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Verband der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V.

Was gibt´s zu tun? Der Arbeitskalender für die Streuobstwiese

Oktober

Jetzt zeigen sich die Streuobstwiesen um die Dörfer und auf den Feldern in voller Farbenpracht. Von Gelb über Rot bis zu den verschiedensten Brauntönen stehen die Obstbäume nun auf den Wiesen und gehen dem Winter zu. Manche Sorten wie der `Eifler Rambur` oder der `Hauxapfel` kommen jetzt in die Pflückreife und müssen noch eingelagert oder weiterverarbeitet werden.
Die Keltersaison ist in vollem Gange und das ein oder andere Fass Most hat den Weg in den Keller schon gefunden. Wer auf der Suche nach einer geeigneten Kelterei in seiner Nähe ist, wird auf unserer Internetseite www. gartenbauvereine.de fündig.
Wer im nächsten Jahr keine böse Überraschung auf seiner Streuobstwiese vorfinden will, sollte sich jetzt auch um die Schädlinge im kommenden Jahr Gedanken machen. Eventuell angebrachte Wellpappgürtel sollten jetzt kontrolliert und entfernt werden, um die darin befindlichen Raupen des Apfelwicklers (Cydia pomonella) zu dezimieren.
Auch gegen den Befall durch den Kleinen Frostspanner (Operophtera brumata) kann jetzt im Oktober etwas unternommen werden. Die sich im Juni im Boden verpuppten Raupen schlüpfen jetzt im Oktober. Da die Weibchen des Frostspanners nicht flugfähig sind und am Baumstamm hochklettern müssen, können nun ausgebrachte Leimringe die Eiablage am Baum verhindern und somit den Befall im kommenden Jahr stark eindämmen. Die ausgebrachten Leimringe sollten jedoch immer kontrolliert werden, da die Klebeeigenschaft nachlassen kann oder so viele Frostspanner auf den Leim gegangen sind, dass sich „Brücken“ über den Leimring gebildet haben.
Wer sich diese Arbeit sparen möchte, kann auch die natürlichen Fraßfeinde des Frostspanners fördern. Kohlmeisen können den Befall durch den Frostspanner stark eindämmen, da eine Kohlmeise mehrere Hundert Raupen am Tag vertilgen kann. Nisthilfen für Vögel sind sinnvoll, um das natürliche Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und ökologisch einem zu starken Befall vorzubeugen.

November

Bäume pflanzen: Im November und Dezember herrschen die richtigen Voraussetzungen, um Obstbäume zu pflanzen. In diesen Monaten regnet es normalerweise genug, damit die gepflanzten Bäume nicht gegossen werden müssen und die jungen Wurzeln anwachsen können. Der Boden sollte allerdings nicht gefroren sein.
Damit der Baum ein langes Leben vor sich hat, sollte zuerst der Standort genauer betrachtet werden. Hier empfiehlt sich eine Bodenanalyse durchzuführen, bei der die Bodenaktivität und der Huminstoffgehalt bestimmt werden sollten. Auch ist auf ausreichenden Platz zu achten, da die meisten Streuobstbäume auf einer Sämlingsunterlage veredelt sind und somit große Kronen ausbilden. Ein Abstand zwischen den Bäumen von mindestens 10 Metern ist hier einzuhalten.
Beim Pflanzen des Baumes sollte das Pflanzloch mindestens eine Größe von 80x80x60 cm haben, damit der verwendete Wühlmauskorb mit eingebracht werden kann und die Feinwurzeln genügend aufgelockerten Boden vorfinden. Ob der Wühlmauskorb nun verzinkt oder unverzinkt sein sollte, ist jedem selbst überlassen. Beide Ausführungen haben ihre Vor- und Nachteile. Ebenfalls sollten Sie unbedingt einen Stützpfosten vor der Pflanzung in die Pflanzgrube einschlagen, damit Sie den jungen Baum nicht mit dem Hammer verletzten.
Wenn Sie den Baumschnitt beherrschen, so sind nun beschädigte Wurzeln zu entfernen, die vorhandenen Wurzeln so zu schneiden, dass eine gleichmäßige Verteilung der Wurzelmasse vorliegt und ein Pflanzschnitt durchzuführen. Neben der Stammverlängerung sollten maximal 4 Leitäste, die gut an Stamm verteilt sind, verbleiben. Eine starke Einkürzung der verbleibenden Äste regt das Wachstum im Frühjahr an und ist die Grundlage für eine gesunde und stabile Kronenentwicklung. Wenn Sie sich hierbei nicht sicher sind, können Sie diese Schritte auch in der Baumschule erledigen lassen.
Sehr wichtig bei der Pflanzung ist es, die Veredelungsstelle mindestens 10 bis 15 cm über dem Erdreich zu positionieren. Diese ist an der Verdickung des Stammes oberhalb der Wurzel zu erkennen. Liegt die Veredelungsstelle tiefer oder gar im Boden, so wird die Unterlage austreiben und die aufgenommenen Nährstoffe in ihr eigenes Wachstum und nicht in das Wachstum des gewünschten Obstbaumes stecken.
Wenn Sie dem jungen Baum einen sehr guten Start ermöglichen möchten, können Sie dem Erdreich jetzt ein Mykorrhiza-Präparat beimischen, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern und eine Grundlage für einen vitalen Hochstamm zu legen.
Die Baumscheibe sollte nun die ersten Standjahre freigehalten werden, damit Gräser und Blütenpflanzen keine Konkurrenz für den Baum darstellen können.
Sollte die Bodenanalyse gezeigt haben, dass eine Ausbringung von Kalk notwendig ist, so sollte diese bei feuchter Witterung oder Schnee erfolgen, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.gartenbauvereine.de

