederbelebt. Er bezieht sein getrocknetes Seegras zwar noch von dänischen Küsten und es fehlt ihm auch noch die in Deutschland nötige allgemeine bauaufsichtliche Zulassung als Dämmstoff, aber sein Tatendrang lässt durchaus die Vermutung zu, dass auch diese Dinge bald positiviert sind. Für die Küstenregionen Deutschlands wäre eine Zusammenarbeit sicherlich eine Bereicherung.

Natürlich gibt es zu den Seegräsern noch viel mehr zu berichten und selbstverständlich sind auch bei der baulichen Nutzung einige Dinge zu beachten, hierzu jedoch fehlt an dieser Stelle nicht nur der Platz, Bauvorhaben sind auch immer als individuelle Leistungen zu betrachten, die explizit dem jeweiligen Projekt anzupassen sind. Von daher können Sie mich auch gerne für weitere Informationen telefonisch kontaktieren (08293 – 96 56 48). Viel wichtiger ist jedoch, dass man erkennt, dass man sich nicht über die Vor- oder Nachteile von synthetischen Produkten auslassen muss, wenn der Einsatz von natürlichen Alternativen dieses erst gar nicht erfordert. Hat man dann noch welche, die einem von Mutter Natur fast schon einbaufertig geliefert werden, ist eine Polemik wie wir sie in Bezug auf Kunstschäume die letzten Jahre hatten, völlig obsolet.

Autor:
Ing. Gerhard Holzmann, Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung/Augsburg

 

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Überflutung, Überschwemmung und andere Wasserschäden

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Überflutung, Überschwemmung und andere Wasserschäden – man hat nicht
nur den Schaden, sondern auch oft das Nachsehen!

Immer öfter kommt es vor, dass durch Starkregen, sintflutartige Gewitter oder
Rückstau aus dem Abwasserkanal irgendwo in Deutschland Keller, Garagen oder
Erdgeschosse überschwemmt werden.

Die Menschen sind meist froh, wenn durch die Pumpen der Feuerwehren oder
eigene Geräte das Wasser schnell wieder aus den betroffenen Räumen ausgepumpt
werden kann.

Aber erst danach gehen die wirklichen Probleme los: Man muss so schnell wie
möglich Trocknungsmaßnahmen einleiten, damit kein Schimmel wächst, man muss
Sanierungsfirmen beauftragen und sich ggf. mit den Versicherungen einigen, wer die
Kosten für die Behebung der Schäden und alle Folgen übernimmt.

Wenn es sich nur um Regenwasser handelte, dann hat man zunächst Glück, weil in
solchem Wasser keine Schadstoffe, Schmutz oder Keime enthalten sind. Wenn man
schnell genug fachkundige Hilfe holt, kann durchfeuchtetes Mauerwerk, Estrich und
anderes Baumaterial recht gut getrocknet werden und die Folgen sind überschaubar.
Häufig finden sich aber deutlich schlimmere Szenarien. Uwe Dippold, langjähriger
Baubiologe, Schimmelsachverständiger und Betreiber einer Beratungsstelle des
Baubiologen-Vereins Biolysa, erläutert: „In Gebäude eindringendes
Oberflächenwasser oder aus Kanalanlagen kann stark mit Schadstoffen aus der
Umwelt und/oder Fäkalkeimen aus dem Abwasser belastet sein. So etwas lässt sich
nicht einfach trocknen. Sogar der bloße Umgang damit kann schon der Gesundheit
schaden. Deshalb müssen oft besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden –
Schutzkleidung, Luftfilterung und Flächendesinfektionen sind keine Seltenheit.“
Schädliche Rückstände und Keime können auch innerhalb von Leichtbauwänden
und in anderen baulichen Hohlräumen zu finden sein. Unter schwimmenden
Estrichen ist oft die Trittschall- oder Wärmedämmschicht vollständig kontaminiert.
Dippold, der auch Vorsitzender von Biolysa ist, weiter: „Viele Menschen führen die
Sanierungsarbeiten in Eigenregie und meist mit nicht geeigneten Geräten und
Verfahren durch. Saniert wird in der Regel nur der sichtbare Schaden. Deshalb sind
die Ergebnisse oft nur unbefriedigend. Häufig resultieren daraus dauerhafte
Schimmelprobleme in den betroffenen Räumen, zumindest verbleibt eine starke
Geruchsbelästigung!“

Eine weitere Quelle für dauerhafte Schäden oder Gesundheitsgefahren seien
ungenügende Sanierung im Auftrag von Versicherungen. Hier stünde absichtlich
meist nur die Behebung der sichtbaren Schäden im Vordergrund, weil so Geld
gespart werden kann. Unter dem Estrich, in Rohrschächten, innerhalb von
Leichtbauwänden oder hinter Vorwandkonstruktionen versteckte bzw. unsichtbare
Oberflächenkontaminationen mit Bakterien und Viren würden völlig vernachlässigt.
Dippold: „Die Geschädigten freuen sich oft zunächst, dass die Versicherung
vermeintlich die Schäden so schnell beheben ließ und alles günstig reguliert wurde.
Nach kurzer Zeit gibt es aber häufig ständige Gesundheitsprobleme bei den
Bewohnern bzw. die oben erwähnten üblichen Folgen von nicht fachgerecht
sanierten Wasserschäden.“

Das Wichtigste bei Wasserschäden jeder Art sei immer die umfassende
Begutachtung der Ursachen, der gesamten Schäden sowie die Festlegung der
notwendigen Sanierungsmaßnahmen nach den Regeln der Technik unter
Einbeziehung des Gesundheitsschutzes der beteiligten Arbeiter, der Betroffenen und
unbeteiligter Dritter.

