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25 Jahre nachhaltiger Tourismus: ReNatour feiert mit großem Gewinnspiel

ReNatour

Seit 25 Jahren steht ReNatour für naturnahen und nachhaltigen Tourismus fernab der Masse. Anlässlich dieses Jubiläums blickt der Reiseveranstalter aus Nürnberg zurück auf ereignisreiche Jahre. Ab dem 24.05.2019 wird 25 Wochen lang immer freitags ein Geheimnis aus 25 Jahren Firmengeschichte gelüftet oder auch mal eine lustige Anekdote erzählt: www.renatour.de/zeitreise

Den jährlich rund 7.000 treuen KundInnen sagt ReNatour Dankeschön mit einem großen Gewinnspiel rund um das kreative Reiseprogramm und das Thema Nachhaltigkeit. Alle TeilnehmerInnen haben die Chance auf einen der 25 attraktiven Wochengewinne, sowie zusätzlich auf einen der beiden Hauptgewinne: Eine Eselwanderung im Bayerischen Wald oder eine Woche Urlaub auf Lanzarote.
Übrigens: Der erste Wochengewinn ist besonders für aktive Familien attraktiv!

Über ReNatour:
ReNatour ist Deutschlands führender Spezialist für nachhaltiges Reisen mit Unternehmenssitz in Nürnberg. Heute reicht das ReNatour-Urlaubs-Programm vom Bio-Bed&Breakfast an Irlands Südwestküste über naturpädagogische Familienangebote auf Korfu oder Eselwanderungen in den französischen Alpen bis hin zu einer Bucht auf der kanarischen Insel Gomera, die nur per Boot zu erreichen ist. Insgesamt hat das Reiseunternehmen derzeit 87 Reisen im Programm. Ob Familien-, Wander-, Yogareise oder Geheimtipp- Unterkunft – es ist für jeden umweltbewussten Reiselustigen etwas dabei.

Informationen unter www.renatour.de, E-Mail: info@renatour.de, Tel.: +49 (0)911 890704

In Ruhe Kraft tanken: Wandern im Winterwald

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An den Wochenenden kann es in den Wäldern auf den wirklich schönen Routen zuweilen wunderschön sein. Wer diese in Ruhe genießen möchte, sollte einen Ausflug im Winter planen. Sobald der erste Schnee gefallen ist, wird es auf den Wanderwegen deutlich leerer. Mit zunehmender Schneehöhe wird es in der Regel noch einsamer. Allerdings gilt es im Winter beim Wandern einiges zu beachten.

Keine großen Experimente

Die Strecken für eine Winterwanderung müssen anders geplant werden als bei schönem Wetter. Zwar kann auch große Hitze das Lauftempo im Hochsommer durchaus reduzieren. Im Winter ist dieses aber in jedem Fall deutlich herabgesetzt. Je tiefer der Schnee ist, desto geringer sollte die zurückzulegende Entfernung sein. Auch bei der Anfahrt in den Wald ist besondere Vorsicht angesagt. Zum einen sind in den Wald liegende Strecken oft nicht geräumt und zum anderen können Verkehrsschilder zugeschneit sein. Dies schützt aber nicht vor einem Bußgeld, wenn Wege befahren werden, die für den Autoverkehr gesperrt sind. Auf dem Weg zum Ausflugsziel sollte zudem auf Wildwechsel geachtet werden, insbesondere auf Winterstraßen kann dies für eine erhöhte Unfallgefahr sorgen.

Außerdem spielt der Faktor Zeit beim Wandern im Winter eine zentrale Rolle. Schon am späten Nachmittag wird das Licht in der Regel trüber und die Dunkelheit setzt früh ein. Für den Fall, dass die Wanderung länger dauert als geplant, sollte deshalb eine Taschenlampe mitgenommen werden.

Verhaltensvorschriften

  • Reaktion bei Wildunfällen: Diese müssen korrekt gemeldet werden. Unfallstelle absichern – Polizei kontaktieren. Wer den Unfall nicht meldet muss mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro rechnen.
  • Nicht alle Waldwege dürfen befahren werden – hier drohen Bußgelder bei falscher Nutzung. Die Bußgelder können zwischen 25 bis 120 Euro liegen. Ebenso muss beachtet werden, ob es sich um Privatweg handelt.

Eine Frage der richtigen Ausrüstung

Von entscheidender Bedeutung für eine schöne Wanderung im Winter ist die richtige Kleidung. Kühlt der Körper aus, ist oft eine langwierige Erkältung die Folge. Hier sind viele dünnere Schichten nach dem Zwiebelprinzip meist sinnvoller als eine möglichst schwere Jacke und besonders dick gefütterte Hosen. Letztere erschweren die Bewegung beim Wandern. Da das Gehen ab einer gewissen Schneetiefe ohnehin deutlich anstrengender wird, sollten anderen Bewegungseinschränkungen möglichst vermieden werden. Besonders empfehlenswert ist atmungsaktive Funktionskleidung. Je weniger Schweiß sich unmittelbar am Körper sammelt, desto geringer ist das Auskühlen während der Pausen. Weiterhin sollte ein Smartphone mit GPS Funktion oder ein Outdoor Navigationsgerät mit dabei sein. Selbst bekannte Wege verändern ihr Aussehen schnell, wenn keine Blätter mehr an den Bäumen sind und die Landschaft ringsum tief eingeschneit ist. Dann fällt eine genaue Orientierung ohne entsprechende Erfahrung oder aber moderne Technik oft schwer.

