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Unsere Natur – gesund für Seele und Körper

Unser Leben besteht oft aus purem Stress. Dieser fängt bereits im privaten Bereich an: Neben dem Beruf ist der Haushalt zu bewältigen, Einkaufen und Kochen stehen ebenso auf dem Programm wie die Versorgung der Kinder. Sie müssen außerdem häufig mehrmals die Woche zum Nachhilfeunterricht, Sport oder zu Freunden gefahren werden, was zusätzlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Eine Studie hat ergeben, dass 87 Prozent der Deutschen gestresst sind. Jeder Zweite hat sogar das Gefühl, kurz vor einem Burn-out zu stehen. Neun von zehn Menschen in Deutschland führen ihre Arbeit als Ursache an. Hinzu kommen Probleme mit dem Partner oder eine zerrüttete Beziehung. Dadurch stürzen viele in eine tiefe Krise. Denn die Gedanken drehen sich ausschließlich darum, wie man den Ex zurückbekommt oder wie man im Leben wieder Fuß fassen kann.

In der Natur bauen Menschen Stressgefühle ab und entspannen sich

Zum Abbau von Stressgefühlen ist unsere Natur geradezu prädestiniert, was den meisten Menschen heute gar nicht mehr bewusst ist. Dabei ist sie das Lebenselixier für Körper und Seele. Sie sorgt für die nötige Entspannung, um einen hektischen Alltag zu bewältigen. Der gute Einfluss der Natur ist evolutionär in uns verankert. Denn unsere Vorfahren hielten sich zum Großteil im Freien auf. In der Regel spürt man selbst die positive Wirkung bei einem Aufenthalt im Grünen. Durch viele psychologische Untersuchungen und Studien wurde diese bestätigt.

Worauf begründet sich der positive Einfluss der Natur?

Zur Natur gehören die Sonne, Landschaften wie Wald, Berge und Wiesen, Flüsse, Seen und das Meer. Jeder einzelne Bestandteil kann zur körperlichen und seelischen Entspannung beitragen.

  • Sonnenlicht – Fast jeder kennt depressive Gefühle im Winter. Die Tage sind kurz, die Sonne ist nur selten zu sehen. Antriebslosigkeit, Müdigkeit und manchmal Heißhunger auf Süßigkeiten machen sich breit. Teilweise lassen sich diese Auswirkungen auf den sinkenden Vitamin-D-Spiegel zurückführen. Dazu kommt, dass unser Körper in der dunkleren Jahreszeit weniger Melatonin und Serotin produziert. Im Sommer verschwinden die Symptome wie von Zauberhand, die Sonne hebt automatisch unsere Stimmung.
  • Wald – Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich ein Spaziergang im Wald überaus positiv auf die Psyche auswirkt. Daneben wurden viele erfreuliche körperliche Effekte festgestellt. So entspannen sich die Muskeln nach einem Aufenthalt im Wald. Darüber hinaus sinken die Stresshormone, die Pulsschlagzahl und der Blutdruck.
  • Naturgeräusche – Es ist erwiesen, dass Naturgeräusche einen beruhigenden Einfluss auf uns Menschen haben und infolge Stress abgebaut wird. Selbst bei der Wiedergabe über Kopfhörer in Räumlichkeiten stieg die Konzentrationsfähigkeit der Testpersonen an. Daneben sanken die Stressindikatoren. Zurzeit denken Ärzte darüber nach, die Geräusche der Natur zur Beruhigung der Patienten auch in Krankenhäusern einzusetzen.