Nach jeder Art von Sanierung sollte zusätzlich immer nach dem Abschluss der
Maßnahmen eine Begutachtung mit einer förmlichen Freigabe der Baustelle durch
einen unabhängigen Sachverständigen gefordert werden. Anderenfalls habe man
weder als Versicherter noch als Auftraggeber von Sanierungsarbeiten eine
Möglichkeit, ggf. Mängel bei der Durchführung der Arbeiten nachzuweisen und evtl.
Schadensersatz fordern zu können.

Eine gute Adresse für kostenlosen telefonischen Rat und bei Bedarf Begutachtungen
durch fachkundige unabhängige Sachverständige sind die Beratungsstellen von
BIOLYSA e.V.
Deren Baubiologen sind bundesweit tätig. Info-Telefon.: 0700 – 246 597 238,
Verbindungskosten aus dem Festnetz: 14 Cent / Min.

www.biolysa.de

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„Intelligente Stromzähler“ – Fluch oder Segen?

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Die Österreichische Ärztekammer (ÖAK) warnt vor den negativen Auswirkungen „Intelligenter“ Stromzähler –  Smart-Meter genannt.

Das sind digitale Messgeräte, mit denen sich der aktuelle Stromverbrauch eines Haushaltes abfragen und steuern lassen soll. Die Bewohner können die Verbräuche im Internet sekundengenau abrufen,  „Stromfresser“ erkennen und Ihr Verbraucherverhalten ändern. Die Daten werden per Mobilfunk- oder Stromnetz an den Energieversorger übermittelt.
Bei der Mobilfunkvariante sind die Bewohner kontinuierlich einer hochfrequenten Strahlung ausgesetzt, ähnlich Mobilfunk.
Obwohl wir es nicht hören oder sehen und die meisten auch nicht spüren können geht es jedem von uns auf die Nerven: Der Medizinphysiker Lebrecht von Klitzing hat die Reaktionen des vegetativen Nervensystems auf gepulste elektromagnetische Felder (Mobilfunk, WLAN…) nachgewiesen. Bei Einschalten eines DECT-Telefons war eine Reaktion der Herzrate  zu erkennen. Ein zeitgleiches Handzeichen zeigte, dass die Belastung für den elektrosensiblen Probanden auch spürbar war.
Der Umweltmediziner Joachim Mutter berichtet, dass viele seiner Patienten nach Einbau von Messsystemen auf Funkbasis über schwere gesundheitliche Symptome klagen wie Schlaflosigkeit, Kopf- und Körperschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Gedächtnisschwäche, Blutdruckkrisen, Herzpalpitationen, Augen- und Hautbrennen und Tinnitus  – um nur einige wenige zu nennen. Diese wurden jedoch weniger bzw. schwanden gänzlich wenige Tagen nach Austausch der funkbasierten Zähler gegen die alten Systeme.
Ich werde oftmals gerufen, wenn meine Kunden schlecht schlafen können und morgens unausgeruht aufwachen.  „Ich hab das Gefühl innerlich zu vibrieren“ oder „ich bin gestresst und ausgebrannt“ sind  häufige Aussagen. Folgen von Multisystemerkrankungen wie Erschöpfungszustände, Lernprobleme und Depressionen sind häufig Anzeichen einer Umwelterkrankung.
Auch psychische sowie Herzkreislauf-Erkrankungen, ADHS und Burnout werden im Zusammenhang mit elektromagnetischer Strahlung beobachtet.
Unstrittig ist, dass die flächendeckende Strahlenbelastung durch Mobilfunk, DECT, Wlan und TETRA gesundheitlich bedenklich ist.
2011 hat die WHO hochfrequente elektromagnetische Felder als möglichweise für den Menschen krebserregend eingestuft.
Was ist zu tun? Funknetze im häuslichen Bereich sind strikt zu meiden.
Dauerstrahler wie DECT-Telefone und WLAN-Netze sind durch schnurgebundene Systeme zu ersetzen. Wo Alternativen zu Verfügung stehen, sollten Funksysteme zur Datenübertragung nicht eingesetzt werden. Aus Gründen der Vorsorge für sich selbst, die Familie, Kinder und Kranke sind „intelligente“, mobilfunkbasierte Netze und Messsysteme konsequent abzulehnen.
Die krankmachende Wirkung der Smart-Meter ist unbestritten – das versprochene Einsparpotential eher zweifelhaft.  Viele Geräte wie Toaster, Kaffeemaschinen und Herde werden täglich zu gleichen Zeiten benutzt. Jedoch Geschirrspüler und Waschmaschinen wird man nicht nachts einschalten, um zu einer gleichmäßigen Auslastung des Stromnetzes beizutragen. Der Spareffekt ist daher eher als gering einzuschätzen. Neben Kosten für Datentransfer und -Speicherung werden für Anschaffung und Bereitstellung der Smart-Meter laut Deutscher Energie-Agentur je nach Anbieter einmalig bis zu 100 Euro und jährliche Gebühren bis zu 240 Euro fällig, wie Wikipedia zu entnehmen ist. Dem gegenüber stehen Einsparungen in der Größenordnung von 9 bis 42 Euro.
Auch aus baubiologischer Sicht wäre es negativ zu bewerten, da neben der nächtlichen Belastung durch hochfrequente Sender zusätzlich durch den fließenden Strom für Waschmaschine und Co. niederfrequente magnetische Wechselfelder generiert würden, die ebenfalls gesundheitlich stark bedenklich und nicht abzuschirmen sind.

Fazit: Funkbasierte „Intelligente“ Stromzähler sind eher ein Fluch – ein Segen ist es dagegen, die eigene Intelligenz einsetzen zu können.

Dipl.-Ing. Jürgen Harder – Akademie Bauen Wohnen Gesundheit

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Bauen und Leben mit Lehm

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Lehm ist der älteste Baustoff der Erde.