Falllaub kompostieren: Um den Pilzbefall von Obstbäumen zu reduzieren, sollten Sie jetzt das Falllaub von der Wiese entfernen. Hierdurch werden die vorhandenen Pilzsporen, die an den Blättern haften von der Wiese abgeräumt und das Infektionsrisiko wird stark minimiert. Das anfallende Laub können Sie dann kompostieren und für die nächsten Jahre als Dünger oder Bodenverbesserer verwenden.

Julen und Nisthilfen bauen: Die Tage werden immer kürzer und die Zeit, auf der Obstwiese tätig zu sein wird von Tag zu Tag knapper. Jedoch können die dunklen Stunden auch sinnvoll genutzt werden. Bauen Sie jetzt Nisthilfen für Vögel und Insekten oder zimmern Sie Julen für Ihre Streuobstwiese. Durch die Bereitstellung von Nistmöglichkeiten wird die Anzahl der auf der Wiese vorkommenden Insekten und damit die Bestäubung der Blüten gefördert. Ansitzstangen, sogenannte Julen, werden oft von Greifvögeln benutzt, um nach Beute Ausschau zu halten. Hierdurch können Sie Probleme mit Wühlmäusen entgegenwirken. Ebenfalls verhindern Sie hiermit Astabbrüche, die durch Greifvögel entstehen, die sich auf neu gepflanzte Bäume setzten.

