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In Ruhe Kraft tanken: Wandern im Winterwald

 

An den Wochenenden kann es in den Wäldern auf den wirklich schönen Routen zuweilen wunderschön sein. Wer diese in Ruhe genießen möchte, sollte einen Ausflug im Winter planen. Sobald der erste Schnee gefallen ist, wird es auf den Wanderwegen deutlich leerer. Mit zunehmender Schneehöhe wird es in der Regel noch einsamer. Allerdings gilt es im Winter beim Wandern einiges zu beachten.

Keine großen Experimente

Die Strecken für eine Winterwanderung müssen anders geplant werden als bei schönem Wetter. Zwar kann auch große Hitze das Lauftempo im Hochsommer durchaus reduzieren. Im Winter ist dieses aber in jedem Fall deutlich herabgesetzt. Je tiefer der Schnee ist, desto geringer sollte die zurückzulegende Entfernung sein. Auch bei der Anfahrt in den Wald ist besondere Vorsicht angesagt. Zum einen sind in den Wald liegende Strecken oft nicht geräumt und zum anderen können Verkehrsschilder zugeschneit sein. Dies schützt aber nicht vor einem Bußgeld, wenn Wege befahren werden, die für den Autoverkehr gesperrt sind. Auf dem Weg zum Ausflugsziel sollte zudem auf Wildwechsel geachtet werden, insbesondere auf Winterstraßen kann dies für eine erhöhte Unfallgefahr sorgen.

Außerdem spielt der Faktor Zeit beim Wandern im Winter eine zentrale Rolle. Schon am späten Nachmittag wird das Licht in der Regel trüber und die Dunkelheit setzt früh ein. Für den Fall, dass die Wanderung länger dauert als geplant, sollte deshalb eine Taschenlampe mitgenommen werden.

Verhaltensvorschriften

  • Reaktion bei Wildunfällen: Diese müssen korrekt gemeldet werden. Unfallstelle absichern – Polizei kontaktieren. Wer den Unfall nicht meldet muss mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro rechnen.
  • Nicht alle Waldwege dürfen befahren werden – hier drohen Bußgelder bei falscher Nutzung. Die Bußgelder können zwischen 25 bis 120 Euro liegen. Ebenso muss beachtet werden, ob es sich um Privatweg handelt.

Eine Frage der richtigen Ausrüstung

Von entscheidender Bedeutung für eine schöne Wanderung im Winter ist die richtige Kleidung. Kühlt der Körper aus, ist oft eine langwierige Erkältung die Folge. Hier sind viele dünnere Schichten nach dem Zwiebelprinzip meist sinnvoller als eine möglichst schwere Jacke und besonders dick gefütterte Hosen. Letztere erschweren die Bewegung beim Wandern. Da das Gehen ab einer gewissen Schneetiefe ohnehin deutlich anstrengender wird, sollten anderen Bewegungseinschränkungen möglichst vermieden werden. Besonders empfehlenswert ist atmungsaktive Funktionskleidung. Je weniger Schweiß sich unmittelbar am Körper sammelt, desto geringer ist das Auskühlen während der Pausen. Weiterhin sollte ein Smartphone mit GPS Funktion oder ein Outdoor Navigationsgerät mit dabei sein. Selbst bekannte Wege verändern ihr Aussehen schnell, wenn keine Blätter mehr an den Bäumen sind und die Landschaft ringsum tief eingeschneit ist. Dann fällt eine genaue Orientierung ohne entsprechende Erfahrung oder aber moderne Technik oft schwer.

Es passiert selten etwas – trotzdem

Passend gekleidet und auf einer überschaubaren Strecke kann im Winter im Wald eigentlich wenig schief gehen. Trotzdem ist es wichtig, auch beim Abschalten in der freien Natur ein Stück weit aufmerksam zu bleiben. Ab einer gewissen Schneelast können Äste abrechen und auf den Weg stürzen. Genauso kann es in seltenen Fällen vorkommen, Tieren zu begegnen. Diese haben in der Regel einen natürlichen Fluchtinstinkt. Wer aber etwa Wildschweinen zu nahekommt, sollte im Zweifel die Arme hochreißen, laut werden und dann ruhig den Rückweg antreten. Vor allem aber ist gutes Schuhwerk mit ausreichend Profil wichtig, weil die größte Gefahr von Verletzungen nach einem Sturz ausgeht.

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