Es passiert selten etwas – trotzdem

Passend gekleidet und auf einer überschaubaren Strecke kann im Winter im Wald eigentlich wenig schief gehen. Trotzdem ist es wichtig, auch beim Abschalten in der freien Natur ein Stück weit aufmerksam zu bleiben. Ab einer gewissen Schneelast können Äste abrechen und auf den Weg stürzen. Genauso kann es in seltenen Fällen vorkommen, Tieren zu begegnen. Diese haben in der Regel einen natürlichen Fluchtinstinkt. Wer aber etwa Wildschweinen zu nahekommt, sollte im Zweifel die Arme hochreißen, laut werden und dann ruhig den Rückweg antreten. Vor allem aber ist gutes Schuhwerk mit ausreichend Profil wichtig, weil die größte Gefahr von Verletzungen nach einem Sturz ausgeht.

Wandern im Hunsrück

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Der Hunsrück gehört wohl zu jenen Regionen in Deutschland, die jeder dem Namen nach kennt. Die
meisten Leute müssen sich jedoch erstmal versichern, wo der Hunsrück genau liegt.

Der Hunsrück ist eines der Deutschen Mittelgebirge, wird von der Mosel im Westen, dem
Rhein im Norden, dem Pfälzer Bergland im Osten gesäumt und läuft bis in das Saarland hinein. Aus
dem Frankfurter Raum kann man den Hunsrück in gut einer Stunde mit dem Auto erreichen. Wenn ich
vom Hunsrück schreibe, dann meine ich nicht die südlichen Hänge des Rheins oder die
weinbewachsenen Anhöhen an der Mosel oder Nahe. Ich meine dann die Region, die sich
hauptsächlich südlich von Idar-Oberstein, bis weit in das Saarland hinein, erstreckt.

Lange habe ich überlegt, ob ich hier eine Lieblingsstrecke hervorhebe. Zum Beispiel: Bad Kreuznach
– Rotenfels oder Hunolsteiner Klammtour bei Morbach oder den Bärenpfad bei Nohfelden. Bin dann
aber zum Schluss gekommen, dass ich gar keine wirkliche Lieblingsstrecke habe, weil ich mich nicht
entscheiden kann, welches die schönste Strecke im Einzugsbereich des Hunsrücks sein könnte. Und
am Ende käme dann nur eine endlose Aneinanderreihung von schönen Wegen zustande, die
niemanden eine Orientierung sein würde.

Stattdessen nenne ich hier mal einige Standardquellen, die den Wanderern helfen, sich im
Hunsrück zurechtzufinden. Zur Orientierung über die Hunsrück-Wanderwege gibt es auf jeden Fall die
Routenbeschreibungen „Hunsrück“ von Norbert Forsch (Kompassverlag). Norbert Forsch hat in
diesem Buch bestehende Wanderwege so kombiniert, dass neue, sehr interessante Wanderstrecken
zustande gekommen sind. Bei diesem Routenführer sollte man aber darauf achten, dass man die
neue Auflage von 2010 kauft, da die Wanderwege im Hunsrück in den vergangenen Jahren vielen
Veränderungen ausgesetzt waren.

Die angesprochenen Veränderungen der Wanderwege entstehen durch den Erfolg des Saar-
Hunsrück-Steiges. Im Windschatten dieses ausgezeichneten Premiumwanderweges entstehen fast
täglich neue Rundwanderwege mit Längen von 6 bis 20 km, die alle Prämiumqualität haben. Diese
neuen Wanderwege, ich habe das schon an anderer Stelle erwähnt, definieren Wandern neu und
machen aus dem Waldspaziergang ein kleines Abenteuer. Einen Überblick über diese
Premiumwanderwege kann man über das Booklet „Traumschleifen“ erhalten. Eine sichere
Bezugsquelle für „Traumschleifen“ ist das Projektbüro Saar-Hunsrück-Steig www.saar-hunsruecksteig.de
Im Buchhandel könnte es schwierig werden.

Auf der Website des Saar-Husnrück-Steigs bekommt man, unter dem Stichwort
„Traumschleifen“ auch einen ersten Einblick über verschieden Wandermöglichkeiten in der Region.

Alle hier genannten Informationsmaterialien sind sehr gut und hilfreich, haben lediglich den
Schönheitsfehler, dass sie ausschließlich in deutscher Sprache zur Verfügung stehen. Der Eindruck,
der entstehen könnte, dass diese Wanderwege eine rein deutschsprachige Veranstaltung sein
könnten, trügt. Auf Nachfrage erhält man, z. B. im Projektbüro Saar-Husnrück-Steig, auch englisch,
französisch oder holländisch sprachiges Informationsmaterial. Und wenn gar nichts mehr geht, dann
kann ich immer noch etwas weiter helfen.

Viel Spaß beim Wandern im Hunsrück!

Achim Kittner

Nachhaltiges Reisen an der Ostsee

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Die Ostsee ist ein einzigartiges Ökosystem. Ihre besondere geologische Entwicklungsgeschichte hat eine beeindruckende Artenvielfalt hervorgebracht. Als größtes Brackwassermeer der Welt haben sich hier einmalige Ökosysteme entwickelt, die es zu schützen und erhalten gilt.