Seit Menschengedenken wird er beim Hausbau
verwendet. In vielen Kulturen gilt er auch heute noch als erlesenes und kostbares Material.
In Deutschland erlebt der Lehmbau heute seine Renaissance. Lehm ist ein Gemisch aus Ton,
Schluff und Sand. Lehm ist ungefährlich, denn er ist absolut geruchlos, völlig ungiftig und bei
direktem Hautkontakt nicht ätzend.

Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit,
das heißt: Lehm kann relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen
und diese bei Bedarf wieder abgeben. Dadurch reguliert er die
Feuchtigkeit der Raumluft und trägt somit zu einem gesunden
Raumklima bei. Messungen ergaben, dass im Lehmhaus eine
konstante relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55 % herrscht. Das
verhindert das Austrocknen der Schleimhäute und reduziert die
Feinstaubbildung!

Lehm speichert Wärme,
weil er zu den schweren Baustoffen zählt. Lehmbauteile besitzen eine hohe
Oberflächentemperatur, wodurch das Raumklima positiv beeinflusst wird. Durch die hohe
Wärmerückstrahlung fühlen sie sich bei Raumlufttemperaturen von 19° C wohlig warm.
Allerdings ist seine Wärmedämmwirkung eher mäßig. durch Zugabe poröser Stoffe wie
Schilf, Stroh, Seegras oder Perlite verbessert sich jedoch die Dämmfähigkeit des Lehms.

Lehm ist recycelbar:
Um ihn erneut verarbeiten zu können, wird ungebrannter, schon mehrfach genutzter Lehm
einfach zerkleinert und mit Wasser angefeuchtet.

Lehm konserviert Holz:
Durch die geringe Gleichgewichtsfeuchte haben Lehmbauteile
die Fähigkeit, Holz und andere organische Stoffe, die von Lehm
umgeben sind, zu entfeuchten bzw. werden diese trocken
gehalten. Verarbeitetes Holz hat einen Feuchtegehalt von etwa 12 %, Lehm nur etwa 0,4 bis
6 %. Feuchtigkeit aus dem Holz wird vom Lehm regelrecht angesogen, wodurch das Holz
trocken bleibt, vor tierischen und pflanzlichem Befall geschützt und so konserviert wird.

Lehm bindet Schadstoffe:
Die Oberfläche der im Lehm enthaltenen Tonminerale absorbiert und bindet die in der
Raumluft gelösten Schad- und Fremdstoffe.

Lehm ist gesund:
Lehmbaustoffe atmen, regulieren die relative Luftfeuchte, dämpfen den Luftschall, laden
sich elektrostatisch nicht auf, schirmen elektromagnetische Strahlung ab.

Groß- und Einzelhandel A. Wilbois
Am Stauden 8
66663 Merzig-Mechern
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Der Hanf-Willi

Hanf-Willi

Wohlig warm im Winter – angenehm kühl im Sommer.

Ein angenehmes Raumklima wird beeinflusst von
•  der richtigen Lüftung
•  der Anordnung der Fenster
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•  dem Wärmeschutz mit wärmespeichernder Dämmung.

Rat & Tat erhalten Sie beim Team vom Hanf-Willi.
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Ganz gleich, ob man auf die Hilfe eines Architekten setzt oder ob man selbst baut, ob es sich um ein Ein- oder Mehrfamilienhaus handelt – modernes Bauen heißt heute auch immer bauen mit ökologischen Baustoffen.
Aufgrund der kontinuierlich steigenden Energiepreise geht der Trend zum Passivhaus oder zumindest zum Niedrigenergiehaus.
Hierbei kommt der effizienten Dämmung eine besondere Bedeutung zu. Konventionelle Dämm-Materialien, wie Styropor, werden mehr und mehr von natürlichen Dämmstoffen wie Hanf, Schilf oder andere Dämmstoffe aus nachwachsenden Materialien ersetzt.
Dabei können diese natürlichen Dämmstoffe überall im Haus angewendet werden. So eignen sich Hanf (Thermo-Hanf) und Schilf sowohl für die Dämmung in Neu- und Altbauten, von Decken oder Böden, bei Innen- und Außendämmung, als auch zur Isolierung von Dächern.

In Verbindung z. B. mit Lehm- oder Textilputz führen diese Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu einer deutlichen Verbesserung der Wohnqualität.

Ziel ist ein behagliches und gesundes Raumklima ohne gesundheits-gefährdende Chemie.

Reden Sie mit uns, wir haben die richtigen ökologischen Produkte und die Erfahrung, die Ihnen eine umfassende Beratung garantiert.

Wir sind darauf bedacht, dass sowohl Ökologie als auch Ökonomie eine ideale Partnerschaft bilden.

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Sick Building Syndrom

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Gute Raumluft bestimmt Behaglichkeit und Wohlgefühl

Neuere Studien zur Gesundheitsqualität in Gebäuden zeigen, dass vielerorts die
Kosten für die Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas für den Eigentümer
bzw. Arbeitgeber oft höher sind, als die gesamten Energiekosten. Nachweislich ist
aber auch, dass ein gesundes Raumklima sich positiv auf die Gesamtleistung beim
Lernen und Arbeiten auswirkt und sich die Fehltage verringern.

In welcher Form bereits der Standort, die Bausubstanz bzw. die Bauausführung die
Behaglichkeit der Nutzer bestimmt, soll dieser Beitrag in kurzer Form aufzeigen.

In unserer Klimazone verbringen wir die überwiegende Zeit des Tages in
geschlossenen Räumen. Dort umgibt uns mit der Raumluft eines der wichtigsten
„Lebensmittel“, die jedoch in der Regel deutlich höher mit Schadstoffen belastet ist
als die Außenluft. Bei der Luft, die wir atmen ist es jedoch weit schwieriger auf
„gesunde Kost“ zu achten, Wasser und Nahrungsmittel wählen die meisten
Menschen heute weitaus sorgfältiger aus.

