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Hauptsache wohngesund

Aus optischen Gründen war Holz als Baumaterial den Eigentümern von Haus „Kieler Förde“ anfangs gar nicht so wichtig. In erster Linie wollten sie ein Haus mit möglichst gesundem Wohnklima bauen, und das hätte auch ein Steinhaus sein dürfen. Gründliche Recherchen ergaben dann, dass chemisch unbehandelte Massivholzhäuser das beste Raumklima besitzen, besonders in Kombination mit Lehmwänden für einen optimalen Feuchteausgleich. Also ging man auf die Suche nach dem passenden Holzhaushersteller und entschied sich nach diversen Besichtigungen von Muster- und Kundenhäusern für einen Spezialisten, der Setzungsfreiheit und Winddichtigkeit versprach. Zusammen mit einem befreundeten Bauingenieur entwarfen die Hauseigentümer ihr Haus ganz nach den eigenen Vorstellungen, so dass die Holzhausfirma nur noch zu prüfen und zu erarbeiten brauchte, was machbar war.

Helligkeit und Kommunikation haben Priorität

Haus Kieler FördeEin helles Haus mit viel Tageslicht wünschten sich die Hausbesitzer, weshalb sie an der Südseite ihres Hauses große, bodentiefe Glasflächen einsetzten. Das bringt nicht nur ein Maximum an Sonnenlicht, sondern spart auch Heizenergie im Winter, wenn die tiefer stehende Sonne hereinscheint. Für das Ehepaar stand von vorneherein die Entscheidung für eine offene Küche fest, sodass auch beim Kochen die Kommunikation mit Gästen möglich ist. So entstand gleichzeitig ein großzügiger Wohnbereich, in dem Küche, Esszimmer und Sofaecke fließend ineinander übergehen. Besonders schön: Der Esstisch befindet sich im angeschlossenen Zwerchhaus, das nach Süden hin fast komplett verglast ist. Ganz konsequent wählte das Eigentümerpaar überwiegend Naturmaterialien für Ausbau, Dekoration und Möbel aus. Heute freuen die beiden sich besonders über die unnachahmliche Behaglichkeit, die von den massiven Kiefernwänden ausgeht, und empfinden die gefühlte Temperatur in ihrem Hause deutlich höher als beispielsweise in konventionellen Steinhäusern. Kein Wunder, da Holz eine höhere Oberflächentemperatur hat und allein rein optisch „wärmt“. Während die Holzwände im Innenbereich lediglich mit UV-Schutz gegen Nachdunkeln behandelt wurden, trug man außen einen Schutzanstrich mit minimaler weißer Pigmentierung auf, der Haus „Kieler Förde“ noch einen Tick heller erscheinen lässt und gleichzeitig vor unerwünschter Vergrauung schützt. Dieser Anstrich wurde aus rein ästhetischen Gründen vorgenommen und ist für die Wertbeständigkeit und Lebensdauer der Massivholzwände nicht notwendig.

Passgenaue Elemente schnell und leicht montiert

Viel Eigenleistung brachte das Ehepaar bei der Hausmontage und beim Ausbau mit ein: Zusammen mit dem Richtmeister des Hausherstellers und drei befreundeten Helfern, darunter ein Zimmermann, bauten die beiden ihr Haus innerhalb einer Woche auf, bis es regendicht war. Alle Wandteile und Balken waren nummeriert und passten genau; nur ein einziger, kleiner Balken musste vor Ort nachbearbeitet werden. Auch beim Ausbau packten beide viel mit an und arbeiteten als „Helfer und Schlepper“ der beauftragten Fachhandwerker mit. Nach nur vier Monaten Bauzeit, gerechnet ab dem Tag der Hauslieferung, konnte Haus „Kieler Förde“ schon bezogen werden. Nun besticht es außen mit seiner geradlinigen Symmetrie, die besonders an der südlichen Längsseite mit dem Zwerchhaus und den beiden Gauben angenehm auffällt. Die ausgewogenen Proportionen ergeben, zusammen mit den sehr hellen, naturfarbenen Holzwänden und den in Anthrazit gewählten Dachziegeln und Fensterrahmen, ein gleichermaßen ruhiges und harmonisches Bild. Ebenfalls im Innern des Hauses spürt man gleich eine gewisse Ruhe, die vermutlich von den verbauten Materialien (Holz, Lehm, Feinsteinzeug) und dezenten Farben (weiß, grau, beige, braun) der Wände, Böden und Möbel erzeugt wird. Ein besonders luftiges Gefühl hat man im Zwerchhaus, im Bad und im Schlafzimmer, denn dort ist die Raumhöhe extrahoch – jeweils bis zum offenen First. Wenn es so etwas wie die Lebensenergie „Chi“ tatsächlich gibt, kann sie in Haus „Kieler Förde“ ungehindert fließen.

Funktionaler Grundriss mit Blick auf den Sonnenlauf

Hauptsache_wohngesund_02Neben reichlich Tageslicht im Haus legten die Hauseigentümer viel Wert auf einen praktischen, unkomplizierten Wohnalltag. Im Erdgeschoss nimmt der offene Wohnbereich der Länge nach die komplette Südhälfte des Hauses ein, während sich darüber (im Dachgeschoss) ein großes Arbeitszimmer und ein geräumiges Bad befinden. Oben sind Schlafzimmer und Büro nach Norden ausgerichtet, wobei das Schlafzimmer ein Fenster gen Osten hat und das Büro über ein Fenster Richtung Westen verfügt. Im Erdgeschoss tritt man an der Nordseite in die Diele, von wo man links zur Gästetoilette und daneben zum Hauswirtschaftsraum gelangt, rechts in ein Gäste- und Arbeitszimmer und geradeaus in den abgetrennten Wohnbereich. Der Hauswirtschaftsraum hat zusätzlich einen eigenen Eingang, den die Hausbewohner meistens benutzen. Die weißen Holztüren, die weiße Küche und die weiße Holztreppe lassen alles besonders hell und freundlich-frisch wirken; im Dachgeschoss schmeicheln fußwarme Eichendielen nackten Sohlen; im Erdgeschoss erleichtern große graue – bzw. braune (Bad) – Bodenfliesen die Hauspflege. Beheizt wird Haus „Kieler Förde“ mit einer Gasbrennwerttherme, welche die Fußbodenheizung versorgt, und mit einem Kaminofen im Wohnbereich, dessen Feuer gemütliche Strahlungswärme erzeugt. Das Brauchwasser wird von der Solaranlage auf dem Hausdach erwärmt.

Autorin: Jannette Weiser-Lieverscheid, Fullwood Wohnblockhaus
Bildquelle: Fullwood Wohnblockhaus

www.fullwood.de

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