Aber nicht nur Flora und Fauna haben die Ostsee als attraktiven Lebensraum entdeckt, sondern auch der Mensch nutzt die Ostsee mit all ihren Facetten. Tourismus und Handel sind die wichtigsten Nutzungen. Mit insgesamt 15 Anrainerstaaten und 1,7 Millionen Quadratkilometern Einzugsgebiet ist die Ostsee wichtige Lebensgrundlage für viele Bewohner.

Die starke Frequentierung der Ostsee bleibt allerdings nicht ohne Folgen für die Umwelt. Die Urlaubsregion hat mit Verschmutzungen jeglicher Art zu kämpfen: verbaute Küsten, verschmutzte Meere und Treibhausgase belasten die Ostsee ebenso wie viele andere Regionen der Erde. Bis zu 25% des Meeresbodens der Ostsee gilt als biologisch tot.

Um den faszinierenden Lebensraum Ostsee zu schützen wurden zahlreiche Naturschutzgebiete eingerichtet. Nationalparks, Vogelschutzgebiete, Biosphärenreservate und Naturparks bilden den Ausgangspunkt zur Erhaltung und Stabilität der ökologischen Vielfalt. Die Naturlandschaften werden für alle ihre Nutzer erhalten, auch für Touristen, welche die ausgedehnten Strände, die ruhigen Wälder und das sanfte Meer schätzen.

Die Schutzzonen sind allerdings nur ein Anfang; zu einem nachhaltigen Schutz der artenreichen Ökosysteme sind weitere Maßnahmen notwendig. Neben einer Vielzahl von Projekten und Kampagnen kann nachhaltiges und ökologisches Reisen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Nachhaltiges und ökologisches Reisen schont die Umwelt, das Klima und endliche Ressourcen. Von klimafreundlicher An- und Abreise und ökologisch ausgerichteten Unterkünften über Naturkosmetik im Wellness-Bereich bis hin zu naturnahen Ausflügen ist ein umweltbewusster Urlaub für den Schutz der Ostsee erstrebenswert.

Regionale Produkte aus biologischem Anbau und fair gehandelte Produkte, Verwendung von ökologischen Baumaterialien sowie Nutzung von erneuerbaren Energien sind die Schlüsselworte zu nachhaltigem Tourismus.

Quelle: http://www.ostsee24.de/ostsee-urlaub/umwelt/oekologisches-reisen

atambo tours

atambo tours

Urlaub: Exklusiv, individuell und nachhaltig

Wir erarbeiten Ihnen Ihr ganz individuelles Urlaubsprogramm. atambo tours sorgt dafür, dass Sie einzigartig reisen: Auf höchstem Niveau, immer mit Stil und Komfort. Bei atambo tours bekommen Sie keine Gruppenreise von der Stange, sondern nur nachhaltige Traumurlaube. Weltweit. atambo tours ist Mitglied im forum anders reisen und seit 2010 CSR zertifiziert.
atambo tours ist der Reiseveranstalter für den besonderen Urlaub jenseits des Massentourismus: individuell, inspirierend und verantwortungsbewusst. Kern einer jeden Reise ist die persönliche Beratung und Ausarbeitung. Unsere hochzufriedenen Kunden schätzen die Qualität der Reisen und die ganz besonderen Erlebnisse.
Nachhaltigkeit ist Unternehmensphilosophie. Bei allen Reiseprodukten wird die Einhaltung der ökologischen und sozialen Balance berücksichtigt. Der Grundsatz der Verantwortlichkeit steht dabei nicht im Widerspruch mit dem der Exklusivität. Denn faires Reisen ermöglicht außergewöhnliche Begegnungen mit Mensch und Natur – und die sind der wahre Luxus.

www.atambo-tours.de

Buchvorstellung: Tierschutz mit Messer und Gabel – Autorin: Dr. Andrea Flemmer

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Tierschutz mit Messer und Gabel ist ein Buch, das aufzeigt, dass man Nutztiere auch tierfreundlich halten kann.

Wir alle wollen saubere, gut schmeckende Lebensmittel. Aber wie können künstlich hochgezüchtete Hähnchen gut schmecken? Rinder, die sich kaum bewegen können, Sauen, die auf ihren eigenen Fäkalien leben?
Nicht nur Menschen, auch Tiere wollen gut behandelt werden. Dieses Buch zeigt, dass dies auch wirklich möglich ist. Nicht nur Neuland und die Verbände des ökologischen Landbaus zeigen, dass sie finanzierbare Alternativen anwenden. So müssen männliche Küken nicht „geschreddert“ werden. Die „Bruderhahninitiative“ zeigt, dass es auch anders möglich ist. Anstelle von Enthornung gibt es z. B. Hornkugeln. Auch die Haltung hornloser Rinder ist möglich. Freilandhaltung von Hühnern funktioniert prächtig mit dem „wandernden Hühnerstall“. Die muttergebundene Kälberaufzucht zeigt, dass man das Kalb der Mutterkuh nicht nehmen muss.
Kommt man mit den zahlreichen Positivbeispielen doch nicht zurecht, kann man auf ganz spezielle Nutztierarten ausweichen: ob es nun Damhirsche, schottische Hochlandrinder, „Büffel“ oder der Vogel Strauß ist.
Es gibt auch Tierhaltungssysteme, die an ein Paradies denken lassen und auch Sarah Wiener zeigte in ihren Fernsehsendungen, dass es bei Hühnern und Schafen alternative Haltungssysteme gibt, die den Tieren gerecht werden.
Die Liste der alternativen, tierfreundlichen Haltung ist lange. Sie werden am Ende des Buches gar nicht mehr verstehen, warum es immer noch Massentierhaltung, Stopfleber und grausige Fischereien geben muss, denn: Tierschutz mit Messer und Gabel zeigt, dass es auch anders geht!