Dezember

Bäume pflanzen

Im November und Dezember herrschen die richtigen Voraussetzungen, um Obstbäume zu pflanzen. In diesen Monaten regnet es normalerweise genug, damit die gepflanzten Bäume nicht gegossen werden müssen und die jungen Wurzeln anwachsen können. Der Boden sollte allerdings nicht gefroren sein.
Damit der Baum ein langes Leben vor sich hat, sollte zuerst der Standort genauer betrachtet werden. Hier empfiehlt sich eine Bodenanalyse durchzuführen, bei der die Bodenaktivität und der Huminstoffgehalt bestimmt werden sollten. Auch ist auf ausreichenden Platz zu achten, da die meisten Streuobstbäume auf einer Sämlingsunterlage veredelt sind und somit große Kronen ausbilden. Ein Abstand zwischen den Bäumen von mindestens 10 Metern ist hier einzuhalten.
Beim Pflanzen des Baumes sollte das Pflanzloch mindestens eine Größe von 80x80x60 cm haben, damit der verwendete Wühlmauskorb mit eingebracht werden kann und die Feinwurzeln genügend aufgelockerten Boden vorfinden. Ob der Wühlmauskorb nun verzinkt oder unverzinkt sein sollte, ist jedem selbst überlassen. Beide Ausführungen haben ihre Vor- und Nachteile. Ebenfalls sollten Sie unbedingt einen Stützpfosten vor der Pflanzung in die Pflanzgrube einschlagen, damit Sie den jungen Baum nicht mit dem Hammer verletzen.
Wenn Sie den Baumschnitt beherrschen, so sind nun beschädigte Wurzeln zu entfernen, die vorhandenen Wurzeln so zu schneiden, dass eine gleichmäßige Verteilung der Wurzelmasse vorliegt und ein Pflanzschnitt durchzuführen. Neben der Stammverlängerung sollten maximal 4 Leitäste, die gut an Stamm verteilt sind, verbleiben. Eine starke Einkürzung der verbleibenden Äste regt das Wachstum im Frühjahr an und ist die Grundlage für eine gesunde und stabile Kronenentwicklung. Wenn Sie sich hierbei nicht sicher sind, können Sie diese Schritte auch schon in der Baumschule erledigen lassen.
Sehr wichtig bei der Pflanzung ist es, die Veredelungsstelle mindestens 10 bis 15 cm über dem Erdreich zu positionieren. Diese ist an der Verdickung des Stammes oberhalb der Wurzel zu erkennen. Liegt die Veredelungsstelle tiefer oder gar im Boden, so wird die Unterlage austreiben und die aufgenommenen Nährstoffe in ihr eigenes Wachstum und nicht in das Wachstum des gewünschten Obstbaumes stecken.
Wenn Sie dem jungen Baum einen sehr guten Start ermöglichen möchten, können Sie dem Erdreich jetzt ein Mykorrhiza-Präparat beimischen, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern und eine Grundlage für einen vitalen Hochstamm zu legen.
Die Baumscheibe sollte nun die ersten Standjahre freigehalten werden, damit Gräser und Blütenpflanzen keine Konkurrenz für den Baum darstellen können.
Sollte die Bodenanalyse gezeigt haben, dass eine Ausbringung von Kalk notwendig ist, so sollte diese bei feuchter Witterung oder Schnee erfolgen, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.gartenbauvereine.de

Julen und Nisthilfen bauen

Die Tage werden immer kürzer und die Zeit, auf der Obstwiese tätig zu sein wird von Tag zu Tag knapper. Jedoch können die dunklen Stunden auch sinnvoll genutzt werden. Bauen Sie jetzt Nisthilfen für Vögel und Insekten oder zimmern Sie Julen für Ihre Streuobstwiese. Durch die Bereitstellung von Nistmöglichkeiten wird die Anzahl der auf der Wiese vorkommenden Insekten und damit die Bestäubung der Blüten gefördert.
Verwenden Sie hohle Pflanzenstängel oder Pappröhrchen, die Sie in eine alte Konservendose stecken. Markhaltige Stängel wie die eines Holunders, können Sie zum Beispiel vertikal an einen Zaun binden. Die hierauf spezialisierten Arten, wie die Dreizahn-Mauerbiene (Osmia tridentata), bohren sich selbstständig eine Brutkammer in das Mark und legen hier ihre Eier ab.
Ebenso einfach wie effizient sind Nisthilfen aus Hartholz. Bohren Sie hierbei jedoch die Löcher unbedingt in das Längsholz, also in die Seite, wo vorher die Rinde des Stammes war. Scheiben, wie man sie oft sieht, neigen zur Rissbildung und bilden somit eine unsichere Nistmöglichkeit für die Brut. Die Löcher sollten zwischen 2 und 10 mm groß und mindestens 10 cm tief sein. Achten Sie hierbei darauf, dass die Löcher nicht ausfransen und schleifen Sie den „Eingangsbereich“ mit etwas Schleifpapier glatt.
Ansitzstangen, sogenannte Julen, werden oft von Greifvögeln benutzt, um nach Beute Ausschau zu halten. Hierdurch können Sie Probleme mit Wühlmäusen entgegenwirken. Ebenfalls verhindern Sie hiermit Astabbrüche, die durch Greifvögel entstehen, die sich auf neu gepflanzte Bäume setzen.

