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Tipps gegen Stress: 4 starke Helfer aus der Pflanzenwelt für mehr Gelassenheit

Zeit ist in der modernen Gesellschaft ein knappes Gut. Obwohl der Tag stets 24 Stunden hat, scheint er vielen Menschen nie lang genug zu sein. Stattdessen ist der Alltag geprägt von Hektik, Stress und Unzufriedenheit. Es mangelt an Pausen zum Erholen und Innehalten. Folgende Vertreter aus der Pflanzenwelt können beim Entspannen helfen.

Lavendel

1. Lavendel – mehr als ein wohltuender Duft

Dass die dekorativ anmutenden Lavendelblüten in der Aromatherapie eine zentrale Rolle spielen, kommt nicht von ungefähr. Die im ätherischen Öl der Mittelmeerpflanze enthaltenen Substanzen nehmen positiven Einfluss auf Psyche und Schlaf. Besonders erwähnenswert sind die folgenden Inhaltsstoffe:

  • Linalool
  • Linalylacetat
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe

Lavendel kann mit seiner beruhigenden Wirkung Schlafstörungen lindern und Entspannung fördern. Die natürliche Pflanzenkraft lässt sich unter anderem in Form von Ölen, Sprays und Tabletten nutzen. Wer den im Mittelmeerraum beheimateten Halbstrauch im Garten hat, kann mit getrockneten Lavendelblüten Lavendelsäckchen herstellen und diese einfach im Schlafzimmer beziehungsweise überall dort platzieren, wo eine entspannende Atmosphäre gewünscht ist. Vorsicht geboten, ist bei einigen körperlichen Beschwerden. Bei der Apotheken Umschau (Beitrag unter https://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/lavendel) heißt es beispielsweise: „Wer Krampfadern hat, einen fiebrigen Infekt durchmacht oder an Herz-Kreislauf-Krankheiten leidet, sollte ein Vollbad mit ätherischen Ölen nur nach Absprache mit dem Arzt anwenden.“ Weitere spannende Informationen zur Heilpflanze Lavendel liefert der NDR Ratgeber:

2. Cannabidiol (CBD) – entspannt Körper und Geist

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Wirkstoff der Cannabispflanze, des weiblichen Hanfs. Hinsichtlich der medizinischen Wirkungsweise ist CBD nicht nur ein Entzündungshemmer und praktischer Helfer gegen Übelkeit. Die natürliche Substanz wirkt außerdem angstlösend, entkrampfend und kann zur Linderung von Stress beitragen. Anders als Tetrahydrocannabinol (THC), hat CBD keine berauschende Wirkung. Die Darreichungsformen reichen von getrockneten Blüten über Tropfen bis hin zu Pollen. Im Vergleich zu Ölen, Liquids, Kapseln oder sonstigen CBD-Produkten ist das Risiko einer chemischen Verunreinigung bei Blüten gering, weil sie keine Verarbeitung erfordern. Stattdessen lassen sie sich in ihrer natürlichen Form direkt verwenden.

Lediglich die sorgfältige Trocknung ist für die Haltbarkeit ein Muss. Um sich die Wirkung des enthaltenen Cannabidiol zunutze zu machen, werden die Blüten beispielsweise als Tee, Gewürz oder mit Hilfe sogenannter Vaporizer konsumiert. Bei Letzterem handelt es sich um spezielle Geräte zum Verdampfen von Wirkstoffen, um diese wiederum über die Atemwege aufzunehmen. Hinsichtlich der Legalität ist der THC-Gehalt entscheidend. „Die verwendete Hanfpflanzensorte sollte im Idealfall immer Industriehanf sein, denn dieser hat einen äußerst geringen THC-Gehalt. Er wird somit auch von den deutschen Behörden als legal eingestuft“, so der Hinweis einer Ratgeberseite zum Thema Nahrungsergänzungsmittel, die in einem Beitrag CBD Blüten thematisiert (Quelle: https://www.supplements.de/cbd-blueten-kaufen-deutschland/). Um Probleme mit Behörden vorzubeugen, muss der THC-Gehalt unter 0,2 Prozent liegen. Der Kauf sollte bei seriösen Händlern erfolgen, die nicht nur die Legalität der Naturprodukte gewährleisten, sondern auch den Verzicht auf Pestizide oder chemische Düngemittel.

Weitere informative Beiträge über CBD finden Sie in dieser Übersicht.

 

Flowers

3. Zitronenmelisse – gut bei nervösen Zuständen

Stress geht oft mit einer nervösen Stimmung einher. Innere Unruhe plagt den Körper und sorgt für ständige Gereiztheit. Zitronenmelisse ist dahingehend ein zuverlässiger Unterstützer. Die Wirkstoffe beruhigen nachweislich und können unter anderem nervös bedingte Störungen beim Einschlafen eindämmen. Der erfrischende Duft nach Zitrone lässt sich durch den Anbau der Pflanze auf Balkon, Terrasse oder direkt im Garten unkompliziert einsetzen. „Pharmazeutische relevanter Pflanzenteil sind die Blätter. Sie haben vor der Blütezeit die höchsten Wirkstoffkonzentrationen“, lautet die Erklärung im Pflanzenportrait der Deutschen Apotheker Zeitung (Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/melisse-mehr-als-nur-einschlafhilfe). Die Blätter können als Tee kinderleicht zubereitet und genossen werden.

Melisse

4. Baldrian – effektiv, aber sorgsam einzusetzen

In Kombination mit Melisse kommt gern Baldrian zum Einsatz. Das seit Jahrhunderten bekannte Heilkraut mit ihren rosafarbenen Blüten ist für seine positive Wirkung bei Schlafstörungen, Unruhe und Nervosität bekannt. Die entsprechenden Wirkstoffe stecken in der Wurzel. Die ätherischen Öle interagieren mit Nervenzellen, genau genommen mit dem Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA) und beruhigen sanft. Wie das Nachhaltigkeitsportal Utopia online (https://utopia.de/ratgeber/baldrian-wirkung) erklärt, entfaltet Baldrian seine Wirkung aber nicht sofort, sondern erfordert eine regelmäßige Einnahme. Letztere gelingt mit Tabletten, Saft, Badezusätzen, Tropfen und Tee. Von einer dauerhaften Einnahme über sechs Wochen ohne ärztliche Beratung ist allerdings abzuraten, da Baldrian Nebenwirkungen wie Schwindel, Juckreiz und Kopfschmerzen verursachen kann.

Fotos 1 bis 3 pixabay.com (Hans / SeaweedJeezus / MAKY_OREL)