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In Ruhe Kraft tanken: Wandern im Winterwald

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An den Wochenenden kann es in den Wäldern auf den wirklich schönen Routen zuweilen wunderschön sein. Wer diese in Ruhe genießen möchte, sollte einen Ausflug im Winter planen. Sobald der erste Schnee gefallen ist, wird es auf den Wanderwegen deutlich leerer. Mit zunehmender Schneehöhe wird es in der Regel noch einsamer. Allerdings gilt es im Winter beim Wandern einiges zu beachten.

Keine großen Experimente

Die Strecken für eine Winterwanderung müssen anders geplant werden als bei schönem Wetter. Zwar kann auch große Hitze das Lauftempo im Hochsommer durchaus reduzieren. Im Winter ist dieses aber in jedem Fall deutlich herabgesetzt. Je tiefer der Schnee ist, desto geringer sollte die zurückzulegende Entfernung sein. Auch bei der Anfahrt in den Wald ist besondere Vorsicht angesagt. Zum einen sind in den Wald liegende Strecken oft nicht geräumt und zum anderen können Verkehrsschilder zugeschneit sein. Dies schützt aber nicht vor einem Bußgeld, wenn Wege befahren werden, die für den Autoverkehr gesperrt sind. Auf dem Weg zum Ausflugsziel sollte zudem auf Wildwechsel geachtet werden, insbesondere auf Winterstraßen kann dies für eine erhöhte Unfallgefahr sorgen.

Außerdem spielt der Faktor Zeit beim Wandern im Winter eine zentrale Rolle. Schon am späten Nachmittag wird das Licht in der Regel trüber und die Dunkelheit setzt früh ein. Für den Fall, dass die Wanderung länger dauert als geplant, sollte deshalb eine Taschenlampe mitgenommen werden.

Verhaltensvorschriften

  • Reaktion bei Wildunfällen: Diese müssen korrekt gemeldet werden. Unfallstelle absichern – Polizei kontaktieren. Wer den Unfall nicht meldet muss mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro rechnen.
  • Nicht alle Waldwege dürfen befahren werden – hier drohen Bußgelder bei falscher Nutzung. Die Bußgelder können zwischen 25 bis 120 Euro liegen. Ebenso muss beachtet werden, ob es sich um Privatweg handelt.

Eine Frage der richtigen Ausrüstung

Von entscheidender Bedeutung für eine schöne Wanderung im Winter ist die richtige Kleidung. Kühlt der Körper aus, ist oft eine langwierige Erkältung die Folge. Hier sind viele dünnere Schichten nach dem Zwiebelprinzip meist sinnvoller als eine möglichst schwere Jacke und besonders dick gefütterte Hosen. Letztere erschweren die Bewegung beim Wandern. Da das Gehen ab einer gewissen Schneetiefe ohnehin deutlich anstrengender wird, sollten anderen Bewegungseinschränkungen möglichst vermieden werden. Besonders empfehlenswert ist atmungsaktive Funktionskleidung. Je weniger Schweiß sich unmittelbar am Körper sammelt, desto geringer ist das Auskühlen während der Pausen. Weiterhin sollte ein Smartphone mit GPS Funktion oder ein Outdoor Navigationsgerät mit dabei sein. Selbst bekannte Wege verändern ihr Aussehen schnell, wenn keine Blätter mehr an den Bäumen sind und die Landschaft ringsum tief eingeschneit ist. Dann fällt eine genaue Orientierung ohne entsprechende Erfahrung oder aber moderne Technik oft schwer.

Es passiert selten etwas – trotzdem

Passend gekleidet und auf einer überschaubaren Strecke kann im Winter im Wald eigentlich wenig schief gehen. Trotzdem ist es wichtig, auch beim Abschalten in der freien Natur ein Stück weit aufmerksam zu bleiben. Ab einer gewissen Schneelast können Äste abrechen und auf den Weg stürzen. Genauso kann es in seltenen Fällen vorkommen, Tieren zu begegnen. Diese haben in der Regel einen natürlichen Fluchtinstinkt. Wer aber etwa Wildschweinen zu nahekommt, sollte im Zweifel die Arme hochreißen, laut werden und dann ruhig den Rückweg antreten. Vor allem aber ist gutes Schuhwerk mit ausreichend Profil wichtig, weil die größte Gefahr von Verletzungen nach einem Sturz ausgeht.

