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Erntefrisches für den Winter konservieren

Wenn im Spätsommer und Herbst die Erntezeit die Gartenarbeit prägt, bietet es sich an, Obst und Gemüse durch Einmachen zu konservieren. So kann auch im Winter frisches Essen aus dem Garten verzehrt werden.

Erntefrisches für den Winter konservieren
Pixabay.com / Catkin / https://pixabay.com/de/photos/ernte-herbst-frucht-früchte-482617/

Noch vor wenigen Jahrzehnten war es fester Bestandteil der Ernte, proteinreiches Obst und Gemüse aus dem Garten einzuwecken, um es für den Winter haltbar zu machen. Erst in den letzten Jahren verlor sich das Einmachen ein wenig aus den Augen, erlebt aber mittlerweile eine echte Renaissance. Der Vorteil des eigenständigen Einweckens liegt auf der Hand: Zuckergehalt und andere Zutaten können individuell bestimmt werden. Außerdem spart das Einwecken Transportwege und ist nachhaltig. Unter Berücksichtigung einiger Tipps und Ratschläge ist es auch nicht schwer, das selbst geerntete Obst und Gemüse auf diesem Weg haltbar zu machen.

Obst und Gemüse müssen einwandfrei sein

Grundsätzlich lassen sich alle Obst- und Gemüsesorten durch Einwecken haltbar machen. So können Äpfel und Birnen ebenso eingeweckt werden wie beispielsweise Kirschen und Beeren. Wichtig ist immer zu prüfen, ob das Obst wirklich einwandfrei ist. Es sollte keine Schadstellen aufweisen. Weiterhin muss der Sud, der für das Einwecken verwendet wird, immer das komplette Obst bedecken. Ist das nicht der Fall, leidet die Haltbarkeit darunter und es besteht die Gefahr, dass die Früchte schimmeln.

Die Gläser, die zum Einwecken verwendet werden, werden vorher gründlich gereinigt. Um Keimen und Bakterien keine Chance zu geben, werden sie am besten 10 Minuten in heißem Wasser ausgekocht. Dadurch werden mögliche Keime beseitigt. Anschließend können Obst und Sud auch direkt eingefüllt werden. Beim Einwecken muss berücksichtigt werden, dass der Glasrand sauber ist. Hier dürfen keine Reste zurückbleiben, da die Deckel sonst nicht richtig schließen und die Haltbarkeit darunter leidet. Um auf Nummer sicher zu gehen, werden die Gläser nach dem Schließen des Deckels gestürzt, also auf den Kopf gedreht. Das Eingekochte kann damit auch die letzten Keime erfolgreich abtöten.

Haltbarkeit wird oft unterschätzt

Einmal eingeweckt, sind Obst und Gemüse sehr lange haltbar. Wenn kein Fehler passiert, können Marmelade und Kompott auch nach einem Jahr noch verzehrt werden. Wichtig ist aber immer, dass Beides geprüft wird, bevor der Verzehr erfolgt. Bei der Lagerung gilt es darauf zu achten, dass Kompott und Marmelade kühl stehen. Ideal ist zudem ein dunkler Raum. Trotz aller Vorsicht kann beim Einwecken natürlich immer etwas schiefgehen.

Grundsätzlich sollte Kompott, dessen Deckel nicht mehr richtig verschlossen ist, auch nicht verzehrt werden. Auch wenn der Inhalt der Gläser eine unnatürliche Färbung angenommen hat oder sich der Geruch als penetrant erweist, muss von einem Verzehr abgeraten werden. Das Einwecken hat eine lange Tradition, erklärt Sven Schröder von STERNEFOOD: “Die Anfänge reichen bis in die Zeit Napoleons zurück. Napoleon war während der Kriegszüge auf der Suche nach einer Möglichkeit, seine Soldaten auch unterwegs möglichst gut und vollwertig zu ernähren. Hierfür schrieb er schließlich einen Wettbewerb aus, an dem sich Nicolas Appert, ein angesehener Konditor beteiligte. Er war der Erste, der Lebensmittel haltbar machte, indem er sie stark erhitzte.”