In den letzten Jahrzehnten nehmen Berichte über das so genannte Sick Building
Syndrom deutlich zu. Nach längerem Aufenthalt am Arbeitsplatz fühlen sich in
modernen Gebäuden Mitarbeiter unwohl und sind nicht leistungsfähig. Beim
Aufenthalt an anderen Orten verschwinden die Beschwerden wieder. Da viele Fragen
bisher offen sind, wird das Syndrom als psychisches Stress-Empfinden der
Betroffenen bewertet.

Der Gesetzgeber hat Regeln für die Bewertung der Innenraumhygiene geschaffen
und es gibt eine Reihe von Messgeräten, um im Schadensfall die Anteile aller
gelösten Giftstoffe in der Raumluft festzustellen. Im Vorfeld der Errichtung oder
Sanierung von Gebäuden sind dagegen in der Regel nur die voraussichtlichen
Kosten primärerer Gegenstand der Betrachtungen. Die Lebensqualität des
Bauwerkes, der Baugrund, die Baustoffe und die Bauweise sind nebensächlich.

Das Geheimnis gesunder Raumluft ist der Gehalt an Energie. Als vitalisierende
Elemente in unserer Atemluft gelten negativ geladene Sauerstoffionen. In
geschlossenen Räumen ist weitgehend nur „passiver“ Sauerstoff vorhanden, der
keine Schadstoffe binden kann. Sauerstoff ist aber nur dann biologisch aktiv und
gesundheitsfördernd, wenn er negativ geladen ist. Reine Luft am Meer oder im
Gebirge enthält ca. 3.000 – 4.000 Minus-Ionen pro Kubikmeter. In Innenräumen
städtischer Wohnungen sind es oftmals weniger als 500. In Bürogebäuden,
Versammlungsräumen oder z.B. in modernisierten Schulen sinkt ihre Zahl oft auf
unter 100 Minus-Ionen je Kubikmeter, was zu Konzentrationsstörungen,
Kopfschmerzen und allgemeiner Mattigkeit führen kann. Genau diese Symptome
werden beim „Sick Building Syndrom“ (SBS) beschrieben.

In Bürogebäuden mit Klima-Anlagen verschlimmert sich das Problem sogar noch,
denn diese entziehen der Raumluft die letzten Energieteilchen. Die Filterwirkung
negativer Raumionen liegt darin, dass sie sich an die gelösten Luftschadstoffe heften
und diese zu Boden sinken lassen. Die Luft wird so gesäubert und der Mensch fühlt
sich frischer und vitaler.

Was sind die Ursachen für die Minimierung der Anzahl der Negativionen in der
Innenluft von Gebäuden?

Das Sick Building Syndrom wurde erstmalig in den 70er Jahren bekannt. Es ist daher
zu erwarten, dass die mangelnde Umwelthygiene und moderne technische Baustoffe
und Bauweisen einen nicht unerheblichen Anteil daran haben. Der Anteil des
Standortes wurde, mit der Ausnahme der Untersuchung der Strahlung von Radon,
bisher nicht untersucht. Untersuchungen von Robert Endrös („Die Strahlung der Erde
und ihre Auswirkung auf das Leben“) bestätigen jedoch die Abnahme von Minus-
Ionen über geopathogenen Reizzonen, wie unterirdischen Wasserläufern oder
geologischen Brüchen. Die Bedeutung von natürlich einfallenden Energien im
Wohnraum wird von der Wissenschaft bis heute deshalb ausgegrenzt, weil die
Mutung dieser Kräfte bisher eine Domäne der Rutengänger war. Heute gibt es
jedoch empfindliche Messgeräte, die auch die Änderung natürlicher
Spannungspotentiale über Störstellen im Baugrund nachweisen können.

Als weitere Ursachen für die Minderung der Minus-Ionen in der Innenluft ist die
großzügige Verwendung von Betonstahl und Stahlkonstruktionen im Bauwerk zu
sehen, die darüber hinaus das Wohlgefühl der Nutzer durch Verzerrung des
Erdmagnetfeldes beeinträchtigen. Auch die Energiefelder der elektrischen
Hausinstallation bzw. die Strahlung von Funktechnologien außerhalb und innerhalb
des Bauwerkes verringert den Ionengehalt der Innenluft. Dabei wirkt ein
elektromagnetisches Feld nicht grundsätzlich störend im Raum. Das biologische
Problem entsteht durch die mangelnde Ordnung der technisch erzeugten Strahlung
im Vergleich zu natürlichen Feldern, z. B. der Sonnenstrahlung.

Nicht zuletzt wirkt sich die zunehmende Verwendung von Kunststoffen, Klebstoffen
und Chemikalien am Bau und bei der Einrichtung negativ auf die Qualität der
Innenluft aus. Mit den modernen Gebäuden aus hochglänzenden Kunststoff und
Metall haben wir uns eine „widernatürliche Umgebung“ geschaffen, in der durch
Klimatechnik, Ausdünstungen von Baustoffen, Feinstaub aus Tonern u. a. m. die
Anzahl negativer Ionen in der Raumluft weiter dezimiert wird. Die Zunahme des „Sick
Building Syndroms“ verlangt zukünftig ein Umdenken und neue Lösungsansätze in
der Architektur.

Aber auch für die momentan vom Sick Building Syndrom betroffenen Gebäude kann
der Verfasser Lösungen anbieten, um die Behaglichkeit für die Nutzer
wiederherzustellen. Dipl.-Ing. Paul Sommer arbeitet seit mehreren Jahren an
Technologien, um die Ordnung im energetisch gestörten Wohnraum den natürlichen
Energiefeldern anzugleichen. Der begleitende Anstieg von Vitalität und Wohlgefühl
konnte durch Biofeedbackstudien wiederholt belegt werden. Beim Einsatz in der
Praxis bietet sich für die Eigentümer von betroffenen Gebäuden die Möglichkeit an,
die Wirksamkeit dieser Technologien durch wissenschaftliche Untersuchungen mit
modernen Messgeräten zu beobachten.