Willkommen – im „Urwald vor den Toren der Stadt“

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Das URWALD-Projekt

Seit 1997 gibt es das Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“
im Saarkohlenwald im Herzen des Saarlandes. „Die Natur Natur sein lassen“, lautet das Ziel in diesem etwas mehr als 1.000 ha großen Wald-Naturschutzgebiet. Auf eine wirtschaftliche Nutzung des Rohstoffes Holz wird hier ganz verzichtet, die Motorsägen schweigen zu Gunsten von Wildnis. Wildnis bedeutet: umgefallene Bäume, zuwachsende Wege, Baummoose und eine immer ursprünglich werdende Vegetation überwuchern langsam die Zivilisation. Der natürliche Entwicklungsprozess verändert langsam, aber stetig die Tier- und Pflanzenwelt.
Der Mensch wird aus diesem Schutzgebiet, welches als so genanntes NATURA 2000-Gebiet (nach der Europäischen Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) auch Teil des europäischen Naturerbes ist, aber nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: die Menschen sollen an der natürlichen Entwicklung des Urwaldes vor den Toren der Stadt Saarbrücken teilhaben – sie sind willkommen im Urwald.
Allerdings gelten hier andere Regeln als in sonstigen Wäldern. Nicht alle Wege sind gut ausgebaut, manche bilden nur schmale Pfade oder wiederum andere Wege müssen selbst erkundet und erforscht werden. „Abstimmung mit den Füßen“ nennen das die Urwald-Macher.

 

Holzstamm
Im „Urwald vor den Toren“ ruhen seit über 10 Jahren die Motorsägen. „Natur Natur sein lassen“ lautet die Devise im rd. 1.000 ha großen Wald-Naturschutzgebiet.

Der „Urwald vor den Toren der Stadt“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, SaarForst Landesbetrieb und dem Naturschutzbund (NABU) Saarland e.V. Im Jahre 2002 wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen, der die Zusammenarbeit, Organisation und Einrichtung des Projektes beschreibt.  Zur Begleitung des Projektes wurde eine „Urwaldkooperationsgruppe“ eingesetzt.
Als eine wichtige Informations- und Orientierungshilfe für die Besucherinnen und Besucher des Urwaldes ist die Urwald-Erlebniskarte erschienen. Damit werden das Wanderwegenetz und die vielen besonderen Erlebnisorte des „Urwaldes vor den Toren der Stadt“ übersichtlich dargestellt.

URWALD mit UN-Auszeichnung

Das Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“ erhielt erstmals im Jahre 2006 und dann nochmals 2008 die Auszeichnung als offizielles „UN-Dekade-Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Damit wurde insbesondere das Wildnispädagogik-Projekt „URWALD macht Schule“ ausgezeichnet. In diesem Projekt werden Kinder und Jugendliche auf eine einzigartig intensive und damit nachhaltige Art und Weise gleichermaßen erreicht. Auch der Grundsatz „Jeder Fußgänger darf jederzeit an jeden Ort des Urwaldes laufen“ als Weg zur Integration von Mensch und Natur wurde von der UN mit dieser Auszeichnung gewürdigt.

„URWALD macht Schule“ im WildnisCamp

„Urwald macht Schule“ sind halb- bis mehrtägige Veranstaltungen mit Übernachtung im Urwaldrevier, in der Scheune Neuhaus und dem WildnisCamp als Basislager und zentraler Ort. Je nach Alter gibt es unterschiedliche Themenschwerpunkte zum Ökosystem Wald und seiner sukzessiven Entwicklung zum wilden (Ur)Wald.
„Urwald macht Schule“ hat unmittelbaren Bezug zum Ökosystem Urwald und der Wildnis. Die Gruppen arbeiten unter fachkundiger Anleitung am Thema „Biologische Vielfalt“. Eingebettet in das WildnisCamp kommt natürlich der Abenteuer- und Spaßfaktor nicht zu kurz. Die Teilnehmer müssen ihre Bleibe herrichten und sich Gedanken über die Zubereitung ihrer Verpflegung machen. Wie können wir ohne Feuerzeug Feuer machen und am Brennen halten, ist eine bedeutsame Frage und eine Nacht im WildnisCamp wird sicherlich gänsehautschaurig schön werden. Die Klassen werden von der Saarbahn-Haltestelle Heinrichshaus abgeholt werden. Unsere fachkundigen Betreuerinnen und Betreuer begleiten und verpflegen die Gruppe.
Allen Maßnahmen gemeinsam ist ein sinnlich-emotionaler Ansatz mit Freude und Spaß am gemeinsamen Erleben eines „anderen, wilden“ Wald-Ortes. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Liebe zur Natur geweckt.

Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur –

Im Herzen des Saarkohlenwaldes und inmitten des „Urwaldes vor den Toren der Stadt“ liegt die „Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur“.
Die Scheune Neuhaus entstand aus einer Einzelspende eines ehemaligen Hüttenarbeiters und Mitglieds des Pfälzer Waldvereins aus Neunkirchen. Aus „Sorge um den Wald“ der Forstverwaltung hinterließ er einen bedeutenden Nachlass. Diese Sorge bezog sich auf das Waldsterben. Neben dieser großzügigen Spende stellte das Land in der Folgezeit weitere Mittel bereit.
Heute ist die Scheune Neuhaus vielen Besucherinnen und Besuchern schon seit vielen Jahren als „Zentrum für Waldkultur“ bekannt, wo zahlreiche Veranstaltungen in den Wald locken. Hier erfahren die Menschen mehr zur werdenden Wildnis inmitten einer Stadtlandschaft.

Scheune Neuhaus
Die Scheune Neuhaus – Zentrum für Waldkultur – liegt zwischen Riegelsberg und Fischbach und ist der zentrale Veranstaltungsort des SaarForst Landesbetriebes für vielfältige Veranstaltungen, die sich mit dem Thema Wald, Urwald, Wildnis beschäftigen.

 

In den Jahren 2005 und 2006 wurde die Scheune Neuhaus im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „Innovatives Kommunikationskonzept“ zum Informations- und Aktionszentrum ausgebaut.
In der Scheune werden Vorträge, Diskussionsforen, Führungen, Wildnis-, Kunst-Workshops mit Bürgerbeteiligung und Fortbildungen für Multiplikatoren angeboten.
Die Scheune Neuhaus steht darüber hinaus für private Veranstaltungen (Familienfeiern, Betriebsfeste u.ä.) zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Urwald-Projekt und zum Veranstaltungsprogramm unter www.saar-urwald.de

 

Dr. Volker Wild
SaarForst – Öffentlichkeitsarbeit
Von der Heydt 12
66115 Saarbrücken
Tel.: 0681/9712-01
Besuchen Sie uns im Internet: www.saarforst.de

Waldheilkunde – Gesundheit durch die Heilkraft des Waldes

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Wälder gehören zu den wichtigsten und gleichzeitig am stärksten bedrohten Lebensräumen der Erde. Unbegrenzt dagegen scheinen die positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Waldes auf Körper, Seele und Geist.

Der Wald ist ein vielfältiger und abwechslungsreicher Lebensraum, der zahlreichen Pflanzen und Tieren eine Heimat bietet. Prägendes Kennzeichen sind immer die Bäume, denn ohne Bäume kein Wald.

Bäume sind die ‚Grüne Lunge’ der Erde und bilden die Grundlage allen Lebens, da sie mithilfe ihres Blattgrüns (Chlorophyll) Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln vermögen. Die ersten Bäume entwickelten sich vor rund 360 Millionen Jahren und begleiten seither das Leben auf der Erde.

Der Wald als Lebensspender und Heiler

Mitteleuropa war einst mit großen, zusammenhängenden Waldflächen bedeckt. Wald war wilde, ungezähmte Natur, unkultiviertes Land. Freie Wiesen- und Ackerflächen gab es wenig. Lange Zeit lebten unsere Vorfahren in und mit dem Wald. Der Mensch lebte überwiegend von dem, was der Wald ihm bot – Schutz, Nahrung, Feuerholz und Baumaterial. Bäume und Kräuter wurden zu Heilzwecken eingesetzt. Der Wald war also nicht nur Lebensgrundlage, sondern diente auch der Gesunderhaltung von Mensch und Tier. Die Anfänge der mitteleuropäischen Heilkunde ergeben sich aus der Heilkraft des Waldes, einer Nutzbarmachung natürlicher Ressourcen aus dem direkten Lebensumfeld des Menschen.