Januar

Der Winterschnitt am Obstbaum

Im Winter haben Obstbäume keine Blätter, deshalb ist eine gute Übersicht gegeben und die Bäume können besser geschnitten werden. Zudem befindet sich der Obstbaum in einer winterlichen Ruhephase. In dieser Saftruhe sind alle physiologischen Prozesse im Baum heruntergefahren und der Baum reagiert nicht auf Schnittverletzungen. Ein Schnitt im Winter erhöht den Wachstumseffekt im Frühjahr. Die Energie, die in den Wurzeln gespeichert wird und für die im Herbst noch vorhandenen Äste gedacht war, wird nun in die Neubildung und das Wachstum von jungen Trieben gesteckt.
Grundsätzlich kann gesagt werden: Je stärker ein Baum geschnitten wird, desto stärker wird er austreiben; je steiler ein Ast steht, umso stärker wächst er. Möchten Sie den Wuchs eines Baumes bremsen, so empfiehlt sich eher ein Sommerschnitt. Hier können Sie auch besser einschätzen, wie stark geschnitten werden muss. Der Baum soll genug durchlüftet werden und trotzdem genug Blätter haben, die Schatten werfen und Sonnenbrand auf den Früchten verhindern. Generell soll durch den Schnitt eine Balance zwischen Fruchtbildung und Triebwachstum geschaffen werden.
Der Obstgehölzschnitt sollte an trockenen, frostfreien Tagen durchgeführt werden. Bei starkem Frost kann der Baum die frischen Schnittflächen nur schwer schließen. Ist es feucht, bieten sich die Schnittwunden als Eintrittspforte für Krankheitserreger an. Werden nur kleine Äste entfernt, ist das in der Regel unproblematisch. Die Schnittwerkzeuge sollten scharf und in einwandfreiem Zustand sein, um Verletzungen vorzubeugen und eine glatte, gut verschließbare Wunde am Ast zu hinterlassen.
Flechten im Obstbaum sind übrigens keine Gefahr für den Baum. Die epiphytischen Zusammenschlüsse aus Pilzen und Algen sind eher ein Zeichen für gute Luft und können bedenkenlos am Baum verbleiben. Ein starker Bewuchs aus Moosen dagegen ist ein Indikator dafür, dass die Baumkrone zu schlecht belichtet wird. Durch einen Pflegeschnitt und die Entnahme von innen liegenden Ästen wird die Belichtung und die Durchlüftung verbessert und die feuchtigkeitsspeichernden Moose in Schach gehalten.
Werden größere Äste entnommen, sollten diese auf Astring geschnitten werden. Beim Schnitt ist zu beachten, dass erst ein sogenannter Entlastungsschnitt an der Unterseite des Astes vorgenommen wird, um ein Ausreißen der Rinde zu verhindern.
Befinden sich kleinere tote Äste im Baum, die nicht bruchgefährdet sind, können diese im Baum belassen werden. Sie bieten verschiedensten Vögeln Sing- und Jagdwarten und dienen vielen Insekten als Unterschlupf. Das Schnittgut, insbesondere größere Äste können, auf der Wiese gestapelt werden und als Nisthilfen dienen. So fördern Sie die Diversität auf Ihrer Obstwiese und erhalten das ökologische Gleichgewicht.
Wollen Sie eine Obstwiese verkaufen, verpachten oder sind Sie selbst auf der Suche nach einer Obstwiese? Dann schauen sie doch mal unter www.gartenbauvereine.de auf der Streuobstbörse vorbei. Hier finden Sie, neben Flächenangeboten und –gesuchen, auch Informationen zur Berufsgenossenschaft, Haftpflicht sowie Musterpachtverträge, die Ihnen den Einstieg in den Obstbau vereinfachen.

 

Sie haben noch keine eigene Obstwiese? Oder eine Streuobstwiese zum Verkauf? Die Streuobstbörse vom Verband der Gartenbauvereine kann helfen. Inserate oder Gesuche nach Obst, Wiesen, Dienstleistungen oder Geräten können unter www.gartenbauvereine.de kostenlos eingestellt werden.
https://www.gartenbauvereine.de/saarland_rheinland-pfalz/streuobst/streuobstboerse/angebote-anfragen

Felix Ackermann
M. Sc. Ecology and Microbial Biodiversity
Streuobstkoordination

Verband der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V.
Kulturzentrum Bettinger Mühle
Hüttersdorfer Straße 29 | 66839 Schmelz
Telefon 06887 / 90 32 99 9 | Telefax 06887 / 90 32 99 8
www.gartenbauvereine.de | Mail: ackermann@gartenbauvereine.de
oder auf Facebook: Verband der Gartenbauvereine SAL / RLP e.V.