Paul Sommer
Dipl.-Ing.
www.paulsommer.eu
Tel. 036841.31481

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Hauptsache wohngesund

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Aus optischen Gründen war Holz als Baumaterial den Eigentümern von Haus „Kieler Förde“ anfangs gar nicht so wichtig. In erster Linie wollten sie ein Haus mit möglichst gesundem Wohnklima bauen, und das hätte auch ein Steinhaus sein dürfen. Gründliche Recherchen ergaben dann, dass chemisch unbehandelte Massivholzhäuser das beste Raumklima besitzen, besonders in Kombination mit Lehmwänden für einen optimalen Feuchteausgleich. Also ging man auf die Suche nach dem passenden Holzhaushersteller und entschied sich nach diversen Besichtigungen von Muster- und Kundenhäusern für einen Spezialisten, der Setzungsfreiheit und Winddichtigkeit versprach. Zusammen mit einem befreundeten Bauingenieur entwarfen die Hauseigentümer ihr Haus ganz nach den eigenen Vorstellungen, so dass die Holzhausfirma nur noch zu prüfen und zu erarbeiten brauchte, was machbar war.

Helligkeit und Kommunikation haben Priorität

Haus Kieler FördeEin helles Haus mit viel Tageslicht wünschten sich die Hausbesitzer, weshalb sie an der Südseite ihres Hauses große, bodentiefe Glasflächen einsetzten. Das bringt nicht nur ein Maximum an Sonnenlicht, sondern spart auch Heizenergie im Winter, wenn die tiefer stehende Sonne hereinscheint. Für das Ehepaar stand von vorneherein die Entscheidung für eine offene Küche fest, sodass auch beim Kochen die Kommunikation mit Gästen möglich ist. So entstand gleichzeitig ein großzügiger Wohnbereich, in dem Küche, Esszimmer und Sofaecke fließend ineinander übergehen. Besonders schön: Der Esstisch befindet sich im angeschlossenen Zwerchhaus, das nach Süden hin fast komplett verglast ist. Ganz konsequent wählte das Eigentümerpaar überwiegend Naturmaterialien für Ausbau, Dekoration und Möbel aus. Heute freuen die beiden sich besonders über die unnachahmliche Behaglichkeit, die von den massiven Kiefernwänden ausgeht, und empfinden die gefühlte Temperatur in ihrem Hause deutlich höher als beispielsweise in konventionellen Steinhäusern. Kein Wunder, da Holz eine höhere Oberflächentemperatur hat und allein rein optisch „wärmt“. Während die Holzwände im Innenbereich lediglich mit UV-Schutz gegen Nachdunkeln behandelt wurden, trug man außen einen Schutzanstrich mit minimaler weißer Pigmentierung auf, der Haus „Kieler Förde“ noch einen Tick heller erscheinen lässt und gleichzeitig vor unerwünschter Vergrauung schützt. Dieser Anstrich wurde aus rein ästhetischen Gründen vorgenommen und ist für die Wertbeständigkeit und Lebensdauer der Massivholzwände nicht notwendig.

Passgenaue Elemente schnell und leicht montiert

Viel Eigenleistung brachte das Ehepaar bei der Hausmontage und beim Ausbau mit ein: Zusammen mit dem Richtmeister des Hausherstellers und drei befreundeten Helfern, darunter ein Zimmermann, bauten die beiden ihr Haus innerhalb einer Woche auf, bis es regendicht war. Alle Wandteile und Balken waren nummeriert und passten genau; nur ein einziger, kleiner Balken musste vor Ort nachbearbeitet werden. Auch beim Ausbau packten beide viel mit an und arbeiteten als „Helfer und Schlepper“ der beauftragten Fachhandwerker mit. Nach nur vier Monaten Bauzeit, gerechnet ab dem Tag der Hauslieferung, konnte Haus „Kieler Förde“ schon bezogen werden. Nun besticht es außen mit seiner geradlinigen Symmetrie, die besonders an der südlichen Längsseite mit dem Zwerchhaus und den beiden Gauben angenehm auffällt. Die ausgewogenen Proportionen ergeben, zusammen mit den sehr hellen, naturfarbenen Holzwänden und den in Anthrazit gewählten Dachziegeln und Fensterrahmen, ein gleichermaßen ruhiges und harmonisches Bild. Ebenfalls im Innern des Hauses spürt man gleich eine gewisse Ruhe, die vermutlich von den verbauten Materialien (Holz, Lehm, Feinsteinzeug) und dezenten Farben (weiß, grau, beige, braun) der Wände, Böden und Möbel erzeugt wird. Ein besonders luftiges Gefühl hat man im Zwerchhaus, im Bad und im Schlafzimmer, denn dort ist die Raumhöhe extrahoch – jeweils bis zum offenen First. Wenn es so etwas wie die Lebensenergie „Chi“ tatsächlich gibt, kann sie in Haus „Kieler Förde“ ungehindert fließen.