Titelbild Buch Tierschutz

Weitere Infos zu dem Buch

Willkommen – im „Urwald vor den Toren der Stadt“

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Das URWALD-Projekt

Seit 1997 gibt es das Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“
im Saarkohlenwald im Herzen des Saarlandes. „Die Natur Natur sein lassen“, lautet das Ziel in diesem etwas mehr als 1.000 ha großen Wald-Naturschutzgebiet. Auf eine wirtschaftliche Nutzung des Rohstoffes Holz wird hier ganz verzichtet, die Motorsägen schweigen zu Gunsten von Wildnis. Wildnis bedeutet: umgefallene Bäume, zuwachsende Wege, Baummoose und eine immer ursprünglich werdende Vegetation überwuchern langsam die Zivilisation. Der natürliche Entwicklungsprozess verändert langsam, aber stetig die Tier- und Pflanzenwelt.
Der Mensch wird aus diesem Schutzgebiet, welches als so genanntes NATURA 2000-Gebiet (nach der Europäischen Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) auch Teil des europäischen Naturerbes ist, aber nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: die Menschen sollen an der natürlichen Entwicklung des Urwaldes vor den Toren der Stadt Saarbrücken teilhaben – sie sind willkommen im Urwald.
Allerdings gelten hier andere Regeln als in sonstigen Wäldern. Nicht alle Wege sind gut ausgebaut, manche bilden nur schmale Pfade oder wiederum andere Wege müssen selbst erkundet und erforscht werden. „Abstimmung mit den Füßen“ nennen das die Urwald-Macher.

 

Holzstamm
Im „Urwald vor den Toren“ ruhen seit über 10 Jahren die Motorsägen. „Natur Natur sein lassen“ lautet die Devise im rd. 1.000 ha großen Wald-Naturschutzgebiet.

Der „Urwald vor den Toren der Stadt“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, SaarForst Landesbetrieb und dem Naturschutzbund (NABU) Saarland e.V. Im Jahre 2002 wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen, der die Zusammenarbeit, Organisation und Einrichtung des Projektes beschreibt.  Zur Begleitung des Projektes wurde eine „Urwaldkooperationsgruppe“ eingesetzt.
Als eine wichtige Informations- und Orientierungshilfe für die Besucherinnen und Besucher des Urwaldes ist die Urwald-Erlebniskarte erschienen. Damit werden das Wanderwegenetz und die vielen besonderen Erlebnisorte des „Urwaldes vor den Toren der Stadt“ übersichtlich dargestellt.

URWALD mit UN-Auszeichnung

Das Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“ erhielt erstmals im Jahre 2006 und dann nochmals 2008 die Auszeichnung als offizielles „UN-Dekade-Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Damit wurde insbesondere das Wildnispädagogik-Projekt „URWALD macht Schule“ ausgezeichnet. In diesem Projekt werden Kinder und Jugendliche auf eine einzigartig intensive und damit nachhaltige Art und Weise gleichermaßen erreicht. Auch der Grundsatz „Jeder Fußgänger darf jederzeit an jeden Ort des Urwaldes laufen“ als Weg zur Integration von Mensch und Natur wurde von der UN mit dieser Auszeichnung gewürdigt.

„URWALD macht Schule“ im WildnisCamp

„Urwald macht Schule“ sind halb- bis mehrtägige Veranstaltungen mit Übernachtung im Urwaldrevier, in der Scheune Neuhaus und dem WildnisCamp als Basislager und zentraler Ort. Je nach Alter gibt es unterschiedliche Themenschwerpunkte zum Ökosystem Wald und seiner sukzessiven Entwicklung zum wilden (Ur)Wald.
„Urwald macht Schule“ hat unmittelbaren Bezug zum Ökosystem Urwald und der Wildnis. Die Gruppen arbeiten unter fachkundiger Anleitung am Thema „Biologische Vielfalt“. Eingebettet in das WildnisCamp kommt natürlich der Abenteuer- und Spaßfaktor nicht zu kurz. Die Teilnehmer müssen ihre Bleibe herrichten und sich Gedanken über die Zubereitung ihrer Verpflegung machen. Wie können wir ohne Feuerzeug Feuer machen und am Brennen halten, ist eine bedeutsame Frage und eine Nacht im WildnisCamp wird sicherlich gänsehautschaurig schön werden. Die Klassen werden von der Saarbahn-Haltestelle Heinrichshaus abgeholt werden. Unsere fachkundigen Betreuerinnen und Betreuer begleiten und verpflegen die Gruppe.
Allen Maßnahmen gemeinsam ist ein sinnlich-emotionaler Ansatz mit Freude und Spaß am gemeinsamen Erleben eines „anderen, wilden“ Wald-Ortes. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Liebe zur Natur geweckt.

Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur –

Im Herzen des Saarkohlenwaldes und inmitten des „Urwaldes vor den Toren der Stadt“ liegt die „Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur“.
Die Scheune Neuhaus entstand aus einer Einzelspende eines ehemaligen Hüttenarbeiters und Mitglieds des Pfälzer Waldvereins aus Neunkirchen. Aus „Sorge um den Wald“ der Forstverwaltung hinterließ er einen bedeutenden Nachlass. Diese Sorge bezog sich auf das Waldsterben. Neben dieser großzügigen Spende stellte das Land in der Folgezeit weitere Mittel bereit.
Heute ist die Scheune Neuhaus vielen Besucherinnen und Besuchern schon seit vielen Jahren als „Zentrum für Waldkultur“ bekannt, wo zahlreiche Veranstaltungen in den Wald locken. Hier erfahren die Menschen mehr zur werdenden Wildnis inmitten einer Stadtlandschaft.

Scheune Neuhaus
Die Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur – liegt zwischen Riegelsberg und Fischbach und ist der zentrale Veranstaltungsort des SaarForst Landesbetriebes für vielfältige Veranstaltungen, die sich mit dem Thema Wald, Urwald, Wildnis beschäftigen.

 

In den Jahren 2005 und 2006 wurde die Scheune Neuhaus im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „Innovatives Kommunikationskonzept“ zum Informations- und Aktionszentrum ausgebaut.
In der Scheune werden Vorträge, Diskussionsforen, Führungen, Wildnis-, Kunst-Workshops mit Bürgerbeteiligung und Fortbildungen für Multiplikatoren angeboten.
Die Scheune Neuhaus steht darüber hinaus für private Veranstaltungen (Familienfeiern, Betriebsfeste u.ä.) zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Urwald-Projekt und zum Veranstaltungsprogramm unter www.saar-urwald.de

 

Dr. Volker Wild
SaarForst – Öffentlichkeitsarbeit
Von der Heydt 12
66115 Saarbrücken
Tel.: 0681/9712-01
Besuchen Sie uns im Internet: www.saarforst.de

Masseria Sant’Angelo – Ferien- und Schulbauernhof

Logo Masseria Sant'Angelo

Urlaubsbauernhof Masseria Sant’Angelo in Apulien, in Corigliano d’Otranto

Wenn für Euch der wirkliche Luxus eine unter der südlichen Sonne gereifte, frisch gepflückte knallrote Tomate ist, eine Ziegenherde über Felder ziehen zu sehen oder einen ganz frischen Ricotta mit Feigenmarmelade zu probieren….dann ist die Masseria der richtige Fleck für Euch.
Ein bißchen über uns und den Hof in Kürze

Die Famiglie Avantaggiato
Das Kernstück unseres Familienlebens ist die Masseria. Hier vereint sich unser Privatleben mit der Arbeit. So sieht es aus auf einem Urlaubsbauernhof. Der Hof wird überwiegend von uns beiden, Ulla und Rocco, einem deutsch-italienischen Paar im allerbesten Alter, geleitet. Hilfreich stehen mit ihrer Lebensweisheit die Großeltern Angela und Giovanni zur Seite. Unsere beiden Söhne Lenny und Giulio, Jahrgang 1999 und 2003, bringen sich hier und da auch schon mit ein.

Ein wenig über unsere Geschichte (weiteres dann hier auf bei Interesse..)
Nachdem wir die ersten Jahre mit dem Bio-Anbau von Gemüse (über-) leben mussten, konnten wir 2001 endlich mit dem Umbau der alten Stallungen beginnen, wobei uns der Einsatz von lokaltypischen Techniken und natürlichen Materialien wichtig war. Für den Bau wurden überwiegend noch handgeschlagene, hiesige Steinblöcke wiederverwendet. Auf diese Weise sind unser eindrucksvoller Speisesaal mit seinem Sterngewölbe und dem großen Kamin sowie die um unser Bauernhaus verteilten Häuschen entstanden.

Die grünen Außenbereiche
haben sich seit Beginn langsam aber stetig entwickelt, denn kleine Bäumchen müssen erst einmal groß werden, um dann bewundert zu werden. Dabei haben wir nichts überhasten wollen (und können) und das damals manchmal ästhetisch noch ruppige (aber herzliche) Ambiente hatte sogar schon früh seine Anhänger gefunden. Heute wird der Besucher auch im Sommer durch eine üppige grüne Flora mit bunten Farbtupfern begrüßt. Einen „englischen Rasen“ wird man aber weiterhin vergeblich suchen

Besonders erwähnenswert ist „Il Parco della Pietra, unser Freiluftmuseum, ein Zögling von Rocco, dessen große Leidenschaft die Steine sind. Steine gibt es nämlich im Salento reichlich und somit wurden diese verwendet, um nützliche Dinge zu bauen, die in der Geschichte des bäuerlichen Lebens wichtige Funktionen einnahmen. Hier kann man diese kennen lernen.

Unsere Tiere, einfach eine Freude
Ohne unsere Tiere wäre die Masseria weitaus weniger lebendig und fröhlich. Ziegen, Hühner, Pferde, Esel, Katzen und Hunde, aber natürlich auch wildlebende Tiere, leben hier in ihren Gemeinschaften in großzügigen Unterbringungen. Für uns sind sie Freunde und Mitarbeiter. Uns ist schon klar, daß so manch einer eher wegen der Tiere als wegen der schönen Häuschen oder gar wegen uns hierher kommt.