Heilende Kräfte von Bäumen und Sträuchern

Baumbestandteile und Kräuter wurden in vielfältiger Weise zu Arzneien verarbeitet und Baumenergien zu Heilzwecken eingesetzt. Die Heilkräfte des Waldes sind für uns Mitteleuropäer die ursprünglichste Form der Heilkunde und können auch heute noch in vielfältiger Weise genutzt werden: in Form von Tees, Tinkturen, Salben, Umschlägen oder Bädern sowie in energetischer Form durch den direkten Kontakt mit Bäumen, Kräutern, Kraftorten oder Naturwesen.

So kann die Eiche Kraft geben und erden, die Buche zu mehr Klarheit verhelfen, die Walnuss beruhigen und die Erle für höhere Dimensionen öffnen. Weidenrindenessenz hilft bei Kopfschmerzen, Haselkätzchen lindern Fieber und Eschenblätter können bei Verstopfung eingesetzt werden.

Eiche – Quercus robur/petraea

Arzneilich verwendete Teile: Blätter, Rinde

Verwendung: als Abkochung, Umschlag, Sitz- oder Fußbad, Eicheln als Kaffeeersatz oder Brotmehl

Heilwirkung: Die Eiche wirkt zusammenziehend, kräftigend, entzündungshemmend, keimtötend, blutstillend und hautbildend. Anwendung bei offenen, schlecht heilenden oder eiternden Wunden, nässenden Ekzemen, Verbrennungen oder Fußpilz.

Energetische Wirkung: Die Eiche ist ein starker Kraftbaum, der erdet, stärkt und Lebenskraft spendet. Sie fördert die Regeneration und füllt unsere Energiespeicher.

Schmerzstillende Weidenrindentinktur

Weidenrindentinktur ist das natürliche Aspirin und wird aus ein- bis zweijährigen Weidentrieben (z.B. Silber- oder Reifweide) hergestellt, deren Rinde abgeschält und zerkleinert wird. Ein helles Schraubglas gut zur Hälfte mit abgeschälter Rinde füllen, Wodka aufgießen und verschlossen 4-6 Wochen an einem hellen Ort ziehen lassen. Danach absieben und in dunklen Flaschen aufbewahren.

Wirkung: Weidenrinde wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend. Die Tinktur hilft bei Kopfschmerzen, fieberhaften Infekten sowie bei rheumatischen Beschwerden. Da das in der Weide enthaltene Salicin erst im Körper zur wirksamen Salicylsäure umgewandelt wird, tritt die Wirkung langsamer ein als bei Aspirin.

Achtung: Weidenrinde wirkt blutverdünnend und sollte daher nicht bei Menschen mit Blutgerinnungsstörungen sowie in Kombination mit blutverdünnenden Medikamenten eingenommen werden.

Der Wald als Ort der Gesundheit

Die moderne Wissenschaft hat mittlerweile bestätigt, was schon lange bekannt ist. Der Wald heilt und hält gesund. Japanische Wissenschaftler fanden heraus, dass Aufenthalte im Wald entspannen, die Stresshormone reduzieren, Herz und Kreislauf stärken und gegen Krebs wirksam sind.

Jeder Baum, jede Pflanze, jedes Tier und jeder Ort in der Natur kann uns auf unserem Weg begleiten, wenn wir nur lernen, uns ihnen zu öffnen und ihre Sprache zu verstehen. Der Wald stellt uns seine Heilkräfte kostenlos zur Verfügung, denen wir uns achtsam und liebevoll annähern dürfen. Der Wald ist jedoch nicht bloßer Lieferant von Rohstoffen und Energien, derer man sich beliebig bedienen darf. Es geht dabei immer um einen respektvollen Umgang mit der Natur. Denn nur was wir achten und schützen, kann uns langfristig auch erhalten bleiben.

Die Waldheilkunde erschließt dem Menschen dieses alte Wissen: Die heilenden Kräfte des Waldes können in Ausbildungen und Seminaren, auf Wanderungen sowie in begleiteter Einzelarbeit erfahren werden.