Funktionaler Grundriss mit Blick auf den Sonnenlauf

Hauptsache_wohngesund_02Neben reichlich Tageslicht im Haus legten die Hauseigentümer viel Wert auf einen praktischen, unkomplizierten Wohnalltag. Im Erdgeschoss nimmt der offene Wohnbereich der Länge nach die komplette Südhälfte des Hauses ein, während sich darüber (im Dachgeschoss) ein großes Arbeitszimmer und ein geräumiges Bad befinden. Oben sind Schlafzimmer und Büro nach Norden ausgerichtet, wobei das Schlafzimmer ein Fenster gen Osten hat und das Büro über ein Fenster Richtung Westen verfügt. Im Erdgeschoss tritt man an der Nordseite in die Diele, von wo man links zur Gästetoilette und daneben zum Hauswirtschaftsraum gelangt, rechts in ein Gäste- und Arbeitszimmer und geradeaus in den abgetrennten Wohnbereich. Der Hauswirtschaftsraum hat zusätzlich einen eigenen Eingang, den die Hausbewohner meistens benutzen. Die weißen Holztüren, die weiße Küche und die weiße Holztreppe lassen alles besonders hell und freundlich-frisch wirken; im Dachgeschoss schmeicheln fußwarme Eichendielen nackten Sohlen; im Erdgeschoss erleichtern große graue – bzw. braune (Bad) – Bodenfliesen die Hauspflege. Beheizt wird Haus „Kieler Förde“ mit einer Gasbrennwerttherme, welche die Fußbodenheizung versorgt, und mit einem Kaminofen im Wohnbereich, dessen Feuer gemütliche Strahlungswärme erzeugt. Das Brauchwasser wird von der Solaranlage auf dem Hausdach erwärmt.

Autorin: Jannette Weiser-Lieverscheid, Fullwood Wohnblockhaus
Bildquelle: Fullwood Wohnblockhaus

www.fullwood.de

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Gilbert Wilbois e.K.

Gilbert Wilbois

„Blech ist unsere Leidenschaft – Ökologie ist unser Leitgedanke“

Mit diesem klaren Bekenntnis zum Klempnerhandwerk führt Armin Wilbois das 1966 von seinem Vater, Gilbert Wilbois in der Gemeinde Beckingen gegründete Handwerksunternehmen als Firma Gilbert Wilbois e.K. weiter.

www.meister-wilbois.de

Für den Klempnermeister und seine Mitarbeiter stehen bei der Herstellung oder Bearbeitung von Gegenständen aus Metall zwei Themen im Mittelpunkt der Arbeit: Funktionalität und Ästhetik. Aus Sicht der Profis Themen, die unbedingt zusammengehören und in gelungener Kombination die Arbeit eines Meisterbetriebes ausmachen. Meisterliche Lösungen sind heute am Bau nicht mehr selbstverständlich, denn sie gelingen nur dann, wenn das eingesetzte handwerkliche Können auch meisterlich ist.

Für Wilbois schon lange eine Selbstverständlichkeit. Deshalb hat man sich auch zum Ziel gesetzt, junge Menschen an den Beruf des Klempners heranzuführen und dafür zu sorgen, dass theoretisches und fachliches Wissen gleichermaßen vermittelt werden „Es bereitet uns Freude zu sehen, wie unser Traditionshandwerk in talentierten jungen Händen seine Fortsetzung findet.“

Das Tätigkeitsfeld der Firma Wilbois umfasst heut Klempnerei, Blecheindeckungen, Bedachungen, Kunstgewerbe und Graffitischutz. Mit der Zusatzqualifikation zum geprüften Baubiologen, verbindet Wilbois Handwerkertradition, gesunde Baustoffe und innovative Oberflächenbehandlung. Die Kunden erleben dadurch eine vernünftige Kombination traditioneller und moderner Methoden mit Wohlfühl-Charakter

Wilbois- das heißt für Sie:

Größtmöglicher Nutzen, beste handwerkliche

Qualität und zeitgemäße Beratung,

ökologisch und nachhaltig

Das Team von Christel und Armin Wilbois
Das Team von Christel und Armin Wilbois

Gilbert Wilbois e.K.
Dillinger Straße 32a
66701 Beckingen
Tel.: +49 (0) 6861 770647 oder 770648
Fax: +49 (0) 6861 770649

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Gesundheitsrisiko Wohnschimmel – vorbeugen ist besser als heilen

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Naturkalk an der Wand setzt Schimmelpilze aufs Trockene

Dass Schimmel zu den größten Wohnplagen gehört und die Gesundheit gefährden kann, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Ebenso lässt sich Wohnschimmel nicht mehr alleine mit fehlerhaftem Lüftungsverhalten erklären oder sich auf den Altbau reduzieren. Auch in Neubauten nistet sich der ungebetene Gast zunehmend ein. Die Ursache ist dabei immer die gleiche: Feuchtigkeit, die sich auf verschiedenen Wegen Zutritt verschafft. Doch wieso waren früher beispielsweise die Kellerwände fast immer feucht, aber kaum von Schimmel befallen? Das Erfolgsgeheimnis von damals wirkt auch noch heute: Putze und Wandanstriche aus Naturkalk. Die nämlich entziehen mit ihrem hohen pH-Wert dem Schimmel schlichtweg die Lebensgrundlage.