Wir freuen uns darüber, uns mit unseren Gästen austauschen zu können,
denn das ist das Schöne an unserer Tätigkeit. Häufig teilen unsere Gäste mit uns die Freude am einfachen Leben auf dem Lande, verbunden mit einer neuen Kultur und gut gelauntem Zusammenleben. Durch unsere Mehrsprachigkeit sind Sprachbarrieren nicht wirklich vorhanden und so gelingt auch der interessante Austausch zwischen Menschen verschiedener Nationen.

Unsere aufmerksamen Mitarbeiter
sind Multitalente und arbeiten bereits seit vielen Jahren bei uns. Daniela und Francesco sind unsere Stützen, auf die wir uns immer verlassen können. Gemeinsam mit ihnen und mit den allseits einsatzbereiten Helfern Gino, Fernanda und Sandra möchten wir unsere Gäste auf der Masseria willkommen heißen, einem wirklich erholsamen Urlaubsort, einer kleinen Oase auf dem Lande, die so manch einer als „magisch“ bezeichnet.

www.masseriasantangelo.it

Biosphärenreservat Bliesgau

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Biologische Vielfalt im Bliesgau

Im Gebiet des Biosphärenreservat Bliesgau ist die höchste Dichte an europa-, bundes- und landesweit bedeutsamen Lebensraumtypen und Arten im Saarland zu verzeichnen. Deshalb liegen hier auch viele der vom Saarland gemeldeten NATURA 2000-Gebiete.

Orchideenwiese

Bildautor Axel Krieger: Das Orchideengebiet in Gersheim im Frühsommer

Prägend für das Gebiet ist die Blies und ihr Tal mit den naturnahen Auenwäldern, in denen sich der Biber seit der erfolgreichen Wiederansiedlung wieder flächendeckend ausgebreitet hat, den Röhrichten, Hochstaudenfluren und den großflächigen Auwiesen. Auch viele schutzwürdige Amphibien und Libellenarten sind in den feuchteren Gebieten des Bliesgaus zu finden. Größer und auffälliger in den Auwiesen bei Beeden sind jedoch die Wasserbüffel, die Heckrinder und seit diesem Frühjahr auch die Konik-Pferde, die hier Flächen beweiden, um sie so freizuhalten, dass auch die Störche genügend Nahrung für ihre Jungen finden.
Daneben gibt es gerade im südlichen, ländlichen Bereich viele Orchideen- und Waldmeister-Buchenwälder und die für den Bliesgau typischen Salbei-Glatthaferwiesen, Streuobstwiesen und Halbtrockenrasen mit ihren reichen Orchideenvorkommen. Schöne und individuenreiche Populationen gibt es z.B. von Ohnsporn, Pyramiden-Orchis, Bocks-Riemenzunge und Hummelragwurz unter anderem im bekannten Orchideengebiet bei Gersheim.
Ganz in der Nähe des Orchideengebiets, im ehemaligen Kalkbergwerk in Gersheim haben sich auch Fledermäuse angesiedelt. Hier sind 11 der 19 im Saarland nachgewiesenen Arten vertreten z.B. die Breitflügelfledermaus oder die Bechsteinfledermaus, die hier eines ihrer deutschlandweit größten Winterquartiere besitzt. Sie nutzen die alten Schächte und Höhlen als Unterschlupf.
Bemerkenswert sind aber auch die Tagfalter-Arten im Bliesgau. Alle aktuell im Saarland nachgewiesenen FFH-Arten der Tagfalter sind in der Region vertreten. Der Große Feuerfalter ist eher in etwas feuchteren Bereichen zu finden, seine Raupen fressen an großblättrigen Ampferarten. Der Dunkle Wiesenknopfameisenbläuling ist an die Vorkommen vom Großen Wiesenknopf gebunden, Goldener Scheckenfalter und Thymian-Ameisenbläuling sind in den Halbtrockenrasen zu finden.

Goldener Schneckenfalter
Bildautor Anita Naumann: Der Goldene Scheckenfalter
kommt im Bliesgau vor allem in den orchideenreichen
Halbtrockenrasen vor

Doch auch weniger gefährdete Arten wie Ochsenauge, Schachbrett, Großer Perlmuttfalter, Wiesenvögelein, Ehrenpreis-Scheckenfalter und die Widderchen fliegen zurzeit in großer Zahl über die blühenden Wiesen.
Beim Fliegen und auf Futtersuche kann man auch Heidelerche, Rotkopfwürger, Neuntöter oder Rotmilan beobachten. Typisch für die alte Kulturlandschaft der Streuobstwiesen ist auch der Steinkauz, der in den Höhlen von alten Obstbäumen seine Jungen großzieht.
Auch Heuschrecken sind in den mageren Wiesen häufig. So gibt es im Bliesgau u.a. große Populationen der Feldgrille, des Weinhähnchens (eine Art aus dem Mittelmeerraum) und des Warzenbeißers.

www.biosphaere-bliesgau.eu

Wie verreise ich richtig

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Wie verreise ich richtig oder: müssen wir jetzt alle zu Hause bleiben?

Als reflektierte, gebildete und sozial engagierte Menschen liegen uns das Wohl aller, der Umweltschutz, die Artenvielfalt und globale Fairness am Herzen. Wir kaufen Bio-Kost aus dem Hofladen, fahren möglichst mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, meiden Kleidung, die in Billiglohnländern produziert wurde, kaufen fair-trade Kaffee und – wollen manchmal in den Urlaub fahren. Doch schon beim Blick auf die verlockenden Reiseziele kommt das schlechte Gewissen. Fliegen ist doch falsch, oder? Erderwärmung, Co2, das weiß inzwischen jeder. Bleibt jetzt nur noch die Radtour durch die heimischen Weinberge?

