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Die Konferenz der Tiere

Parallel zum Klimagipfel 2011 im schönen Durban, Südafrika, fand eine weitaus bedeutendere Konferenz statt, die im Gegensatz zu denen der Menschen sofort zu Ergebnissen führte und diese wurden auch sofort umgesetzt. Die Tierwelt dieser Erde hat sich unter Vorsitz von Mutter Natur und den Beisitzern der Pflanzenwelt auf ein grundlegendes Protokoll geeinigt, welches das auslaufende Kyoto-Protokoll in seiner Effizienz weit übertrifft. Da die Menschen noch streiten, ob sie sich a) anpassen müssen an das Klima, Adaption genannt, oder ob man b)Staaten, die bisher weniger an der Atmosphärenverschmutzung beteiligt waren, nicht erst auch mal die Gelegenheit dazu geben sollte, Klimagerechtigkeit genannt, oder ob man c) Gegenmaßnahmen einleiten sollte,

See auf Amrum
See auf Amrum – noch ohne Anopheles

Migitation genannt, will man hier bis zum nächsten Klimagipfel im Dezember 2012 in Katar nicht warten.
Einige Auszüge aus dem Protokoll sollen hier seine Auswirkung in diesem Jahr belegen. Um den Klimakiller Nr.1 (Mensch lat.: homo sapiens) sofort an seinen akuten Wirkungsstätten in seiner Tätigkeit zu behindern, wollen die Untergattungen Anopheles (auch Malaria-, Gabel- oder Fiebermücke genannt) und Aedes, Haemagoggus und Sabethes (gemeine Stechmücken) ihre Populationen in dessen noch subtropische und gemäßigte Hemisphäre ausweiten und nicht nur Drittstaaten in tropischer Umgebung das Leben schwer machen (Klimagerechtigkeit).

Die Rippenqualle Mnemiopsis leidyi, die zuvor aus wärmeren Meeren wie dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer bekannt war, gründet Filialen (Migitation) in der Ostsee und Nordsee und hat Fischlarven traditionell auf dem Speiseplan – der Mensch eher die daraus entstehenden Fische. Offen gelassen hat man im Protokoll, welche Quallen es sich neben Mnemiopsis noch bequem machen an den Badestränden und nicht nur den Restaurantbesuch teuer machen, sondern – wenn schon, denn schon – auch das Badevergnügen parallel vermiesen.
Eine besonders hinterlistige Form der Anpassung (Adaption) hat die beisitzende Pflanzenwelt in das Protokoll eingebracht. Viele Menschen, zu denen die Befürworter für gleichbleibenden oder steigenden CO2-Ausstoss gehören, argumentieren mit höheren Erträgen der Biomasse, denn „ für die Pflanzen ist das Treibhausgas ein wichtiger Rohstoff für ihre Photosynthese.“ Ja nee, is` klar sagten die Pflanzen und schon heute ist belegt: „Bei CO2-Konzentrationen von 550 ppm, dem Wert, der in etwa 50 Jahren erwartet wird, sank der Eiweißgehalt vieler Kulturpflanzenarten deutlich ab. Beim Weizen waren gerade die für die Brotherstellung wichtigen Gluten-Eiweiße um 20 Prozent reduziert.“ (Vgl.: http://scinexx.de/dossier-detail-424-8.html)

Na ja, in 50 Jahren…

Trotz dieser Maßnahmen – genau wie das Kyoto-Protokoll bleibt auch das Protokoll der Konferenz der Tiere global wirkungslos. „Die ständig wachsende Menschheit hat dafür gesorgt, dass immer mehr Naturlandschaft neuem Ackerland, Städten oder Straßen weichen muss. Rund ein Viertel der jährlichen Biomasseproduktion weltweit wird vom Menschen geerntet, verbrannt oder durch

Biotop auf Spiekeroog
Biotop auf Spiekeroog – Oktober 2012, 20° C Außentemperatur

Landnutzung verändert. Dadurch schrumpfen die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten oder werden so verändert, dass sich ihre Bewohner nicht mehr anpassen können….. Rund ein Drittel aller Tier und Pflanzenarten gelten heute bereits als bedroht.“
Parallel zum Klimagipfel in Katar wird es übrigens wieder eine Konferenz der Tiere geben. Da man dazugelernt hat, wird sie allerdings umgetauft: Konferenz der Arten soll sie heißen und in einem Symposium will man darauf eingehen, wie man der letzten bedrohten Art auf diesem Planeten helfen kann: Dem homo sapiens, mutiert in wenigen Generationen vom homo oeconomicus zum dankbaren homo oecologicus reciprocans, idealtypisch rücksichtsvoll und menschlich.

Text und Bilder: Jürgen Beckmann, 59174 Kamen, 0163 391 63 99, Fachjournalist (FJS), Dipl. Kfm.(FH), www.beratung-kamen.de

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