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Nachhaltiges Reisen an der Ostsee

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Die Ostsee ist ein einzigartiges Ökosystem. Ihre besondere geologische Entwicklungsgeschichte hat eine beeindruckende Artenvielfalt hervorgebracht. Als größtes Brackwassermeer der Welt haben sich hier einmalige Ökosysteme entwickelt, die es zu schützen und erhalten gilt.

Aber nicht nur Flora und Fauna haben die Ostsee als attraktiven Lebensraum entdeckt, sondern auch der Mensch nutzt die Ostsee mit all ihren Facetten. Tourismus und Handel sind die wichtigsten Nutzungen. Mit insgesamt 15 Anrainerstaaten und 1,7 Millionen Quadratkilometern Einzugsgebiet ist die Ostsee wichtige Lebensgrundlage für viele Bewohner.

Die starke Frequentierung der Ostsee bleibt allerdings nicht ohne Folgen für die Umwelt. Die Urlaubsregion hat mit Verschmutzungen jeglicher Art zu kämpfen: verbaute Küsten, verschmutzte Meere und Treibhausgase belasten die Ostsee ebenso wie viele andere Regionen der Erde. Bis zu 25% des Meeresbodens der Ostsee gilt als biologisch tot.

Um den faszinierenden Lebensraum Ostsee zu schützen wurden zahlreiche Naturschutzgebiete eingerichtet. Nationalparks, Vogelschutzgebiete, Biosphärenreservate und Naturparks bilden den Ausgangspunkt zur Erhaltung und Stabilität der ökologischen Vielfalt. Die Naturlandschaften werden für alle ihre Nutzer erhalten, auch für Touristen, welche die ausgedehnten Strände, die ruhigen Wälder und das sanfte Meer schätzen.

Die Schutzzonen sind allerdings nur ein Anfang; zu einem nachhaltigen Schutz der artenreichen Ökosysteme sind weitere Maßnahmen notwendig. Neben einer Vielzahl von Projekten und Kampagnen kann nachhaltiges und ökologisches Reisen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Nachhaltiges und ökologisches Reisen schont die Umwelt, das Klima und endliche Ressourcen. Von klimafreundlicher An- und Abreise und ökologisch ausgerichteten Unterkünften über Naturkosmetik im Wellness-Bereich bis hin zu naturnahen Ausflügen ist ein umweltbewusster Urlaub für den Schutz der Ostsee erstrebenswert.

Regionale Produkte aus biologischem Anbau und fair gehandelte Produkte, Verwendung von ökologischen Baumaterialien sowie Nutzung von erneuerbaren Energien sind die Schlüsselworte zu nachhaltigem Tourismus.

Quelle: http://www.ostsee24.de/ostsee-urlaub/umwelt/oekologisches-reisen

Biosphärenreservat Bliesgau

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Biologische Vielfalt im Bliesgau

Im Gebiet des Biosphärenreservat Bliesgau ist die höchste Dichte an europa-, bundes- und landesweit bedeutsamen Lebensraumtypen und Arten im Saarland zu verzeichnen. Deshalb liegen hier auch viele der vom Saarland gemeldeten NATURA 2000-Gebiete.

Orchideenwiese

Bildautor Axel Krieger: Das Orchideengebiet in Gersheim im Frühsommer

Prägend für das Gebiet ist die Blies und ihr Tal mit den naturnahen Auenwäldern, in denen sich der Biber seit der erfolgreichen Wiederansiedlung wieder flächendeckend ausgebreitet hat, den Röhrichten, Hochstaudenfluren und den großflächigen Auwiesen. Auch viele schutzwürdige Amphibien und Libellenarten sind in den feuchteren Gebieten des Bliesgaus zu finden. Größer und auffälliger in den Auwiesen bei Beeden sind jedoch die Wasserbüffel, die Heckrinder und seit diesem Frühjahr auch die Konik-Pferde, die hier Flächen beweiden, um sie so freizuhalten, dass auch die Störche genügend Nahrung für ihre Jungen finden.
Daneben gibt es gerade im südlichen, ländlichen Bereich viele Orchideen- und Waldmeister-Buchenwälder und die für den Bliesgau typischen Salbei-Glatthaferwiesen, Streuobstwiesen und Halbtrockenrasen mit ihren reichen Orchideenvorkommen. Schöne und individuenreiche Populationen gibt es z.B. von Ohnsporn, Pyramiden-Orchis, Bocks-Riemenzunge und Hummelragwurz unter anderem im bekannten Orchideengebiet bei Gersheim.
Ganz in der Nähe des Orchideengebiets, im ehemaligen Kalkbergwerk in Gersheim haben sich auch Fledermäuse angesiedelt. Hier sind 11 der 19 im Saarland nachgewiesenen Arten vertreten z.B. die Breitflügelfledermaus oder die Bechsteinfledermaus, die hier eines ihrer deutschlandweit größten Winterquartiere besitzt. Sie nutzen die alten Schächte und Höhlen als Unterschlupf.
Bemerkenswert sind aber auch die Tagfalter-Arten im Bliesgau. Alle aktuell im Saarland nachgewiesenen FFH-Arten der Tagfalter sind in der Region vertreten. Der Große Feuerfalter ist eher in etwas feuchteren Bereichen zu finden, seine Raupen fressen an großblättrigen Ampferarten. Der Dunkle Wiesenknopfameisenbläuling ist an die Vorkommen vom Großen Wiesenknopf gebunden, Goldener Scheckenfalter und Thymian-Ameisenbläuling sind in den Halbtrockenrasen zu finden.

Goldener Schneckenfalter
Bildautor Anita Naumann: Der Goldene Scheckenfalter
kommt im Bliesgau vor allem in den orchideenreichen
Halbtrockenrasen vor

Doch auch weniger gefährdete Arten wie Ochsenauge, Schachbrett, Großer Perlmuttfalter, Wiesenvögelein, Ehrenpreis-Scheckenfalter und die Widderchen fliegen zurzeit in großer Zahl über die blühenden Wiesen.
Beim Fliegen und auf Futtersuche kann man auch Heidelerche, Rotkopfwürger, Neuntöter oder Rotmilan beobachten. Typisch für die alte Kulturlandschaft der Streuobstwiesen ist auch der Steinkauz, der in den Höhlen von alten Obstbäumen seine Jungen großzieht.
Auch Heuschrecken sind in den mageren Wiesen häufig. So gibt es im Bliesgau u.a. große Populationen der Feldgrille, des Weinhähnchens (eine Art aus dem Mittelmeerraum) und des Warzenbeißers.

www.biosphaere-bliesgau.eu