Eine schnelle Recherche im Internet lässt einen tatsächlich zu diesem Schluss kommen. Viele Seiten, die sich mit dem Thema des verträglichen Reisens beschäftigen, empfehlen den „Urlaub zu Hause“. Ganz unberechtigt ist das nicht. Denn natürlich ist es ökologisch bedenklicher, einen dreitägigen Kurzurlaub in New York City zu machen, als die heimische Natur wandernd zu erkunden. Und eine Woche in einer Bettenburg in der Dominikanischen Republik hat natürlich eine schlechtere Ökobilanz, als eine Woche im Ferienhaus auf Sylt.

Die Auswirkungen des Reisens lassen sich nicht allein in CO2-Emissionen messen

Eine pauschale Empfehlung zum „Urlaub um die Ecke“ ist dennoch sehr unüberlegt. Richtig ist, dass das Flugzeug den größten CO2-Ausstoß unter den gängigen Vermitteln verursacht. Fliegen ist ökologisch bedenklich. Die Auswirkungen des Reisens lassen sich aber nicht allein in CO2-Emissionen messen. Reisen bedeutet auch kulturellen Austausch, Inspiration, Lernen, Erleben und nicht zuletzt: Konsumieren.

Entwicklungs- und Schwellenländer nicht mehr zu besuchen, wäre eine wirtschaftliche Katastrophe

Es gibt viele Länder, die in einer vertretbaren, dem normalen Arbeitnehmer zumutbaren Zeit nur per Flug zu erreichen sind. Dazu zählen beliebte Reiseziele wie der südostasiatische Raum, Südamerika und Afrika. Industriestaaten wie Frankreich, Italien und England sind auch anders zu erreichen. Doch gerade Entwicklungs- und Schwellenländer profitieren vom Tourismus. Sie sind auf diesen Wirtschaftszweig angewiesen. Werden in den Industrienationen „nur“ zwischen 2% und 10% des Bruttoinlandsproduktes durch die Tourismusbranche generiert, sind es in vielen Entwicklungsländern 25-40%. Diese Länder nicht mehr zu besuchen, wäre eine wirtschaftliche Katastrophe. Der Tourismus sorgt für Arbeitsplätze, nicht nur in Entwicklungsländern. Pro 1 Mio. US-Dollar, die weltweit im Tourismus umgesetzt werden, entstehen 50 Arbeitsplätze. Außer im Bildungssektor sind nirgends mehr Menschen direkt beschäftigt, als im Tourismus. Es sind sechsmal so viele Menschen im Tourismus tätig, wie in der Automobilbranche und ein Drittel mehr als in der Finanzwirtschaft. Einen Zusammenbruch dieses Wirtschaftszweiges kann kein Weltverbesserer wollen.

In finanzschwachen Ländern ermöglichen Besucher die Finanzierung von Nationalparks und einer modernen Infrastruktur. Reisen kann sich positiv auf angrenzende Industriezweige wie Landwirtschaft, Transportwesen und die Baubranche auswirken. Wenn man ein wenig mithilft jedenfalls.

Wichtig ist, dass das Reiseland maßgeblich von den Besuchern profitiert

Inzwischen haben das viele Reiselustige erkannt und achten bei ihren Urlauben darauf, Angebote dem Bereich des nachhaltigen Tourismus zu buchen. Aber was ist das eigentlich genau?

Wie so oft gibt es hier verschiedene Definitionen, die sich jedoch in den Kernpunkten gleichen. Wichtig ist, dass das Reiseland maßgeblich von den Besuchern profitiert. Dazu gehört, dass Lebensmittel aus der Region bezogen werden, die Freizeitangebote die Kultur und Religion der Einheimischen respektieren, dass Regelungen für den Besuch von besonderen Naturräumen vereinbart werden und dass Einheimische einer Beschäftigung mit vertretbarem Gehalt nachgehen können. Auch sollten die Besucher viel über Kultur, Natur und Geschichte des Landes lernen und in Austausch mit der Bevölkerung kommen.

Viele klassischen Angebote, die den Besuch wichtiger, schöner und besonderer Orte eines Landes vorsehen, sowie Erholung am Strand und die Teilnahme an Kulturveranstaltungen, sind inzwischen in der verträglichen Variante buchbar. Die Veranstalter kaufen ihre Dienstleistungen nicht mehr möglichst billig, sondern möglichst gerecht ein. Das kostet den Verbraucher zwar etwas mehr, aber glücklicherweise sind viele Menschen mittlerweile so gut informiert, dass sie bei der Wahl des Urlaubs nicht nur auf Preise schauen. Dafür erhalten sie dann ein Angebot, das sie guten Gewissens genießen können und das qualitativ überzeugt.