Wieso sind überhaupt inzwischen schätzungsweise 35% der deutschen Haushalte von Schimmelbefall in zumindest einem Raum betroffen, Tendenz steigend? Im Altbau bescheren oft schadhaftes Mauerwerk und fehlende Dämmung dem Schimmel seine Lieblingsbedingungen Feuchtigkeit und kalte Wände. In energetisch sanierten Gebäuden und Neubauten ist es die hermetische Abdichtung, z.B. durch Energiesparfenster, die einen „natürlichen“ Luftaustausch verhindert. Dazu kommen in der Bauphase monatelang offene, der Witterung ausgesetzte Baustellen und nicht vollständig ausgetrocknete Rohbauten. Alleine durch Mörtel, Beton, Kleber etc. werden in einen Neubau bis zu 20.000 Liter Wasser eingebracht. Ein Übriges tut der Wandel in der Bevölkerungsstruktur: Ca. 40% der deutschen Haushalte sind inzwischen Singlehaushalte, oft mit mangelnder Gelegenheit zum regelmäßigen Lüften. Und: In einem Mehrpersonenhaushalt entstehen täglich bis zu 12 Liter Feuchtigkeit durch Alltägliches wie Atmen, Schwitzen, Duschen, Baden, Kochen, Wäschewaschen, Blumengießen etc. Am liebsten besiedeln Schimmelpilze also die besonders anfälligen Räume wie Badezimmer, wo 53 % der Betroffenen Schimmelbefall beklagen, gefolgt von Schlafzimmer (40 %), Küche oder auch Kinderzimmer.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Neben der weitestgehenden Vermeidung von Feuchtigkeit in der Wohnung kommt v.a. den Wandoberflächen eine Schlüsselfunktion dabei zu, dem Schimmel erst gar keine Angriffsfläche zu bieten. Denn auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Hat sich der Schimmel erst mal eingenistet, hilft nur eine gründliche Sanierung, i.d.R. mit der chemischen Keule. Die wiederum bekämpft zwar die Schimmelpilze, ist aber selbst häufig nicht so unbedenklich für Mensch und Umwelt, wie sie sein sollte. So gilt z.B. der Wirkstoff Carbendazim als beeinträchtigend für die Fortpflanzungsfähigkeit, Isothiazolinone und Benzalkoniumchlorid als allergieauslösend. „Dabei hält die Natur eines der wirkungsvollsten Mittel gegen Schimmel für uns bereit, das schon die alten Römer kannten. Farben und Putze aus reinem Kalk sind mit einem pH-Wert von 11 bis 13 stark alkalisch und damit – für den Schimmelpilz – sprichwörtlich ätzend“, erklärt Experte Thomas Bühler von Haga, der seit vielen Jahren Wandbeschichtungen aus Naturkalk entwickelt. Und ergänzt: „Durch die Fähigkeit von Kalk, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, sitzen Schimmelpilze buchstäblich auf dem Trockenen, sie finden das zum Überleben notwendige dauerhaft feuchte Milieu nicht mehr vor. Obendrein verbessert sich durch die Feuchteregulierung das Raumklima spürbar“.

Um ihn als Wandbeschichtung verwendbar zu machen, durchläuft der Kalk nach dem Abbau aus natürlichen Vorkommen wie den Schweizer Alpen einige Verarbeitungsschritte. Bei ca. 1.000 °C gebrannt und mit Wasser „gelöscht“ entsteht Sumpfkalk, durch Trocknen das pulverförmige Kalkhydrat, das durch Anrühren mit Wasser zum Anstrich wird. Für die gewünschte Farbgebung werden rein natürliche Pigmente beigemischt. So entsteht ein durch und durch natürliches Produkt für die wohngesunde, schimmelvermeidende Wandgestaltung mit allen gestalterischen Möglichkeiten. Solche Naturkalkfarben und –putze bekommt man v.a. im ökologischen Baustoffhandel und kann sie auf allen entsprechend vorbehandelten Wänden anbringen. Ambitionierte Heimwerker können sich in Seminaren die Kniffe für die Verarbeitung aneignen, mit dem Schwerpunkt nach Wahl: Schimmelvorbeugung, kreative Wandgestaltung oder – falls notwendig – Feuchtesanierung. Weniger Versierte sollten einen in der Verarbeitung ökologischer Wandbeschichtungen erfahrenen Maler oder Stuckateur zu Rate ziehen. Weitere Infos zu schimmelhemmender, wohngesunder Wandgestaltung mit Naturkalk und Seminarterminen unter www.haganatur.de

Haga AG Naturbaustoffe
Hübelweg 1
CH-5102 Rupperswil
Tel. 0041/62889/1818

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Gesunde Wärme aus einer Wandheizung

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Energiesparendes und gesundes Heizen mit Wandheizungen

Gesunde und sanfte Wärme aus einer Flächenheizung sorgt bekanntlich für Wohlbefinden und ist ein energiesparendes Heizsystem. Denn aufgrund der im Vergleich zum Heizkörper
sehr großen Wärmeübertragungsfläche kommen moderne Flächenheizsysteme mit sehr geringen Vorlauftemperaturen von 30 bis 40 °C zurecht. Gerade durch die niedrigen
Vorlauftemperaturen eignen sich Flächenheizungen hervorragend um sich mit z.B. erneuerbaren Energiesystemen wie Biomasseanlagen in Kombination mit einer effizienten
Solarthermieanlage zu kombinieren. Hierzu gibt es auf dem Markt bereits Wandheizungs-Systeme die dadurch bis zu 75% Energie einsparen.

Um die Funktionsweise einer Flächenheizung verstehen zu können, möchte ich zuerst einmal auf die unterschiedlichen Arten der Wärmeübertragung (Konvektionswärme bei
Heizkörpersystem und Strahlungswärme bei Flächenheizsystemen) hinweisen.

Sind in einem Gebäude Heizkörper als wärmeübertragendes Medium installiert spricht man von Konvektionswärme. Bei diesem System zirkuliert mindestens 50 °C heißes
climatewall_plus_E1Heizungswasser (unter 50°C funktionieren Heizkörper nicht) im Heizkörper, der dann seinerseits die umgebende Luft und schließlich den Menschen erwärmen soll. Die Raumluft gerät durch dieses Verfahren sehr in Rotation. Das kann man sehr einfach mit einem Räucherstäbchen oder einer Kerze nachprüfen indem man diese vor dem Heizkörper auf den Boden stellt. Die heiße Luft strömt vom Heizkörper nach oben, unter der Decke wird es zuerst schön warm, dann fällt die warme Luft durch zunehmende Abkühlung an der gegenüberliegenden kälteren Wand herunter und strömt als kühle Luft am Fußboden entlang zurück zum Heizkörper und erwärmt sich wieder. Dabei transportiert sie auch eine Menge Staub und Pollen durch den Raum, nicht gut für Allergiker und Asthmatiker. Nur ein kleiner Teil der investierten Energie kommt dann irgendwann einmal den Bewohnern der
beheizten Räumlichkeiten zu Gute. Eine unglaubliche Verschwendung! Hieraus ergibt sich, dass diese herkömmliche Umwandlung der Energie nicht besonders clever und effizient sein kann. Trotzdem wird es von den Herstellern und Lobbyisten verstanden die konventionellen Systeme in immer neuer Form als innovative und sparsame Technik darzustellen.