Silke Stößer – Waldheilkunde

Waldgeschwätz – was sie schon immer sagen wollten…

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mit osmopraktischer Unterstützung

Es wird bunt in der Natur, wie der Jahreslauf es vorsieht. Doch mit dem Herbst ist noch nicht alles vorbei. Im Gegenteil, es scheint, dass er sich rüstet für ein letztes Abenteuer vor dem Winter: „Ich will doch noch einmal richtig toll was erleben und sehen, was andere tun….“

Die dritte Jahreszeit lässt die Farben spielen und eine Fröhlichkeit mit warmen Tönen übersät unsere Wälder. Alle Laubbäume prangen um die Wette. Sie wissen: Ihre letzten Stunden haben geschlagen, bald werden sie ihre empfindlichen Blätter loslassen und ihre Energien in den Stamm und Wurzeln zurückziehen.

Doch die Tannen, Fichten, Kiefern, Lärchen und Zypressen stehen unermüdlich im grünen Kleid. Ihr Kontakt zur Außenwelt sind nicht Blätter, sondern fest umschlossene Nadeln, die Wind und Wetter trotzen können. Nadelbäume symbolisieren nicht nur eine den Jahreszeiten widerstehende Macht – in ihnen verbirgt sich auch ein unglaublich schlüssiges und flexibles System, das mit vielen Umwelteinflüssen umzugehen weiß.

Herbstwald
Herbstwald

Außerdem besitzen sie eine Struktur zur Reizleitung, die ganz ähnlich unserem Nervensystem funktioniert. Damit können sie sich auch unsteten Temperatur und Klimawechseln anpassen. Damit nicht genug: Sie vermögen ebenfalls, ihre gesamte Bio-Chemie umzustellen und ein gasförmiges Hormon ausstoßen, wenn sie ihre Nachbarn warnen wollen.

Richtig, die Bäume haben ein Sozialverhalten! Sie reagieren als sensible Mitglieder komplexer Biosphären und ‚denken‘ dabei auch an ihren Nachbarn!

Sowie ein Angreifer in der Nähe registriert wird, schütten sie diesen Stoff aus und informieren die umliegenden Bäume. Sofort stellen diese daraufhin ebenso ihre Bio-Chemie um und werden „ungenießbar“ für den Angreifer. Auf diese Weise können ganze Baumregionen gerettet werden. Versuche, die dies belegen, hat man schon in verschiedenen Ländern erfolgreich durchgeführt.

Bäume sind geschickte Könner, wenn es um die Selbstversorgung bei Verletzungen geht, um Not und Schmerzen. Wenn ein Baum abgeschnitten wird, bildet sich sofort eine versiegelnde Schicht auf der offenen Stelle. Die Wunde wird unverzüglich versorgt, indem kurz danach das gelbe Harz heraustritt – das Zeichen, dass der Heilungsprozess beginnt. Biochemisch gesehen werden die Zellen dadurch gereinigt und desinfiziert und gleichzeitig wird die Wunde verschlossen. Aber das ist nicht alles. Dieser „Wundverband“ ist und bleibt luftdurchlässig; durch Stoffe, die die Regeneration und das Wachstum von Zellen bedingen, ist so die Grundlage für neue Triebe gelegt.

In unserem Ökosystem und besonders zwischen Bäumen beobachtet man, wie Pflanzen untereinander lebensnotwendige und lebenserhaltende Informationen austauschen. So weiß man inzwischen, dass sie z.B. in „Geschäftsbeziehungen“ mit Pilzen und Farnen stehen, indem sie mit ihnen in symbiotischem Miteinander wichtige Nährstoffe austauschen.

In einem Versuch mit jungen Fichten, die in einem Keller und damit ohne direkten Einfluss des Mondlichts gehalten wurden, stellten die überraschten Forscher fest, dass die Pflanzen trotzdem „wussten“, wann der Mond voll war: Zu dieser Zeit speicherten sie in ihren Stämmen Wasser, sie wurden dicker – und bei abnehmenden Mond wurden sie entsprechend dünner.

Bäume empfinden Schmerz und können sogar untereinander kommunizieren, wie jüngste Forschungen ergeben haben. Dieser Austausch ist zwar mit unseren Ohren nicht zu hören, aber mit Messgeräten sind die Schwingungen nachweisbar.

