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Proteine wachsen kostenlos im Garten

Vegetarier, Veganer und Kraftsportler verbindet eines – sie achten auf die richtige Ernährung und dabei besonders auf eine ausreichende Proteinzufuhr. Eine Option wäre, die Nährstoffversorgung über Nahrungsergänzungsmittel sicherzustellen. Dies ist jedoch häufig mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden. Weit gesünder und noch dazu kostenfrei ist die Proteinversorgung aus dem eigenen Garten.

Proteine wachsen kostenlos im Garten
Pixabay.com / JACLOU-DL / https://pixabay.com/de/photos/brennnessel-blätter-von-brennnesseln-4215279/

Brennnesseln – der unterschätzte Eiweißlieferant

Brennnesseln gedeihen in hiesigen Gärten, meist sogar ungewollt. Dabei verdient die Pflanze durchaus Beachtung. Die Blätter enthalten viele Nährstoffe und können Salate bereichern oder als Suppe auf den Tisch gebracht werden. Eine Jauche aus Brennnesselblättern ist ein natürlicher Dünger und eine biologische Waffe gegen Blattläuse und andere Pflanzenschädlinge.
Brennnesselsamen enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Proteine. Eine Alternative zu teuren Produkten aus dem Handel kann selbstgemachtes Proteinpulver darstellen. Brennnesseln können im Hochsommer geerntet werden. Handschuhe nicht vergessen! Die Samenbüschel sollten sanft, bei Temperaturen unter 40 Grad getrocknet werden. Wer einen Dörrautomat besitzt, kann diesen ebenfalls nutzen. Wer reines Proteinpulver herstellen möchte, siebt die getrockneten Samenbüschel abschließend durch.

Whey Protein als Alternative

Nicht unerwähnt bleiben sollte Whey Protein als die derzeit wohl beliebteste Proteinquelle. Whey Protein besitzt eine große Bedeutung für den Muskelaufbau, aber auch immunstärkende Wirkung. Dieses spezielle Eiweiß wird aus Milch gewonnen. Der Prozess ist aufwendig und wird als Ultrafiltration bezeichnet. Bei der Käseherstellung wird der Milch zunächst die Molke entzogen. Nachdem die Molke von Wasser, Laktose und Milchfett befreit wurde, ist Whey Protein entstanden.
Doch welches Protein ist besser geeignet? Pflanzliches oder tierisches Protein? Dem aktuellen Wissen nach gibt es runtergebrochen, in Bezug auf den Muskelaufbau, keine Unterschiede zwischen den beiden Varianten. Fakt ist aber, dass pflanzliches Protein sowohl für die Umwelt als auch für die Tiere “besser” ist. Einige Studien widmeten sich in der Vergangenheit auch schon dem Vergleich zwischen Whey-Protein bzw. generell dem tierischen Protein gegenüber Soja-Protein. Dabei zeigte sich auch hier, dass Whey-Protein den Muskelaufbau ebenso schnell fördert. Dabei ist es ein Irrglaube, dass tierisches Protein mehr Muskelmasse fördert.
Das Nahrungsergänzungsmittel kann generell am Morgen oder direkt nach dem Training eingenommen werden. Die Wirkung des Proteins ins wissenschaftlich belegt und bei Einhaltung der Dosierungsempfehlungen muss nicht mit Nebenwirkungen gerechnet werden. Wer die Kostenfrage ins Auge fasst, wird bevorzugt nach pflanzlichen Alternativen suchen.

Weitere grüne Eiweißlieferanten

Mit der Lupine wächst in heimischen Gärten ein weiterer Eiweiß-Lieferant aus dem Pflanzenreich. Die üppigen Blüten geben reichlich Samen frei. Lupinensamen werden zunächst getrocknet und eingeweicht, damit sich die Bitterstoffe verflüchtigen. Anschließend schmecken Lupinensamen als Gemüsebeilage oder Brotaufstrich.
Auch Amarant gilt als eiweißreiche Pflanze, die im Garten angebaut werden kann. Die Blätter der Pflanze enthalten mehr Eiweiß als Soja. Weiterhin erhält man ein leckeres Gemüse, was sich in frischen Salaten verarbeiten lässt und in Smoothies für Protein-Nachschub sorgen kann.
Wer einen Haselnussstrauch oder einen Walnussbaum sein Eigen nennt, wird schmackhafte Proteine ernten können. In jedem Garten ist Platz für einige Sonnenblumen und auf dem Kompost gedeihen bevorzugt Kürbisse, deren Kerne ebenfalls Proteine liefern.
Im Gemüsegarten sollten Kartoffeln, Spargel, Brokkoli und Spinat als Eiweißlieferanten nicht fehlen. Wer genügend Platz vorfindet, kann sich auch im Mais-, Hafer- oder Hirseanbau versuchen.