Das Funktionsprinzip von Flächenheizungen wie es eine Fußbodenheizung oder Wandheizung darstellt, überträgt die Wärme durch Strahlungswärme. Diese Art der Wärmestrahlung funktioniert nach einem ganz natürlichen Prinzip und ist bei einer Wandheizung mit nahezu keiner Luftverwirbelung verbunden. Die Wärmewellen werden direkt auf den Körper und andere feste Materialien im Raum übertragen, sie benötigen nicht die Luft als Transportmittel. Die Sonne führt uns dieses Prinzip täglich vor Augen.

Flächenheizungen setzen die zugeführte Energie in Wärmestrahlung um, und beheizen nicht unnötigerweise die Luft, sondern den Menschen ganz direkt. Einfacher und sparsamer geht es nicht! Erklärung StrahlungswärmeWärmestrahlen (Infrarotstrahlen) haben die Eigenschaft, nicht die Luft zu erwärmen, sondern alle im Raum befindlichen Körper, also den menschlichen Körper, die Möbel und die Wände. Es wird also auch Wärmeenergie im Bauwerk eingelagert. Kalte Wände wie bei der Konvektionswärme gibt es nicht. Hier haben alle Wände, Fußboden, Decke die gleichen Oberflächentemperaturen. Das Gefühl von Zugluft gibt es bei Flächenheizungen nicht. Die erwärmten Körper geben die Wärme an die Umgebung ab und sorgen für eine angenehme Raumtemperatur.

Im Prinzip verfügen Sie über zwei verschiedene Arten von Wärme:
a.) Die indirekte Raumwärme, die von Wänden und Möbel zurück gegeben wird und
b.) die direkte Strahlungswärme einer Wandheizung, die bis zu 3 – 4 m deutlich spürbar ist.

Daher kann die gemessene Raumwärme relativ niedrig sein, denn die gespürte Wärme liegt meist um 2 – 3 Grad höher, das spart Energie! Setzen Sie sich einmal vor eine Wandheizung, Sie spüren die angenehme Wärme, genau wie bei einem Kachelofen oder die wärmenden Sonnenstrahlen im Winter. Infrarotstrahlen haben eine gesundheitlich positive
Auswirkung auf den Menschen. Das kennen Sie bereits von der wärmenden Sonne. Als einfaches Beispiel dient ein Badesee, der zu Anfang des Frühjahrs noch eiskalt, wenige
Wochen später, angenehm warm wird. Würde nur die Luftwärme diesen Badesee erwärmen, wäre ein Baden selbst im Hochsommer nicht möglich. Die von der Sonne kommenden
infraroten Wärmewellen durchdringen das Wasser und erwärmen dieses bis in die Tiefe von 20 Meter. Ein weiteres Beispiel: Wenn wir in der Sonne stehen wird es uns warm, gehen wir
in den Schatten wird uns sofort kalt, obwohl die Lufttemperatur in der Sonne und im Schatten gleich sind. Infrarot-Wärme kann man nicht einfach mit dem Thermometer messen. Selbst,
wenn Ihr Raumthermometer nur 18 Grad anzeigt und Sie sich im Abstrahlungsbereich der Wandheizung befinden, werden Sie eine gefühlte Wärme von ca. 20 – 22 Grad erleben. Das
ist ein besonders angenehmes Raumklima und spart Energie. Infrarotstrahlen sind geeignet, Wände zu trocknen, denn eine trockne Wand isoliert besser, als eine feuchte Wand.
Gleichzeitig wird wirkungsvoll eine Schimmelbildung verhindert.

Zu guter Letzt: Wer nicht Äpfel mit Birnen vergleicht, wird feststellen, dass eine Flächenheizung nicht viel teuer sein wird als eine Wärmeübertragung mitels Heizkörper.
Dazu kommt dass neben den energetischen Effekten, die z.B. mit einer Sanierung durch eine Wandheizung mit integrierter diffusionsoffener Innendämmung aus
Holzweichfaserplatten, auch sehr viele gestalterische Freiräume durch den Wegfall unschöner Heizkörper entstehen. Zusätzlich erhalten Sie mit einer Wandheizung ein
Heizsystem das neben einer gesunden Wärmestrahlung, keine Staubverwirbelung im Raum erzeugt und somit auch für Allergiker hervorragend geeignet ist. Und wenn Sie eine
Wandheizung die aus den Naturbaustoffen Kalk und Schamottstein besteht einsetzen, hilft der Kalk durch seine extrem positive Eigenschaft mit Feuchtigkeit sehr gut umzugehen und
Schimmelresistent zu sein auch noch Ihr Raumklima enorm zu verbessern.

Autor: Thomas Rumbach (staatlich geprüfter Techniker, Schwerpunkt Umwelttechnik)
Energiewerkstatt Rhein-Neckar GmbH
Luisenstraße 5
69181 Leimen
Tel. 06224.72042
www.energiewerkstatt-rn.de

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Blogs: Bauen und Renovieren

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Enspire Energie

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Enspire ist eine neue deutschlandweit verfügbare Ökostrommarke der Stadtwerke Konstanz GmbH.

Der Ökostrom stammt zu 100% aus deutscher Wasserkraft direkt vom Produzenten und ist mit dem Grüner Strom Label Gold zertifiziert.
Das Gütesiegel ist das einzige, das von Umweltverbänden wie BUND und NABU getragen wird und kennzeichnet ausschließlich Ökostromprodukte mit einem hohen Umweltnutzen.

www.enspire-energie.de/oekostrom-bodensee

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