Ecotraining – mehr als eine Auszeit

Noch weiter gehen Reiseveranstalter bei einem neuen Trend des verträglichen Tourismus: Sogenannte „Ecotrainings“  sind immer mehr im kommen. Bei dieser Art Urlaub geht es den Reisenden nicht mehr nur um Abwechslung, Erholung und neue Eindrücke. Sie wollen persönlich weiterkommen, etwas lernen, sich mit dem Reiseziel tief verbinden. Die Ecotrainings sind kleine oder größere Ausbildungen zu verschiedenen Themen. Ob Vogelbeobachtung, Wildtierfotografie, Spurenlesen oder eine Fortbildung zum Wildnisführer: In Phasen von mindestens zwei Wochen bis hin zu Angeboten, die ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr dauern, wird der Urlaub genutzt, um sich selbst in ein neues Thema einzuarbeiten. Für manche Reisenden wird daraus weit mehr als eine Auszeit. Die Begeisterung, die durch die wirkliche Kenntnis des Landes und seiner Natur und Kultur entstehen kann, ist so groß, dass nach dem Besuch des Trainings einige ein neues Berufsfeld für sich entdeckt haben und als Reiseleiter selbst Touren in die entsprechende Region anbieten.

Diese Angebote erfüllen gleich zahlreiche Bedingungen für verträgliche Reisen: Bei einer Ausbildung zum Wildnisführer beispielsweise werden Einheimische gebraucht, die ihre traditionellen Wildnistechniken weitergeben können. Sie erhalten in der lehrenden Funktion gute Löhne und können gleichzeitig ihr Brauchtum auf eine natürliche Weise am Leben erhalten, die sich deutlich von den bekannten Vorführungen für Touristen unterscheidet.

Die Besucher bekommen durch den sehr persönlichen Kontakt eine direkte Verbindung zur Tradition des Landes, die weit über „angucken“ hinausgeht. Sie verstehen, warum bestimmte Bräuche existieren und dass es wichtig ist, Räume frei zu lassen, in denen Traditionen weiter gelebt werden können, ohne Zäune, Hotelanlagen und Souvenirstände. Sie begreifen die Zusammenhänge des besonderen Lebensraumes, in dem sie sich befinden.

Außerdem sind die Teilnehmer hinterher in der Lage, zu Hause als Botschafter dieser Kultur im eigenen Bekanntenkreis Wissen weiter zu geben.

Reisen ist toll!

Wir können also aufatmen: Reisen ist toll! Wie aber erkenne ich als Laie, welches Angebot tatsächlich nachhaltig ist?

Ein entscheidender Faktor ist der Preis. Wenn eine Reise inklusive Flug, Unterkunft und Vollpension für 10 Tage nicht mehr kostet, als drei größere Familieneinkäufe im Bio-Supermarkt, dann kann da etwas nicht ganz sauber sein. Wo Flüge Co2-kompensiert werden, MitarbeiterInnen in der Gastronomie und Raumpflege vernünftige Löhne erhalten und nachhaltig produzierte Lebensmittel zum guten Ton gehören, ist der Preis meist vierstellig. Billig ist nicht gut. Wirklich nicht. Geht gar nicht.

Andersherum ist leider nicht alles nachhaltig, nur weil es teuer ist. Um Abzocke von Qualität unterscheiden zu können, gibt es mittlerweile aufwändige Zertifizierungsverfahren. Bekannt ist beispielsweise das CSR-Zertifikat. Es wird Reiseunternehmen ausgestellt, die nachweisen können, dass sie eine nachhaltige Unternehmensstruktur haben und Reisen anbieten, von denen das Reiseland maßgeblich profitiert.

Wie sieht es also aus, das perfekte Reiseangebot? Hier ein paar Tipps:
  • Wenn sich das Reiseland nur per Flugzeug erreichen lässt, sollte die Reisedauer die Emissionen rechtfertigen. Fernreisen unter 14 Tagen sind zu vermeiden. Machen Sie nur hin und wieder einen langen Urlaub in der Ferne und steigen sie für Kurzurlaube tatsächlich auf das Fahrrad in den Weinbergen um.
  • Kompensieren Sie den Flug. Bei Atmosfair (www.atmosfair.de) können Sie berechnen, wieviel CO2 ihr Flug verursacht. Durch einen freiwilligen Aufpreis unterstützen Sie klimaschonende Projekte und können den negativen Einfluss des Fluges etwas abfangen.
  • Es ist ok, wenn Sie nur am Strand liegen wollen. Überlegen Sie aber bitte, welches der nahegelegenste Strand ist. Nur für ein bisschen Sand muss man wirklich nicht um die halbe Welt fliegen.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Menschen im Reiseland von Ihrem Besuch profitieren, indem Sie in lokalen Geschäften einkaufen, Cafés besuchen und zu Kulturveranstaltungen gehen.
  • Bringen Sie Interesse für das Land mit und nicht nur den Wunsch nach schönem Wetter und Strand. Wenn Sie viel über Land und Leute lernen, können Sie dazu beitragen, dass zu Hause mehr Verständnis für diese Kultur entwickelt wird.
  • Fragen sie bei der Reisbuchung nach Zertifikaten. Hotels können ebenso wie Reisebüros und Tourenanbieter ihre Produkte zertifizieren lassen. Das fängt beim Fisch in der Hotelküche an, der mehr oder weniger nachhaltig gefangen werden kann und geht über faire Arbeitsbedingungen weiter bis zur Programmgestaltung, die möglichst respekt – und rücksichtsvoll mit der Kultur und den Ressourcen des Landes umgehen sollte. Ein guter Reiseveranstalter weiß, aus welchem Garn seine Produkte gestrickt sind und kann Sie aufklären.

Autorin: Lilith Chromow, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsreferentin bei Aventerra e. V.

Quellen: www.aventerra.de, www.wikipedia.de, www.giz.d