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„Handgemachte NATURSEIFEN“

Das Wort „NATUR“ ist nicht geschützt. Es wird in der Werbung für alles Mögliche eingesetzt und
suggeriert dem Kunden – gut, gesund, ehrlich, natürlich, heil – doch oftmals ist von wahrer, echter
Natur wenig in den Produkten zu finden.
Was aber sind wirklich “Handgemachte Naturseifen” und worin unterscheiden sie sich von den
üblichen Industrieprodukten?

Die unterschiedlichen Herstellungsverfahren.
Seifenherstellung lässt sich einfach erklären: Fette/Öle + Lauge = Seife.
Wenn sich Öle und Lauge verbinden geschieht der Verseifungsprozess. Das ist ein chemischer
Prozess. Seife ist also immer (ob von Hand oder industriell hergestellt) auch ein Stück weit Chemie.
Der Unterschied liegt darin, ob und inwiefern die Rohstoffe und Zusatzstoffe synthetische Stoffe sind
oder nicht.

Die Rohstoffe

Natürliche, nachwachsende Rohstoffe.
Je weniger ein Rohstoff aus der Natur weiterverarbeitet, also sterilisiert, pasteurisiert, rieselfähig
gemacht, gebleicht oder raffiniert wird, um so „natürlicher“ ist er und umso mehr wertvolle
Inhaltsstoffe für die Haut bleiben erhalten. Das sind z.B. Mineralien und Vitamine, die in Pflanzenölen,
Meersalz, Honig, Mineralerden, Kräutern, Milchprodukten, Lanolin, Seidenproteinen und ätherischen
Ölen enthalten sind.
Kaltgepresste Pflanzenöle haben immer einen typischen Eigengeruch, was die Kunden von der
Kosmetik her nicht kennen und auch zum grossen Teil nicht wollen. Diese Öle sind nicht so farblos
klar wie raffinierte Öle, haben eine kürzere Haltbarkeit und müssen pfleglicher behandelt werden (z.B.
kühle Aufbewahrung unter Lichtausschluss).
Naturbelassen können die o.g. Rohstoffe ihre wunderbaren Pflegeeigenschaften und ihre für die Haut
hilfreichen Wirkungen optimal entfalten.

Raffinierte Öle und synthetische Rohstoffe wie Paraffine, Silikone, Konservierungsstoffe,
Stabilisatoren, synthetische Düfte und Kosmetikfarben sind haupsächlich bei Industriekosmetik und
-seifen zu finden. Diese werden maschinell in hohen Stückzahlen gefertigt.
Industriekosmetik muss preiswert, billig, makellos, und perfekt sein. Sie soll gut riechen und jahrelang
haltbar sein.

„Handgemachte NATURSEIFEN“ werden in kleinen Stückzahlen handwerklich hergestellt.
Sie enthalten natürliche Rohstoffe. Bei der Verseifung ensteht natürliches Glycerin. Zudem enthalten
sie unverseifte Anteile rückfettender Öle. Sie haben aus diesem Grund auch ein
Mindesthaltbarkeitsdatum. Handarbeit, geringe Stückzahlen und hohe Rohstoffpreise machen
“Handgemachte Naturseifen” wesentlich teurer als andere Seifen. Durch den überwiegenden Anteil
naturbelassener Rohstoffe sinkt die Gefahr von Hautirritationen.
In diesem Zusammenhang halte ich auch eine deutschsprachige Deklaration für sehr wichtig, damit
sich der Kunde genau über die Inhaltsstoffe informieren kann.

Meine Definition von „Handgemachten Naturseifen“
Handgemachte Naturseifen sollten in möglichst hohem Ausmaße den folgenden Kriterien
entsprechen:
– Herstellung in Handarbeit.
– Alle Rohstoffe von vertrauenswürdigen und qualitätsbewussten Händlern.
– Öle und Fette aus kontrolliert biologischem Anbau.
– 100% naturreine ätherische Öle, wenn möglich in Bio-Qualität!
– Kräuter aus kontrolliert biologischem Anbau.
– Frei von künstlichen Farb- und Duftstoffen.
– Frei von chemischen Konservierungs- und Zusatzstoffen.

Ein achtsamer und liebevoller Umgang bei der Behandlung der Rohstoffe und der Herstellung der
Seifen rundet die Harmonie zwischen Mensch, Umwelt und Natur ab und ist in jedem Stück Seife zu
erleben und zu genießen in Farbe, Duft und Gefühl.

Silvia Koch – SilviaSeifen
www.silviaseifen.de

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