Pinus mugo - Latschenkieferblüte
Pinus mugo – Latschenkieferblüte

Alle Jahre wieder stehen wir bewundernd vor den nadeligen Bäumen und sind beeindruckt von ihrem endlos scheinenden Leben, während draußen der Rest der Natur unter einer Schneedecke liegt und in Leblosigkeit erstarrt scheint. Stolz stehen die Nadelbäume vor uns, strahlen, duften und geben uns Lebensfreude.

Selbst ohne bunte Kugeln oder Kerzen – sicherlich schmückt dies auch einen Baum – erfreut uns der Nadelbaum, gibt uns Halt und Stärke. Wenn wir im Wald spazieren gehen, erfasst uns das gleiche Gefühl: Freude, innere Sammlung und eine Ahnung sicherer Ordnung und Geradlinigkeit.

Unsere Wirbelsäule richtet sich auf, der Kopf und Nase rücken Richtung Himmel – wir atmen tief ein. Sauerstoffreiche Luft klärt und hilft bei Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und … Kommunikationsproblemen – Ein- und Ausatmen, Flüstern, Austauschen und Wispern.

Sie wissen schon ja schon: Darin haben Bäume auch viel mehr Erfahrung, als die meisten Menschen denken.

Was uns Menschen betrifft – „Kommunikationsprobleme“ heißt für uns u.a.: Schmerzen in Rachen, Hals und Bronchien, Schwellungen der Nasenschleimhaut, Nebenhöhlen. Hier können uns die Bäume helfen.

Das Ätherische Öl der Nadelbäume von Kiefern, Fichten und Zypressen hilft bei Infekten, verhindern ein Übergreifen von Erkältungskrankheiten, stärkt das Immunsystem, fördert die Durchblutung, löst den Schleim, entkrampft bei schwerem Husten, lindert Hustenreiz und stärkt bei Mutlosigkeit und Erschöpfung.

Ganzheitliche Osmopraktiker lernen in ihrer Ausbildung auch, die Bäume und Nadeln näher zu betrachten, denn anhand der Farben und Formen sowohl der Nadeln als auch des gesamten Baumes kann man ableiten, ob er für eine feine, sensible, reizlindernde und weiche Kommunikation steht oder für tiefgreifende Verstärkung. Die Länge der Nadeln, ihre Richtung wie auch die der Zweige und die natürliche Heimat des Baumes spielen in diesen Beobachtungen eine große Rolle.

Nadelöle sind ein Geheimtipp für die Sauna. Hier wird z.B. durch Föhre (Waldkiefer), Fichte oder Zirbelkiefer die Durchblutung gefördert und der gesamte Atmungsapparat gestärkt. Besonders angesprochen werden dabei Lunge und Bronchien.

Das Hydrolat der Nadelöle ist hervorragend für unreine und Mischhaut als Gesichts-Tonikum geeignet. Es reinigt die Poren auf sanfte Weise. Ein Sprühstoß anschließend auf das Gesicht aufgetragen und mit der Fingerspitze in die Haut eingeklopft unter einem Gesichtsöl hilft trockener Haut am Abend wieder in ein harmonisches Gleichgewicht zu kommen.

Es lohnt sich, eine ganze Literflasche Zirbelkiefer- oder Föhren-Hydrolat anzuschaffen, denn auch im heimischen Springbrunnen sorgt es für frische Luft in Räumen, in denen eine gepflegte Kommunikation stattfinden soll.

Wer auch eine Brise Selbstbewusst benötigt und eine Aussprache zur Klärung vor sich hat, ist mit einem 100% naturreinen ätherischen Öl oder Hydrolat von einem Baum mit Nadeln gut beraten.

Hanna Christiane Günther, Aroma-Zentrum Asomi, Alsfeld

www.aroma-zentrum.de

www.aroma-netz.eu

Treffpunkt Wald

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Die deutschen Forstverwaltungen möchten den Menschen den Wald mit „Treffpunkt Wald“ auf ganz neue Art näher bringen. Wir zeigen ganz anschaulich direkt vor Ort, wie vielfältig der Wald ist, was er tagtäglich für uns leistet und wie wertvoll dieser einzigartige Naturraum ist. „Treffpunkt Wald“ bietet Ihnen hervorragende Möglichkeiten, Wald und Natur einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen zu lernen.

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