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Überflutung, Überschwemmung und andere Wasserschäden

Überflutung, Überschwemmung und andere Wasserschäden – man hat nicht
nur den Schaden, sondern auch oft das Nachsehen!

Immer öfter kommt es vor, dass durch Starkregen, sintflutartige Gewitter oder
Rückstau aus dem Abwasserkanal irgendwo in Deutschland Keller, Garagen oder
Erdgeschosse überschwemmt werden.

Die Menschen sind meist froh, wenn durch die Pumpen der Feuerwehren oder
eigene Geräte das Wasser schnell wieder aus den betroffenen Räumen ausgepumpt
werden kann.

Aber erst danach gehen die wirklichen Probleme los: Man muss so schnell wie
möglich Trocknungsmaßnahmen einleiten, damit kein Schimmel wächst, man muss
Sanierungsfirmen beauftragen und sich ggf. mit den Versicherungen einigen, wer die
Kosten für die Behebung der Schäden und alle Folgen übernimmt.

Wenn es sich nur um Regenwasser handelte, dann hat man zunächst Glück, weil in
solchem Wasser keine Schadstoffe, Schmutz oder Keime enthalten sind. Wenn man
schnell genug fachkundige Hilfe holt, kann durchfeuchtetes Mauerwerk, Estrich und
anderes Baumaterial recht gut getrocknet werden und die Folgen sind überschaubar.
Häufig finden sich aber deutlich schlimmere Szenarien. Uwe Dippold, langjähriger
Baubiologe, Schimmelsachverständiger und Betreiber einer Beratungsstelle des
Baubiologen-Vereins Biolysa, erläutert: „In Gebäude eindringendes
Oberflächenwasser oder aus Kanalanlagen kann stark mit Schadstoffen aus der
Umwelt und/oder Fäkalkeimen aus dem Abwasser belastet sein. So etwas lässt sich
nicht einfach trocknen. Sogar der bloße Umgang damit kann schon der Gesundheit
schaden. Deshalb müssen oft besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden –
Schutzkleidung, Luftfilterung und Flächendesinfektionen sind keine Seltenheit.“
Schädliche Rückstände und Keime können auch innerhalb von Leichtbauwänden
und in anderen baulichen Hohlräumen zu finden sein. Unter schwimmenden
Estrichen ist oft die Trittschall- oder Wärmedämmschicht vollständig kontaminiert.
Dippold, der auch Vorsitzender von Biolysa ist, weiter: „Viele Menschen führen die
Sanierungsarbeiten in Eigenregie und meist mit nicht geeigneten Geräten und
Verfahren durch. Saniert wird in der Regel nur der sichtbare Schaden. Deshalb sind
die Ergebnisse oft nur unbefriedigend. Häufig resultieren daraus dauerhafte
Schimmelprobleme in den betroffenen Räumen, zumindest verbleibt eine starke
Geruchsbelästigung!“

Eine weitere Quelle für dauerhafte Schäden oder Gesundheitsgefahren seien
ungenügende Sanierung im Auftrag von Versicherungen. Hier stünde absichtlich
meist nur die Behebung der sichtbaren Schäden im Vordergrund, weil so Geld
gespart werden kann. Unter dem Estrich, in Rohrschächten, innerhalb von
Leichtbauwänden oder hinter Vorwandkonstruktionen versteckte bzw. unsichtbare
Oberflächenkontaminationen mit Bakterien und Viren würden völlig vernachlässigt.
Dippold: „Die Geschädigten freuen sich oft zunächst, dass die Versicherung
vermeintlich die Schäden so schnell beheben ließ und alles günstig reguliert wurde.
Nach kurzer Zeit gibt es aber häufig ständige Gesundheitsprobleme bei den
Bewohnern bzw. die oben erwähnten üblichen Folgen von nicht fachgerecht
sanierten Wasserschäden.“

Das Wichtigste bei Wasserschäden jeder Art sei immer die umfassende
Begutachtung der Ursachen, der gesamten Schäden sowie die Festlegung der
notwendigen Sanierungsmaßnahmen nach den Regeln der Technik unter
Einbeziehung des Gesundheitsschutzes der beteiligten Arbeiter, der Betroffenen und
unbeteiligter Dritter.

Nach jeder Art von Sanierung sollte zusätzlich immer nach dem Abschluss der
Maßnahmen eine Begutachtung mit einer förmlichen Freigabe der Baustelle durch
einen unabhängigen Sachverständigen gefordert werden. Anderenfalls habe man
weder als Versicherter noch als Auftraggeber von Sanierungsarbeiten eine
Möglichkeit, ggf. Mängel bei der Durchführung der Arbeiten nachzuweisen und evtl.
Schadensersatz fordern zu können.

Eine gute Adresse für kostenlosen telefonischen Rat und bei Bedarf Begutachtungen
durch fachkundige unabhängige Sachverständige sind die Beratungsstellen von
BIOLYSA e.V.
Deren Baubiologen sind bundesweit tätig. Info-Telefon.: 0700 – 246 597 238,
Verbindungskosten aus dem Festnetz: 14 Cent / Min.

www.biolysa.de

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